Wegen drohendem Zusammenbruch: Lauterbach will Quarantäne verkürzen

Urlaubsfoto 2021 (Foto: Von Gargonia/Shutterstock

Ein Gast der Diskothek „Joy“ in Schleswig-Holstein wurde mit Omikron infiziert – deshalb müssen nun über 800 Besucher für 14 Tage in Quarantäne. In der Disko galt zwar 2G, es durfte aber ohne Maske oder Abstand gefeiert werden.

Berlin – Jetzt, wo klar ist, dass die völlig überflüssigen und gesundheitsschädlichen Corona-Maßnahmen dazu führen, dass hier bald alles zusammenbricht, scheint das Virus nicht mehr ganz so gefährlich zu sein, wie ständig betont wurde. Oder wie dürfen wir die jüngsten Gedankenspiele des Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD) verstehen? Er prüft jetzt nämlich eine Verkürzung der Quarantäne bei Kontakt mit Infizierten. Das berichtet der „Spiegel“. Derzeit empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI) bei einer Ansteckung mit der Omikron-Variante, dass sich Infizierte und ihre Kontaktpersonen für 14 Tage isolieren beziehungsweise in Quarantäne begeben sollen.

Das schließt auch Geimpfte und Genesene ein. Hintergrund von Lauterbachs Überlegungen ist die Sorge, die sich rasch ausbreitende Omikron-Variante könne Teile der kritischen Infrastruktur lahmlegen, wenn zu viele Menschen nach Kontakt mit Infizierten für längere Zeit in Quarantäne müssen. Große Angst herrscht vor allem vor weiteren Personalengpässen im Gesundheitssystem.

Gefährdet sein könnten aber auch Polizei, Feuerwehr oder Teile der Wirtschaft. Auch der Corona-Expertenrat der Bundesregierung beschäftigt sich derzeit auf Bitten Lauterbachs mit einer Anpassung der Quarantänedauer, wie es in Regierungskreisen heißt. Man sei dabei, genügend wissenschaftliche Expertisen zu sammeln und Daten zur Omikron-Variante auszuwerten.

Die Empfehlungen des RKI gelten als Grundlage für die Arbeit in den Gesundheitsämtern der Kommunen. Auf „Spiegel“-Anfrage äußerte sich das RKI noch verhalten: „Wir können generell nicht spekulieren, ob, wann und in welche Richtung Empfehlungen verändert werden.“ Allerdings werden die Vorgaben regelmäßig überarbeitet.

Unterdessen wurde bekannt, dass Spanien genau diesen Schritt gegangen und die Quarantänedauer verkürzt hat – von zehn auf sieben Tage.

Also entweder dieses Virus, insbesondere die neue Variante ist tödlich, oder eben nicht. Wurden wir die ganze Zeit belogen? Hat man sich verschätzt, oder ging es die ganze Zeit nur darum, die Leute an die Nadel zu bringen? Fragen, dessen Antworten bei vielen bereits auf der Zunge liegen.

In der Debatte um neue Quarantäne-Regeln für positiv auf das Coronavirus getestete Personen und ihre Kontaktpersonen bringt jetzt auch der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) eine Befreiung zumindest für dreifach Geimpfte ins Spiel. „Wir müssen jetzt die Weichen stellen, um gut vorbereitet zu sein – auch und gerade mit Blick auf die kritische Infrastruktur“, sagte er dem Nachrichtenportal Watson. „Wenn sich viele Menschen anstecken und in Quarantäne müssen, besteht die Gefahr, dass wir Probleme bei der Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur bekommen.“

Er hält es daher für wichtig, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) zeitnah Vorschläge zur Quarantäne bei Omikron mache. „Denkbar wäre aus meiner Sicht beispielsweise eine Befreiung von der Quarantäne für geboosterte Kontaktpersonen.“

Da sich aber auch geboosterte Personen anstecken können, geht es also wieder mal nur darum, den Ungeimpften (also allen Ungeboosterten) weiterhin das Leben zur Hölle zu machen. (Mit Material von dts)