Kommunistische Druckjagd: Klingbeil sorgt sich um Abgrenzung zwischen CDU und AfD

Foto: Lars Klingbeil (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Der CDU geht es zur Zeit genauso, wie all denen, die sich ständig gegenüber die „wirklich Rechten“ distanzieren. Sie fallen auf die billigen, weil leicht durchschaubaren, aber dennoch erfolgreichen Versuche der Linken herein, den politischen Gegner mit der Spaltaxt in Einzelteile zu zerlegen. Friedrich Merz ist so ein Trottel, der ernsthaft glaubt, wenn er die AfD als Pest behandelt, würde er Zutritt fürs linke Lager erhalten.

Das es nicht so sein wird, zeigt gerade mal wieder Lars Klingbeil. Der SPD-Chef hat die Abgrenzung der CDU von der AfD sowie die Aufarbeitung der Polit-Affären einzelner Christdemokraten als zentrale Herausforderungen für seinen künftigen Amtskollegen Friedrich Merz bezeichnet. „Die größte Aufgabe, die Friedrich Merz jetzt hat, ist die Union hart von der AfD abzugrenzen. Daran, ob er das hinbekommt, muss er sich messen lassen“, sagte Klingbeil dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Sonntagausgaben).

2021 sei das der CDU nicht gelungen. „Sie hat die Tür zur AfD sehr weit aufgestoßen. Ein Beleg dafür war die Direktkandidatur von Hans-Georg Maaßen für die CDU in Thüringen.“

Merz müsse die „Lockerungsübungen“ seiner Partei zur AfD unterbinden. „Und dann gibt es da noch die Aufarbeitung der Masken- und der Aserbaidschan-Affären in der Union. Auch da ist bisher wenig geschehen.“

Merz habe drei Anläufe gemacht, um CDU-Chef zu werden. In den vergangenen Wochen sei er sehr gemäßigt aufgetreten. „Ich bin gespannt, welchen Friedrich Merz wir jetzt als Parteivorsitzenden erleben werden. Er steht vor riesigen Aufgaben.“ Er müsse die CDU als Oppositionspartei positionieren, was nach 16 Jahren Regierung eine große Herausforderung sei. Der SPD habe es in ihrer Partei-Krise einst sehr geholfen, dass sie in Regierungsverantwortung war.

Die Union müsse sich jetzt entscheiden, ob sie in eine Radikalopposition gehe oder sich verantwortungsvoll verhalte. Merz hat sich mehrfach für eine scharfe Abgrenzung seiner Partei von der AfD ausgesprochen und zuletzt im „Spiegel“-Interview kooperationswilligen Christdemokraten mit Parteiausschluss gedroht. Mit ihm werde es eine „Brandmauer zur AfD“ geben.

Merz hatte die CDU-Mitgliederbefragung zum neuen Parteivorsitzenden mit 62,1 Prozent für sich entschieden. Offiziell soll ihn ein digitaler Parteitag am 21./22. Januar zum Nachfolger von Armin Laschet wählen, dessen Ergebnis muss aber auch nochmal per Briefwahl bestätigt werden.

So treiben die Kommunisten die einst konservative CDU weiterhin vor sich her. Und die lässt sich treiben, weil es in ihren Reihen kaum noch jemanden gibt, der den Sozialisten die Stirn bieten kann. Auch Merz ist ein biegsamer Karrierist, eine Stroh- und Sprechpuppe. Auch mit ihm wird es mit der CDU weiterhin bergab gehen. (Mit Material von dts)