Panik (Bild: shutterstock.com/Von diy13)
Panik (Bild: Imago/Von diy13)

Omikron zu harmlos? USA lockern Reisebeschränkungen für Südafrika

Washington – Während in Deutschland der Druck auf die Bürger noch mal erhöht wird, lockern die USA bereits wieder ihre Reisebeschränkungen für Südafrika und einige benachbarte Länder. Das teilten die Behörden am Freitag in Washington mit. Die Erleichterungen gelten allerdings erst ab 31. Dezember.

Ende November hatten die USA unmittelbar nach Veröffentlichung von Daten über die neue Corona-Variante Omikron eine deutliche Reisewarnung für Südafrika ausgesprochen und härtere Reisebeschränkungen verhängt, insbesondere für Nicht-US-Bürger, die quasi gar nicht mehr einreisen durften. Das hatte in Südafrika für heftige Kritik gesorgt. Mittlerweile ist Omikron auch in den USA die dominierende Variante.

In Deutschland gilt Südafrika mit seinen benachbarten Ländern weiterhin als „Virusvariantengebiet“, die höchste Gefahrenstufe. Einreisende brauchen neuerdings einen negativen PCR-Test, Fluggesellschaften dürfen zudem im Wesentlichen nur Deutsche befördern, und die müssen nach der Ankunft in 14-tägige Quarantäne, aktuell auch wenn sie geimpft oder genesen sind.

Derweil vermeldet das Robert-Koch-Institut (RKI) am frühen Samstagmorgen vorläufig 22.214 Corona-Neuinfektionen. Das waren 48 Prozent oder 20.599 Fälle weniger als am Samstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 265,8 auf heute 242,9 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Die Welle scheint sich also auch hier zumindest zwischendurch etwas abzuflachen. Aber spätestens im Januar, wenn die Infrastruktur auf Grund politischer Fehler endgültig zusammenbricht, sind auch die gewünschten Inzidenzzahlen wieder da. Zu irgendetwas muss ja die Omikron-Vartiante gut sein.

Dieses Virus hat wahrlich das Böse, was über 70 Jahre lang tief vergraben war, in einigen Deutschen wieder erweckt:

Der Städte- und Gemeindebund hat die Corona-Strategie von Bund und Ländern scharf kritisiert. „Es wird nach wie vor viel zu sehr auf Sicht gefahren“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). „Alle wissen, dass die neue Omikron-Welle kommt.“

Deshalb seien langfristige Planungen unverzichtbar. „Auch die Akzeptanz in der Bevölkerung würde steigen, wenn nicht immer nur von einer Bund-Länder-Konferenz zur nächsten entschieden würde.“ Landsberg forderte den Bundestag auf, erneut die epidemische Lage von nationaler Tragweite festzustellen.

„Niemand wünscht sich einen Lockdown, er kann aber je nach Entwicklung des Infektionsgeschehens rasch notwendig werden“, sagte er. „Deswegen muss die Politik sich diese Handlungsoption offenhalten, um dann sehr schnell reagieren zu können.“ Zugleich rief der Hauptgeschäftsführer dazu auf, eine mögliche allgemeine Impfpflicht vorzubereiten.

Diese könne nur effizient funktionieren, wenn es ein bundeseinheitliches Impfregister gebe. „Andere Länder, wie zum Beispiel Österreich, Schweden oder Dänemark, verfügen über ein solches System. Also müssten jetzt die konkreten Vorbereitungen beginnen“, forderte Landsberg.

„Schnell zu klären ist, wie man ein solches Register digital, unbürokratisch und datenschutzkonform einrichten könnte.“ Ebenso müssten jetzt die Impfungen mit einem angepassten Omikron-Impfstoff vorbereitet werden. Dazu gehöre auch die Entscheidung, ob bestimmte Bevölkerungsgruppen – ältere Menschen oder besonders gefährdete Personen – priorisiert mit dem neuen Impfstoff geimpft werden sollen.

Epidemische Lage für immer, ein Impfregister zur totalen Überwachung und Impfungen in immer kürzerten Abständen. Hoffentlich geht der Wunschtraum der faschistoiden Gesundheitsfanatiker nicht auf. (Mit Material von dts)

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