Intensivstation (Symbolbild: shutterstock.com/Von SGr)
Intensivstation (Symbolbild: shutterstock.com/Von SGr)

Während „Vierte-Welle“-Panik geschürt wird: Weitere 800 Intensivbetten weniger

Während der Corona-Panikmodus in Bayern, Sachsen und Thüringen vor einer Überlastung des Gesundheitssystems von politischen Akteuren auf einem hohen Corona-Niveau gehalten wird, wurden weitere 800 Intensivbetten abgebaut.

Die Entwicklung ist eindeutig: Die Anzahl Covid-19-Patienten ist stark rückläufig. In gleichem Maße nimmt auch die Zahl jener Covid-19 Patienten ab, die intensiv behandelt werden. Dementsprechend gilt: Die vierte „Welle“ erreichte ihren Höhepunkt, noch bevor verschärfte Maßnahmen eingeführt waren.

Das aller gleiche Bild zeigte sich bereits bei der „dritten Welle“: Auch damals wurde die sogenannte „Bundesnotbremse“ nach den Osterferien am 22. April 2021 beschlossen. Was die Auslastung der Spitäler anbelangt, war die Ausgangslage auch damals klar: Der Höhepunkt der „dritten Welle“ war schon vorher, nämlich bereits vor Ostern erreicht.

Bekannt ist: Seit dem 4. August 2020 bis dato wurden sage und schreibe 10.063 Intensivbetten stillgelegt. Dies entspricht 25 Prozent aller Intensivbetten. Trotzdem standen am 19. Dezember 2021 noch immer 11.023 freie Betten zur Verfügung; das sind rund 37 Prozent aller verfügbaren. 4621 der aktuell 19.112 Intensivbetten werden von Covid-Patienten belegt, also etwa ein Viertel.

Klar ist: Die „vierte Welle“ überlastet keine Intensivstationen. Dies bestätigen sowohl die Zahlen der Covid-19-Patienten sowie auch die der freien Intensivbetten. Ohne die Stilllegung von 10.063 Betten gäbe es derzeit sogar 21.086 freie Intensivbetten, stellt das Magazin Coronatransition fest.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die berechtigte Frage: Haben die Krankenhäuser aus wirtschaftlichen Gründen diese Betten und das dazugehörigen Pflegepersonal abgebaut, damit die Bilanzen stimmen und Überschüsse erwirtschaftet werden können?

Deutlich wird: Der behauptete Personalmangel auf den Intensivstationen wird durch die gesetzliche Änderung des Pflegeschlüssels verursacht. Und die «Stilllegung» sehr vieler Intensivbetten seit Oktober 2020 erfolgte vor allem aus betriebswirtschaftlichen Gründen. Dies, weil die Krankenhäuser hierdurch hohe staatliche Ausgleichszahlungen erhalten konnten.

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Die Daten verdeutlichen: Der Höhepunkt der «vierten Wellen» wurde längstens erreicht. Quelle: DIVI

Eine neue Auswertung der Bundesagentur für Arbeit (BA) für BILD verdeutlicht: Die Zahl der Intensivpfleger sank von Januar 2020 bis Juni 2021 um nur 0,1  Prozent auf 106’494 Beschäftigte. Sie blieb also stabil. Die Zahl der höher qualifizierten Intensivpfleger stieg sogar um 3,3 Prozent auf 24’999 Beschäftigte, die der anderen Pflegekräfte stieg um 3,4  Prozent auf 831’714.

Das Magazin stellt weiter fest: Weder die Bundesregierung noch die Landesregierungen haben dafür gesorgt, dass die Zahl der Intensivbetten und -pflegekräfte erhöht werden. Stattdessen wird eine umfangreiche Stilllegung hingenommen. Selbst jetzt werden trotz einer «vierten Welle» weiterhin Betten abgebaut, wie ein Vergleich der Zahlen zwischen dem 1. Oktober 2021 und dem 19. Dezemember 2021 zeigt.

Seit dem 1. Oktober 2021 waren es weitere 2607, davon 783 allein in Bayern, Sachsen und Thüringen und dies, obwohl dort die Politik am lautesten vor einer drohenden Überlastung der Intensivstationen warnt. Fest steht deshalb auch: Wenn es zu einer Überlastung in den erwähnten Bundesländern kommen sollte, dann wäre diese hausgemacht.

Der ganze Irrsinn zeigt sich, wenn man den Betrachtungszeitraum verlängert: Seit dem 4. August 2020 wurden in diesen drei Bundesländern nun 2801 Intensivbetten stillgelegt; das macht 30,4 Prozent aller noch im August 2020 in diesen Bundesländern verfügbaren Betten aus. Die hierfür verantwortlichen Politiker nehmen nach Feststellung des Autors Sören Nyländer beim Magazin Coronatransition diese „Pandemie“ offensichtlich nicht besonders ernst. Oder wie anders soll man diesen radikalen Abbau der Kapazitäten verstehen?

(SB)

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