Wiesenthal Center: Deutsche Welle „Antisemiten des Jahres“

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Das Simon Wiesenthal Center warnt vor dem wachsenden Antisemitismus in Deutschland und setzt das ganze Land auf Platz 7 der „schlimmsten Antisemiten“ weltweit. Im Fokus stehen dabei nicht etwa „Rechte“, sondern die Öffentlich-Rechtlichen und ein »Antisemitismusbeauftragter« der Grünen Regierung in Baden-Württemberg.

„In Deutschland wurde eine neue Regierung eingesetzt, die das Ende der Ära Angela Merkel markiert“, so das Wiesenthal Center in Los Angeles. Trotz Merkels „vielen Erfolgen“ als Kanzlerin habe Deutschland es versäumt, „antisemitische Angriffe von rechtsextremen, Islamisten und die Dämonisierung Israels von der Linken einzudämmen.“ Ihre Regierung habe die Holocaustleugnung des Ayatollah-Regimes und die häufigen Aufrufe des Regimes, den jüdischen Staat zu zerstören, selten angeprangert.

In Deutschland explodiere unter der aktuellen Regierung der Antisemitismus, beklagt das Wiesenthal Center. „Im Juni bestätigte die Bundesregierung eine überwältigende Zahl antisemitischer Hassverbrechen im Jahr 2020 – 2.275, davon mindestens 55 mit Gewalt. Im Jahr 2020 wurden in Berlin mehr als 1.000 antisemitische Vorfälle registriert, ein Anstieg von fast 20 % gegenüber dem Vorjahr. Samuel Salzborn, Antisemitismusbeauftragter des Landes Berlin, räumte ein: ‚Eines ist klar: Berlin hat ein Antisemitismusproblem‘“, so das Wiesenthal-Zentrum.

Der Antisemitismusbeauftragte der schwarz-grünen Landesregierung von Baden-Württemberg Michael Blume habe „offenbar vergessen, dass seine Aufgabe darin besteht, den Antisemitismus zu bekämpfen,“ so das Wiesenthal Center. Blume habe Facebook-Posts „geliked“, in dem „Zionisten“ mit Nazis verglichen wurden, sowie antijüdische, antiisraelische und konspirative Twitter-Accounts „geliked“ und retweetet.

„Unerklärlicherweise haben der baden-württembergische Grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der CDU-Innenminister Thomas Strobl Blume erlaubt, sich weiterhin an diesen antisemitischen und antiisraelischen Aktivitäten in den sozialen Medien zu beteiligen“, so das Wiesenthal Center.

Der ausufernde Antisemitismus in Deutschland habe auch die „Deutsche Welle“ erreicht, so das Wiesenthal Center. Die Süddeutsche Zeitung habe einen Skandal um antijüdische und den Holocaust verharmlosende Kommentare von Mitgliedern des arabischen Dienstes der Deutschen Welle enthüllt. Ein Beitrag bezeichnete den Holocaust als „künstliches Produkt“ und fügte hinzu, dass Juden weiterhin „die Gehirne der Menschen durch Kunst, Medien und Musik“ kontrollieren würden. Ein anderer erklärte: „Jeder, der mit den Israelis zu tun hat, ist ein Kollaborateur und jeder Rekrut in den Reihen ihrer Armee ist ein Verräter und muss hingerichtet werden.“

„Die Deutsche Welle musste vier ihrer arabischen Servicemitarbeiter und einen Freelancer suspendieren, bis ein Ermittlungsverfahren unter der Leitung der ehemaligen deutschen Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger eingeleitet wurde“, so das Wiesenthal Center.