Nicole Höchst MdB; Bild: Nicole Höchst
Nicole Höchst (MdB) vom AfD-Landesverband Rheinland-Pfalz

Höchst brisant: Der narzisstische Missbrauchsstaat im Widerstreit

Die Menschenseele strebt zu Gott, Frieden, Freiheit, Licht, Liebe und Gesundung / von Nicole Höchst

Was ist Narzissmus? Landläufig versteht man darunter eine überbordende Selbstverliebtheit, die für Beziehungen und Umfeld oft toxisch ist. Narzisstische Persönlichkeitstypen prägen seit Jahren die politische Landschaft in Deutschland. So nimmt es nicht wunder, dass in führenden politischen Positionen oftmals beispiellose Narzissten sitzen. Im Bannkreis von Narzissten bestimmen Manipulation, emotionale Erpressung, Kontrolle und so vieles mehr unweigerlich früher oder später unseren Alltag.

Und dies ist exakt das, was wir im Fahrwasser der Klimarettung, der Flüchtlingshelfer, der Antifaschisten und nun auch der Coronajünger erleben. Doch wer ist hinter diesen ganzen Gruppierungen der eigentliche Profiteur? Natürlich unser sonnengöttlicher, „zeitgeistlicher“ Staat. Dieser wurde seit mindestens 16 Jahren schleichend umgebaut und wird nun zunehmend nicht mehr als Abstraktum, sondern personifiziert wahrgenommen. Er ist quasi ein Agens mit eigener Persönlichkeit und Hang zum Missbrauch, das zunehmend narzisstisch-gekränkt auf Kritik und Unabhängigkeitswünsche reagiert – und zwar mit noch mehr Staatsgewalt und noch mehr Kontrolle.

Da wäre zunächst der Autoritätsanspruch und die Allmachtsfantasien zu nennen. Der Staat kann alles besser – Kindererziehung, Zukunftsplanung, Wirtschaft, Kunst, Gesellschaft, Schutz der Wahrheit und vieles mehr. Und am allerbesten kann der Staat Chimären bekämpfen, die er selbst herbeifabuliert: Zum Beispiel im mit über einer Milliarde Steuergeldern vergoldeten „Kampf gegen rechts“. Dafür gibt der narzisstische Hegemonon Staat die ihm anvertrauten Mittel aus und sichert sich zugleich selbst seine ständige und unangefochtene Allmacht – durch die Herrschaft über Begriffe, Definitionen und Kriterien für Polizeistatistiken, Gesetze, Verordnungen und Verfügungen.

Das Kinderrecht auf jeden bunten Hirnfurz

So ist zum Beispiel geplant, die „Kinderrechte“ ins Grundgesetz schreiben zu lassen. Es handelt sich dabei um eine fiese Finte – denn selbstverständlich waren und sind Kinder immer schon Grundrechteträger. Wozu also die Änderung im GG? Sie soll dem Staat die Vormachtstellung gegenüber den Eltern im Bezug auf das Kindswohl sichern. Kinder haben fortan dann das „Recht“ auf jeden bunten Hirnfurz, die die jeweilige Regierung lässt. So zum Beispiel die Coronaimpfung (oder was die Regierung dereinst noch an „geilem Scheiß“ zum Spritzen vorhält) – oder auch das „Recht“ auf Frühsexualisierung inklusive Verunsicherung im Bezug auf ihre Geschlechtsidentität. Und: Sie haben zukünftig dann auch das „Recht“, nicht bei Eltern aufzuwachsen, deren Gesinnung dem zeitgeistlichen Staat nicht passt. Usw., usf..

Auch Angela Merkel diente diesem Allmachtsstaat, der erst unter in ihrer Kanzlerschaft das Licht der Welt erblickte. Zum „Schutze unserer unserer Demokratie“ musste die Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen „rückgängig gemacht“ (und die Demokratie damit in Wahrheit beschädigt) werden, um so eine narzisstische Kränkung auszumerzen, die der zeitgeistliche Staat erlitten hatte. Um sich makellos zu halten, musste er sich selbst beschädigen. Ein Widerspruch in sich, sollte man meinen –  nur nicht in unserer Dystopie, die als „beste Republik aller Zeiten“ bzw. „demokratischste Demokratie aller Zeiten“ kommuniziert wird.

Unser Staat – und mit ihm die handelnden Akteure – sind so narzisstisch, dass die Giftigkeit ihres Handelns bis in die elementarsten Beziehungseinheiten hinab wirkt. Partnerschaften, Familien, Traditionen, Werte, Kultur, biologische, medizinische und naturwissenschaftliche Fakten werden in einem toxischen Säurestrom der staatlichen Wahrheit und der politischen Korrektheit aufgelöst. Jeder Bürger steht alleine auf seiner kleinen Insel inmitten dieses reißenden Stroms, kann keinen Meter nach rechts oder links mehr treten, kann sich nicht setzen oder im Schlaf Ruhe finden – aus schierer Angst, von diesem wabernden, stinkenden Strom mitgerissen und in ihm aufgelöst zu werden. Und dann kommt der Staat – und leistet in seiner unendlichen Gnade Hilfe, indem er eine Brücke zu den Inseln baut, auf denen die stehen, die die staatliche Wahrheit endlich als ihre angenommen haben. Sie stützen sich gegenseitig und kicken all jene Elemente in den ätzenden Abgrund, die ihnen nicht genehm sind. Wer dabei sein will, darf nicht kritisieren oder zweifeln und muss jede neue Geißel des Narzissten mit Wonne empfangen und ihm Hosianna singen.

Übergroßer Hang zur Selbstdarstellung

Die narzisstische Persönlichkeitsstruktur des Staatssubjekts, des „staatlichen Zeitgeists“, zieht sich vom Bund über die Länder bis in die Städte und Kommunen, ja sogar bis in die Schulen: Überall erkennt man den übergroßen Hang zur Selbstdarstellung. „Stadt (respektive Schule) für Toleranz und gegen Rassismus”, Stadt als „Sicherer Hafen”, „Stadt ruft Klimanotstand aus” und so fort. Nicht mehr wer Wissen und Erkenntnis mehrt, sondern wer Phrasen drischt und posiert, wird belobigt. Und wer sich gegen die leeren Worthülsen dieser Symbolpolitik wehrt, der wird mit „Wir schaffen das” nicht unter 4 Jahren bestraft!

Die Herrschenden zeigen zudem ein immer ausbeuterischeres Verhalten: Nicht umsonst sind wir Vizeweltmeister bei Steuern, Abgaben und nationalmasochistischen Auswüchsen wie den Strompreisen und der CO2-Bepreisung. Einem solchen Staat und seinen Politikern fehlt es an Empathie: Die Gefühle und Bedürfnisse der Bürger werden nicht gesehen. Man erhebt die Forderungen einer bunten winzigen Minderheit zur herrschenden Doktrin über die Mehrheit und benimmt sich arrogant und überheblich. Leider erweist sich die Beziehung des Bürgers zum Staat zunehmend als narzisstisch und toxisch. Immer mehr Menschen leiden in dieser Beziehung und geraten in den Kreislauf des emotionalen Missbrauchs: Manipulation, emotionale Erpressung, Kontrolle und so vieles mehr bestimmen bereits jetzt unseren Alltag. Wie konnten wir überhaupt in diese Situation geraten? Und wie kommen wir da wieder raus? Hierzu müssen wir zunächst die Erkenntnis schaffen: was sich wie Missbrauch anfühlt, ist auch welcher!

Ich möchte niemandem der uns schon länger Regierenden unterstellen, hartkodierte Traumata schaffen zu wollen, um die Missbrauchsgeschichte fortzuschreiben und das Regieren zu erleichtern. Traumata werden vererbt, und bis zu einem gewissen Grad ist jeder von uns Opfer seiner Gene. Fest steht, dass der Dauerstress der nuklearen Kernspaltung unserer Gesellschaft nicht ohne Folgen bleiben wird. Vermutlich wird unsere Gesellschaft viele Generationen von Psychologen, Psychiatern und Psychotherapeuten usw. verschleißen, um sich von diesen Störungen zu befreien. Und viele wollen wohl auch gar nicht von Spaltung, Angst und Stress lassen; schließlich ist das ihr gewohntes, toxisches All-Inklusive-Biotop. Man fühlt sich gut im Schlechten, nistet sich bequem ein in Hass, Hetze und Angst. So und nicht anders ist man es eben gewohnt.

Teil des Missbrauchskollektivs

Und schließlich darf das Opfer ja auch Täter werden! Also ist ein bisschen Narzissmuss auch für die konditionierten, hartkodierten Untertanen erlaubt. Es fühlt sich vermutlich einfach unbeschreiblich, nahezu orgiastisch an, wenn man sich als Teil des Missbrauchskollektivs endlich selbst endlich groß tun kann –  zum Beispiel bei den staatlich gewollten Manifestationen „Regenbogen Pride„, FFF, BLM, beim Boostern, beim Abtreiben fürs Klima, bei „MeToo” oder „Wir sind mehr” usw. Dieses ständige Virtue Signaling, die Nabelschau, des Aussendens von „Schaut, wie geil ich bin, schaut, wie sehr ich für Flüchtlinge, Selbstabschaffung usw. posiere. Bin ich nicht toll?” sind nichts Anderes als der Schrei des ungeliebten Kindes nach ein bisschen Liebe auf der Insel des toxisch staatlich Beglückten. Und weil der Mensch zum Wettbewerb neigt, muss er auch im Wahn immer Andere noch überbieten. Dies erklärt sicher zumindest die Tatsache, dass der Kampf gegen den Faschismus immer theatralischer und ostentativer stattfindet, je länger Hitlerdeutschland passé ist.

Warum bloß erinnert mich all dies an eine Sekte (im Sinne der im alltäglichen Sprachgebrauch darunter verstandenen Gruppen kollektiven Wahnsinns, mit bizarren, religiösen und teils gefährlichen Ansichten)? Je länger ich darauf herumdenke, was aus unserem Rechtsstaat, unserer Demokratie, unserer Gewaltenteilung und einstigen Experten der Regierungsberatergremien (z.B. der Ethikkommission) geworden oder gerade am Werden ist, um so mehr fühle ich mich, völlig frei assoziierend, stramm an Scientology erinnert.

Im bayrischen Verfassungsschutzbericht heißt es zur Scientology-Organisation (SO) etwa: „(…)Ethik bedeutet im herkömmlichen Verständnis eine positiv prägende Sittenlehre. Nach Hubbard dagegen ist Ethik gleichbedeutend mit totalem Gehorsam und Unterdrückung. Hubbards Ethik-Begriff ist einem strengen ‚Schwarz-Weiß-Denken‘ verpflichtet. ‚Gut‘ ist nur, was der SO und ihrer Verbreitung nützt; ’schlecht‘, ‚böse‘ oder ‚unethisch‘ ist, was der Ausbreitung der Organisation im Wege steht. Diese Ideologie zieht sich durch das gesamte Organisationsgeflecht der SO. Ständig müssen die ‚Guten‘ von den ‚Bösen‘ unterschieden, die angeblich ‚Schlechten‘ aufgespürt, enttarnt, bekämpft und ausgeschaltet werden…Zur Durchsetzung ihrer Ethik verfügt die SO über zahlreiche Vorschriften, die Ethik-Richtlinien. Ihre präzise Befolgung wird in der SO durch Androhung und Vollzug harter Sanktionsmaßnahmen erzwungen. Für die Überwachung sind Ethik-Offiziere der Ethik-Abteilung, ein Ethik-Gericht und ein Komitee der Beweisaufnahme verantwortlich. (…) Die Ethik-Richtlinien fördern auch das Denunziantentum. Jeder Scientologe soll regelmäßig Wissensberichte abliefern, wenn er von einem Verhalten eines anderen Scientologen erfährt, das aus Sicht der SO ‚unethisch‘ ist. Die SO strebt damit eine weitestgehende Kontrolle über ihre Mitglieder an…”.

Fragile Zeiten des Umbruchs

Wer hier Parallelen zu unserem narzisstischen Staat, zu den sektiererischen NGOs, den „Regierungsfakten“, den Wahrheitsclearingstellen wie „Correktiv” oder „Faktenfinder”, zu den Meldemöglichkeiten unliebsamer Posts, zum Löschen von allzu reichweitenstarken kritischen Youtube-Kanälen usw. findet, der kann sie behalten. Was geht eigentlich ab in diesem Land? Wer dazu Antworten liefert, ist natürlich Verschwörungstheoretiker.

Niemand anderes als die Herrschenden schreiben die Geschichte. Das war schon immer so. Und damit niemand diese elementaren Fragen in den fragilen Zeiten des Umbruchs stellt, bekommt die Gesellschaft die für sie relevanten Fragen aufgezwungen. „Was bin ich, wer bin ich und wieviele?” Das ist die elementare Frage, auf die unsere Inselgesellschaft zurückgeworfen wird. 4.000 Geschlechter, woke, bunt, hysterisch, antifaschistisch, steril, und vor allem „#mehr”? Sind all diese Auswüchse also Teil des Missbrauchssystems? Durchaus; bloß wurden wir Menschen dazu allerdings nicht geschaffen. Wir fühlen uns schlecht, wenn wir andere schlecht behandeln, wie leiden, wenn wir selbst mißbraucht werden.

Und der Leidensdruck im Kessel steigt. Weltliche Erlösung ist nicht in Sicht. Wer in den Zeiten des großem Wandels sein ganzes Gewicht in die Waagschale werfen und nicht zulassen will, dass das Pendel noch stärker einem übermächtigen Staat ausschlägt, der seine Bürger wie unmündige Untertanen behandelt: Der hofft und betet und wappnet sich mit viel frischer Luft. Frische Luft ist gut für das Immunsystem. Bewegung an der frischen Luft wirkt positiv auf Körper und Geist. Man begegnet an der frischen Luft sogar Gleichgesinnten.

Es wird höchste Zeit, diesen verhängnisvollen Bann des Leids zu durchbrechen. Es wird Zeit, sich endlich wieder glücklich, gesund, zufrieden und selbstbewusst fühlen zu können. Das haben wir verdient. Einen solchen Schritt zu vollziehen, ist keine glückliche Fügung oder von außen gewährtes Privileg. Es ist eine Willensentscheidung. Und ich denke, beinahe jeder kennt das befreiende Gefühl einer einmal getroffenen Gewissensentscheidung, die uns aus der toxischen Dunkelheit ins warme Licht der Erkenntnis führt.

Wir sehen uns auf der Straße!

Wir müssen nicht bis in alle Ewigkeiten die uns vom Staat gewiesenen Brücken zu den Insel des Zwangs, zur „Solidarität“ in Konformität, zur Weitergabe narzisstischen Missbrauchs beschreiten. Wir können, um in diesem Bild zu bleiben, stattdessen auch Brücken wählen, die uns von unseren einsamen Inseln hin zum sicheren Festland führen. Brücken, die uns von menschenfreundlichen, selbstlosen Wesen gebaut wurden. Sie führen uns zurück zu einem freiheitlichen und demokratischen Gemeinwesen, in dem tatsächlich die Bürger Verantwortung tragen und selbstbestimmt und angstfrei leben können. Das Simulacrum eines solchen muss auf der Insel der schreienden, ängstlichen, geknechteten und missbrauchten Seelen bleiben.

Derweil reichen wir uns die Hände, erkennen unsere leuchtende Seele im Lächeln des Gegenübers, umarmen uns nach Herzenslust, feiern unsere Feste, halten treu unsere Werte hoch und leben unsere Traditionen. Gemeinschaft in Freiheit, Freiwilligkeit und Menschlichkeit wird wieder großgeschrieben. Wäre das nicht schön? Das alles können wir wieder haben. Wir haben es in der Hand. Wenn wir zusammenstehen.

Es bedarf allerdings einiger Klarstellungen: Du bist okay, ich bin okay. Aber ich werde die staatlich angeordnete narzisstische, toxische Missbrauchsinsel der Knechtschaft nicht betreten. Geh du dahin, wenn du meinst, das ist richtig. Verlange aber niemals von mir, dass ich dich dorthin begleite. Ich werde dort sein, wo frische Luft ist, wo der demokratische Freiheitswillen sich friedlich Bahn bricht. Wo Nächstenliebe, Zusammenhalt und Lebensfreude die Fesseln von Angst und Spaltung durchbrechen. Nie wieder Diktatur. Nie wieder. Keine rechte, keine linke und auch keine in des „Kaisers neuen Kleidern“ des Gesundheits- oder Klimaschutzes.

Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir sehen uns fried-, freiheits- sowie demokratie- und nächstenliebend auf der Straße!

 

 

Zur Person:

Nicole Höchst, Jahrgang 1970, ist AfD-Bundestagsabgeordnete aus Rheinland-Pfalz. Sie trat 2015 in die AfD ein und zog 2017 über die Landesliste Rheinland-Pfalz für den Wahlkreis 201 (Bad Kreuznach) in den 19. deutschen Bundestag ein. Dort ist sie unter anderem als Obfrau der Enquete-Kommission für Berufliche Bildung, als Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie im Unterausschuss für Bürgerliches Engagement tätig. Bis 2012 unterrichtete sie als Studienrätin am Staatlichen Speyer-Kolleg, anschließend war sie bis Oktober 2017 Referentin am Pädagogischen Landesinstitut (vormals IFB). Höchst war 2015 Mitglied der AfD-Bundesprogrammkommission und ist Schatzmeisterin des AfD-Kreisverbands Speyer. Sie ist katholisch, hat vier Kinder und lebt mit ihrer Familie in Speyer, wo sie auch Stadträtin ist.

Auf jouwatch veröffentlicht Nicole Höchst alle 14 Tage die kritische Kolumne „Höchst brisant“ zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen. Unter demselben Titel veröffentlicht sie in unregelmäßigen Abständen Videobeiträge auf ihrem YouTube-Kanal.

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