Fauci Leaks: Neue E-Mails belasten US-Coronapapst schwer

Fauci am Dienstag vor dem US-Kongress (Screenshot YouTube)

US-Republikaner im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses haben mehrere E-Mails veröffentlicht, die darauf hindeuten, dass »US-Coronapapst« Dr. Anthony Fauci scheinbar gewusst hat, dass SARS-Cov2 aus einem Labor stammt und möglicherweise »absichtlich genetisch manipuliert« wurde.

»Wir fordern hiermit ein transkribiertes Interview von Dr. Anthony Fauci, Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID),« schreiben die Abgeordneten James Comer und Jim Jordan an den US-Gesundheitsminister Xavier Becerra. Im Anhang veröffentlichten die Abgeordneten E-Mails, die »zeigen, dass Dr. Fauci gewarnt wurde:

(1) dass COVID-19 möglicherweise aus dem Wuhan Institute Virology (WIV) stammt und

(2) die Möglichkeit besteht, dass das Virus absichtlich genetisch manipuliert wurde.«

Die Abgeordneten verlangten zu wissen, ob Fauci diese Informationen an die Regierung weitergeleitet hat, und »ob diese Informationen die Reaktion der USA auf die Pandemie geändert hätten.«

 

In dem Brief heißt es weiter, dass Fauci – der dies mehrfach ausdrücklich geleugnet hat – sich am 27.1.2020 der monetären Beziehung zwischen NIAID, dem NIH, der EcoHealth Alliance und dem Wuhan-Labor bewusst war. Fauci habe auch gewusst, dass EcoHealth und NIAID zusammengearbeitet haben, um »das damalige Moratorium für Funktionsgewinn-Forschung zu umgehen.«

»Dies ermöglichte es EcoHealth, mit wenig Aufsicht gefährliche Experimente mit neuartigen Fledermaus-Coronaviren durchzuführen, die sonst durch das Moratorium blockiert worden wären«, heißt es in dem Brief weiter. Fauci habe im Januar 2020 auch gewusst, dass EcoHealth die Einreichung eines jährlichen Fortschrittsberichts an NIAID versäumt habe, »vermutlich um ein Funktionsgewinn-Experiment zu verbergen, das an infektiösen und potenziell tödlichen Fledermaus-Coronaviren durchgeführt wurde«.

Am 31.1.2020 schrieb Virologe Dr. Kristian Andersen vom Scripps Institute eine E-Mail an Dr. Fauci und äußerte seine Sorge darüber, dass es Anzeichen gebe, dass das SARS-CoV-2 Virus im Labor hergestellt wurde: »Man muss ganz genau hinsehen, um zu merken, dass manche Eigenschaften (möglicherweise) konstruiert aussehen.«

Am 1.2.2020, am Tag nach der E-Mail von Dr. Kristian Andersen, organisierte Fauci eine Konferenzschaltung u.a. mit Dr. Jeremy Farrar der britischen Wellcome Trust und Dr. Christian Drosten der Berliner Charité. Nach dieser Konferenz »begannen sozialen Medien, Gesundheitsbehörden und die Weltgesundheitsorganisation aktiv die öffentliche Diskussion eines möglichen Laborursprungs zu unterdrücken,« schreiben Jeff Carlson und Hans Mahncke auf Epoch Times.

Am 4.2.2020 schrieb Andersen eine E-Mail an Fauci, in der er seine Position vom 31.1. scheinbar um 180° gedreht hatte: »Ich frage mich, ob wir nicht der Frage der künstlichen Herstellung nicht fester entgegentreten müssen. Die verrückten Theorien, die jetzt kursieren, haben damit zu tun, dass das Virus absichtlich manipuliert wurde, und das ist demonstrativ nicht der Fall. Unter künstlicher Herstellung kann man viel verstehen. Dazu zählen Grundlagenforschung oder böse Absichten, aber beides ist belegbar nicht der Fall.«

Am 6.2.2020 begann Peter Daszak, einen Entwurf seines Briefs herumzureichen,  der zu »Solidarität« mit den Wissenschaftlern und Gesundheitsfachkräften in China« aufrief. In den ersten Fassungen soll laut Epoch Times als Mitunterzeichner auch Dr. Ralph Baric, der Ko-Forscher von Dr. Shi Zehnglin am Wuhan-Labor, geführt worden sein. Am 6.2. schrieb Daszak jedoch an Baric: »Nicht nötig, dass du diese Erklärung unterschreibst, Ralph!« Darauf antwortete Baric: »Das sehe ich auch so. Sonst könnte das als Eigennutz gesehen werden, und wir verlieren dadurch die Wirkung. Ralph.«

Am 19.2.2020 veröffentlichten Daszak, Drosten, und andere einen »offenen Brief« im führenden Medizinjournal The Lancet, der die Laborursprungshypothese ohne Beweise als »Verschwörungstheorie« brandmarkte.

Auf Nachfrage schien Dr. Christian Drosten bis heute keine Zweifel an dem Brief zu hegen, den er unterzeichnet habe, um seine »Solidarität mit diesen Wissenschaftlern zu dokumentieren«:

»Im Februar 2020 grassierten schwerwiegende Anschuldigungen gegen chinesische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Öffentlichkeit. Ihnen wurde unterstellt, sie würden aktiv dabei mitwirken, einen vermeintlich nicht-natürlichen Ursprung von COVID-19 zu verschleiern. Für diese schwerwiegende Anschuldigung gab es keinerlei valide Belege oder belastbare Anhaltspunkte.«

Über sein Verhältnis zu Dr. Peter Daszak von der EcoHealth Alliance, Dr. Ralph Baric der University of North Carolinaund Dr. Shi Zhenghli vom Wuhan Insitut für Virologie sagte Drosten, er sei »mit einzelnen Arbeiten … durch Lektüre der Fachliteratur vertraut« und stand mit ihnen »in der Vergangenheit auch vereinzelt im wissenschaftlichen Austausch, wie es in der Forschung üblich ist.«

Tatsächlich wird Drosten als Redakteur der Studie »Discovery of a Rich Gene Pool of Bat SARS-Related Corona Viruses« (»Entdeckung eines reichhaltigen Genpools SARS-verwandter Feldermaus-Coronaviren«) von Dr. Shi Zhengli, Dr. Ralph Baric und anderen 2017 in »Nature Medicine« geführt, in der beschrieben wird, wie Spikeproteine aus zwei Fledermaus-Coronaviren kombiniert werden, um einen neuartiges, auf den Menschen übertragbares SARS-Virus zu erschaffen.

Auf die Frage, welche Belege es gab, dass die Laborursprungstheorie eine »Verschwörungstheorie« sei, antwortete Drosten, es gebe »nach meinem Kenntnisstand keine belastbaren Informationen, die auf einen nicht-natürlichen Ursprung von COVID-19 schließen lassen.« Eine im Nachgang bemerkenswerte Aussage vom mutmaßlichen Redakteur einer der wichtigsten Studien zur Manipulation von Fledermaus-Coronaviren, um sie bei Menschen ansteckender zu machen.

Im October 2021 distanzierte sich der Lancet mit einem Artikel von Richard Ebright der Rutgers U. sowie 15 weiterer Autoren von Drosten, Daszak und Co., die einen »überwältigenden Konsens für einen natürlichen Ursprung des neuartigen Coronavirus behauptet haben.«

»Die Autoren brachten jede alternative Auslegung mit Verschwörungstheorien in Verbindung«, so Ebright und Kollegen. »Diese Erklärung behinderte die offene wissenschaftliche Debatte, auch unter Wissenschaftsjournalisten.«

Entgegen der Behauptung von Drosten und Kollegen gebe es »keinen direkten Beweis für einen natürlichen Ursprung von SARS-CoV-2, und ein Laborunfall scheint eine Möglichkeit zu sein. Es gibt bisher keine wissenschaftlich belegten Beweise für einen natürlichen Ursprung.«

 

Zuerst veröffentlicht auf Freie Welt.