Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: Die Spaziergänger und die beiden Provinzdoktoren (Teil 2)

Bad Windsheim – Im ersten Teil des „Absacker special“ ging es um den Leserbrief eines örtlichen Gynäkologen an das Lokalblättchen, die „Windsheimer Zeitung“, die ihren sogenannten Mantel von den „Nürnberger Nachrichten“ bezieht. Bezugnahme: Am 13. Januar 2021 hatte die „Windsheimer Zeitung“ von einem „Brandbrief der Spaziergänger“ an den Stadtrat berichtet. Die wiederum hatten in ihrem „Brandbrief“ die Spaltung der Stadtbewohner und die des gesamten Landes beklagt. In der westmittelfränkischen Kurstadt Bad Windsheim (ca.12.200 Einwohner mit allen Eingemeindungen, im Stadtkern etwa 7.000) finden seit einiger Zeit Montagsspaziergänge statt, deren Teilnehmerzahl von Woche zu Woche steigt. Zuletzt lag sie bei etwa 250 Personen. Die örtlichen Honoratioren, darunter zwei Ärzte, die seit Jahrzehnten im Ort praktizieren, scheinen etwas irritiert zu sein. Im zweiten Teil meines „Absacker Special“ geht es nun um den Leserbrief des ortsansässigen Orthopäden an die „Windsheimer Zeitung“. Auch sein Leserbrief spottet jeder Beschreibung, so, wie schon der Leserbrief des Gynäkologen.

Die Relevanz dieses „Absackers“ ergibt sich aus der naheliegenden Vermutung, daß sich die Art und Weise, in welcher das „Spaziergangsproblem“ in der westmittelfränkischen Kurstadt auf lokaler Ebene „diskutiert“ wird, auf viele andere Städte in Deutschland übertragen läßt. Es haben mich inzwischen etliche Zuschriften erreicht, die diese Vermutung bestätigen. Überall scheinen in den Lokalzeitungen vornehmlich die Kritiker dieser Spaziergänge zu Wort zu kommen. Durch die Bank beweisen diese Kritiker, daß sie ihr vermeintliches Wissen aus dem Medien-Mainstream und regierungsamtlichen Verlautbarungen beziehen. Ausgerechnet daraus resultiert dann eine vor Selbstgerechtigkeit stinkende, „hochmoralische“ Haltung, die mit den tatsächlichen Fakten absolut nichts zu tun hat, was wiederum ein sehr grundsätzliches deutsches Problem darstellt. Hierzulande hat die „richtige“, weil besonders „menschliche“ Haltung jedes objektive Faktenwissen irrtümlicherweise „gleichwertig“ ersetzt. Wer gut fühlt, hat gut Recht. Wissensaneignung erläßlich. Man weiß schon etwas, weil man es „in den Nachrichten gesehen“ hat. Das ist schon beim „Normalbürger“ ärgerlich, aber wenn auch noch zwei angesehene Ärzte einer Kleinstadt dem Irrtum erlegen zu sein scheinen, daß ihre wohlbekannten Namen ausreichen sollten, um hier im Zusammenspiel mit der Redaktion einer Lokalzeitung das „Ende der Debatte durch Herzeigen von Kompetenz kraft Titel“ zu erreichen, dann ist endgültig Schluß mit lustig.

Bevor ich mich mit dem Leserbrief des Orthopäden zu einem Thema beschäftige, das eines für Virologen, Epidemiologen, Statistiker und Verfassungsrechtler zu sein hätte, eine Information von Prof. Dr. Kuhbandner von der Uni Regensburg. Es geht um die Statistiken zu Impftoten. Hallo „Windsheimer Zeitung“? – Es gibt Impftote! Gibt’s ja nicht, oder?

Prof. Dr. Kuhbandner

Prof. Kuhbandner ist eine merkwürdige Korrelation aufgefallen, zunächst in veröffentlichten Daten aus England. Immer, wenn wieder eine neue Impfkampagne angelaufen war, erhöhte sich kurz danach die Mortalitätsrate ausgerechnet bei den ungeimpften 60/70/80-Jährigen auf das drei- bis vierfache des langjährigen Mittelwerts für den entsprechenden Zeitraum. Das hat er dann mit den Daten aus anderen Ländern verglichen, u.a. mit den entsprechenden Daten aus Deutschland, und stellte fest, daß diese Merkwürdigkeit überall auftrat.

Bislang einzige Erklärung für dieses merkwürdige Phänomen: Da frisch Geimpfte erst zwei Wochen nach ihrer Impfung mit dem Geimpftenstatus in den Statistiken geführt werden und bis zum Ablauf von 14 Tagen nach ihrer Impfung als „ungeimpft“ definiert sind -, sich fast alle diese merkwürdigen Todesfälle aber innerhalb dieser 14 Tage ereignen, ergibt sich in den Statistiken eine erschreckende Übersterblichkeit bei den Ungeimpften, obwohl es sich eigentlich um eine Übersterblichkeit bei den Geimpften handelt. Durch diese 14-Tageregelung in der Statistik läßt sich ein wahrer Sachverhalt also um 180 Grad drehen. Prof. Kuhbandner hat das für Deutschland einmal in absolute Zahlen umgerechnet und kommt dabei zu einem Ergebnis, das fassungslos macht. Wenn sich Prof. Kuhbandners Verdacht bestätigt – er bildet gerade eine internationale Expertenkommission dazu – , dann würden die Covid-Impfungen im Jahr 2021 ebenso viele Todesopfer gefordert haben wie im Jahr 2020 angeblich Covid selbst.

Wenn man nun weiß, daß die Zahl der „Covidtoten“ im Jahr 2020 jeden erfasste, bei dem zum Zeitpunkt seines Todes eine Coronainfektion festgestellt worden war, ungeachtet der Frage, ob diese Infektion ursächlich für seinen Tod gewesen ist (multipel Vorerkrankte z.B.), dann steht momentan der Verdacht wie ein Elefant im Raum, daß die mRNA-Gentherapien („Impfungen“) wesentlich mehr Leute killen, als Covid als Einzelursache. Überzogen dargestellt: Wer sich im Jahr 2020 mit dem Auto bei 180 Sachen an einem Alleebaum selbst entleibt hätte, wäre als Coronatoter gezählt worden, wenn bei einer Obduktion seiner Überreste festgestellt worden wäre, daß er mit Corona infiziert gewesen ist. Da hätte man genausogut behaupten können, er sei an einer Holzallergie verstorben. Die Datenbank „VigiAccess“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt bislang 3 Mio. gemeldeter Fälle von unerwünschten Nebenwirkungen der Impfung. Alle sind sie innerhalb eines einzigen Jahres zustandegekommen. Und das sind nur die gemeldeten Fälle. Die Dunkelziffer der nicht gemeldeten Fälle dürfte noch weitaus höher sein. In Deutschland z.B. gibt es für die ca. 20 Minuten Zeitaufwand, die eine solche Meldung in Anspruch nähme, keine Vergütung. Keine Vergütung, keine Motivation.

Der Leserbrief des Orthopäden zum „Brandbrief der Spaziergänger“

Der Orthopäde bezieht sich auf den Leserbrief eines anderen Lesers vom 15.Januar 2021. Vermutlich war es die Redaktion, die dem Leserbrief des Orthopäden eine Schlagzeile verpasste. Sie lautet: „Der Wissenschaft vertrauen„. Diese Schlagzeile ist schon so dämlich, daß denjenigen, der sie verfasst hat, die Gänse beißen. Es gibt nicht „die Wissenschaft“ als ultimative Entität. Es gibt Wissenschaftler, die sich in einem fortlaufenden Prozess der Erkenntnisgewinnung befinden – und währenddessen gibt es einen wissenschaftlichen Disput. Es gibt wohl kaum einen Wissenschaftsbereich, in dem es nicht konträre Ansichten von zwei gleichqualifizierten Wissenschaftlern zu den aktuellen Entwicklungen gäbe. Der Orthopäde zu den „Verwirrungen“ rund um Corona: „So ist es eben, wenn sich eine neue Krankheit weltweit ausbreitet. Eine Krankheit, die uns alle wie aus dem Nichts kalt erwischt hat.“ – Donnerlittchen. Schon diese Aussage ist in der Fachwelt, gelinde ausgedrückt, „umstritten“. Auffällig ist nämlich, daß dasselbe RKI, das die alarmierenden Zahlen zur „neuen Krankheit“ veröffentlicht, auch die Zahlen zu einer alten Krankheit veröffentlicht. Meldung des RKI für die Grippesaison 2017/2018: 334.000 laborbestätigte Influenzafälle. 60.000 Hospitalisierungen laborbestätigt. Laborbestätigte Todesfälle: 1.674. RKI-Schätzung der Zahl von Influenzatoten in der Grippesaison 2017/2018 in Deutschland: 25.100. Demgegenüber dann die Zahl der laborbestätigten Todesfälle für die Saison 2019/2020: 541. (vs.1.674 i.d. Saison 2017/2018). Auch die Vergleichszahlen aus anderen Jahren verführen fast schon zu der Behauptung, bei Covid handele es sich um eine Krankheit, die gut vor einer Grippeerkrankung schützt. Jedenfalls ist das so, wenn man sich auf das veröffentlichte Statistikmaterial beschränkt. Es ist also schon ziemlich verwegen, von einer „neuen Krankheit“ zu reden, die sich „weltweit“ verbreitet.

Der Orthopäde über das Zusammenspiel von „Wissenschaft“ und Politik: „Auch die Medizinwissenschaftler (wtf. „Medizinwissenschaftler“?) haben das neue Virus erst eingehend studieren, analysieren und bewerten müssen. Und nahezu täglich müssen sie sich auf neue Erkenntnisse einstellen. Diese neuen Fakten müssen neu bewertet werden und den Politikern neue Empfehlungen weitergegeben werden.“ Da stellt sich natürlich die Frage, welche „Medizinwissenschaftler“? In Deutschland sind das ganz bestimmte „Medizinwissenschaftler“. Und es wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, diejenigen der internationalen „Medizinwissenschaftler“ in der öffentlichen Wahrnehmungen verschwinden zu lassen, die zu ganz anderen Ergebnissen gekommen sind, als die „ganz bestimmten Medizinwissenschaftler“, die dann die Politiker mit ihren Empfehlungen gefüttert haben.

Es gibt ein Wissenschaftler-Bonmot, das wohl einen wahren Kern enthält. Es geht so: 97 Prozent aller Wissenschaftler finden genau das heraus, was die Finanziers ihrer Forschungsarbeiten gern bestätigt haben wollen. Die „bestimmten Medizinwissenschaftler“, die in Deutschland der Politik Empfehlungen geben, sind im wesentlichen immer dieselben zwei gewesen. Drosten von der Charité und Wieler vom RKI. Und Ei der Daus: Sowohl das RKI als auch die Charité werden großzügig vom größten privaten Einzelaktionär der international größten Pharmakonzerne gesponsert. Der sponsert außerdem auch noch die Medienlandschaft der westlichen Welt mit 320 Mio. Dollar.

Expertisen von international renommierten Wissenschaftlern wie Luc Montagnier (Nobelpreisträger, einer von zwei Entdeckern des HI-Virus), Prof. Christian Perronne (Ex-Vize der WHO, Leiter der Impfpolitik im frz. Gesundheitsministerium bis 2020 (!) ) oder Prof. John Ioannidis von der Stanford-University (meistzitierter Wissenschaftler weltweit) fanden überhaupt keinen Eingang in die „medizinwissenschaftlichen Empfehlungen an die Politik“ in Deutschland. Auch Prof. Bhakdi, Prof. Ulrike Kämmerer oder Dr. Wolfgang Wodarg, Letzterer immerhin als Europapolitiker für Fragen der Sicherheit, Medizin und Gesundheit zuständig gewesen und Initiator einer Untersuchung des Europarates zur Pandemie H1N1 2009/10, wurden kaltgestellt. Warum? Alle der hier Genannten warnen mehr oder minder eindringlich vor den Gefahren der mRNA-„Impfung“ – und keiner von ihnen ist minder qualifiziert als des Orthopäden „Medizinwissenschaftler“, die ihre Empfehlungen an die Politik geben. Und dann noch der Gesundheitsökonom Lauterbach, in Deutschland offensichtlich der einzige „Experte“, der für Talkshows zur Verfügung steht. Wo du auch hinschaust: Lauterbach sitzt schon im Studio. Lauterbach all day long, sozusagen. Die Ex-Frau von Lauterbach ist Epidemiologin, Lauterbach selber nicht. Sie heißt Angela Spelsberg und sagt: Mein Ex-Mann hat keine Ahnung, wovon er redet. Soviel also zur „Medizinwissenschaft“, ihren „neuen Erkenntnissen“ und den „Empfehlungen“, die sie dann an die Politiker weitergibt.

Unter denen wiederum gibt es dann welche, die sehr von den Empfehlungen der „Medizinwissenschaftler“ profitieren. In Bayern z.B. Andrea Tandler, die Tochter des ehemaligen CSU-Innenministers Gerold Tandler. Provisionen in Höhe von knapp 50 Mio. Euro für die Vermittlung von Maskendeals. Nüßlein und Konsorten. Ex-Gesundheitsminister Spahn, nebenher Pharmalobbyist, mit seiner Multimillionenvilla in Berlin, von der man sich sogar fragt, wie sie ein Minister mit seinem stattlichen Gehalt bezahlen kann usw.usf. Der Orthopäde: „Die Medizinwissenschaft empfiehlt den Politikern„. Was ist das? Bestenfalls naiv ist das.

Und dann die anderen Behauptungen des Orthopäden:

  1. Corona ist eine oft tödlich verlaufende Krankheit, zumindest für alte und gebrechliche Menschen. Auch junge Menschen können daran versterben.“ – Was ist „oft“? Die Wahrscheinlichkeit, eine Coronainfektion zu überleben, liegt beim statistischen Bundesbürger ungeachtet seines Alters und seiner Komborbidität bei etwa 99,8 Prozent. Ist das „oft“? Daß alte und gebrechliche Menschen, multipel Vorerkrankte usw. eine geringere Überlebenswahrscheinlichkeit haben, ist das natürlichste auf der Welt. Tatsache ist: Das durchschnittliche Sterbealter von „an oder mit Corona Verstorbenen“ liegt drei Jahre über dem statistischen Durchschnitts-Sterbealter der Gesamtbevölkerung. Daß junge Menschen „auch daran versterben“ können, ist wahr. Wahr ist allerdings auch, daß man das „daran“ vernachlässigen kann. Wahr ist, daß junge Menschen auch versterben können – und zwar an einer ganzen Armee von Ursachen. Gottlob tun sie es überwiegend nicht. Auch „daran“ nicht. Was will er denn begründen, der Orthopäde? Grundrechtsentzug für alle, damit niemand mehr stirbt, oder was? Was für eine absolute Gaga-Vorstellung über die Gesetzmäßigkeiten von Krankheit, Leben und Tod! Und das bei einem Mediziner mit Doktortitel, Orthopäde. Ist ja völlig unfassbar!

  2. Es gibt einige wirksame Strategien, sich vor schweren Verläufen von Corona zu schützen: Mund-Nase-Schutz, Meiden von größeren Menschenansammlungen, Impfungen“ – und das mag ja alles sein, wenn man von den mRNA-„Impfungen“ einmal absieht, von denen inzwischen feststeht, daß sie nicht nur keinen Schuß Pulver taugen, sondern regelrecht kontraindiziert wären angesichts ihrer enormen Gefährlichkeit. Aber bitte: Wer meint, daß er sich angesichts der statistischen Wahrscheinlichkeit, eine Coronainfektion tatsächlich zu überleben (99,8 Prozent), schützen muß, der soll zusehen, wie er das hinbekommt, anstatt alle anderen in Geiselhaft zu nehmen mit dem völlig abgehobenen Anspruch, die anderen seien es, die ihn vor einer Infektion zu bewahren hätten, indem sie auf ihre Grundrechte verzichten, und die anderen seien es, die seine persönliche Hysterie & Panik als „seine Freiheit“ zu interpretieren hätten. So nicht!

  3. Impfungen sind effektiv, allerdings haben die Ärzte erst jetzt gelernt, daß zwei Impfungen zu schwach sind, erst die dritte Impfung ist wirklich effektiv. Nur, erkranken kann man trotz Impfung immer noch, jedoch nur sehr schwach„. – und das ist ja nun die Irreführung im Quadrat. Die Inzidenzwerte der Bevölkerungen sind gerade da mit Abstand am höchsten, wo auch die Impfquoten die höchsten sind. Dabei ist über die Aussagekraft eines Inzidenzwerts hinsichtlich eines Infektionsgeschehens noch gar nichts gesagt. Der spiegelt nämlich kein Infektions- sondern ein Testgeschehen. Aber bitte: Wenn Inzidenz, dann eben Inzidenz. Die Wirksamkeit des Impfstoffs von BionTech z.B. liegt nicht, wie vom Hersteller behauptet, bei 95 Prozent, sondern realiter bei 0,8 (!) Prozent. Lediglich statistisch läßt sich eine 95-prozentige Wirksamkeit darstellen, und zwar, wenn man die Größe der Vergleichsgruppen in der Erprobung verschweigt (hier: 20.000 Placebo vs. 20.000 Impflinge, total 40.000). Wenn man lediglich die 169 Probanden (von 20.000 Geimpften), bei denen eine Wirkung des Impfstoffs als nachgewiesen betrachtet werden kann, ins Verhältnis zu den nicht infizierten 19 Probanden aus der Placebogruppe setzt, dann sind die 0,8 Prozent tatsächlich als „ca. 95-prozentige Wirksamkeit“ darstellbar (169:19). Und BionTech hat das noch nicht einmal verschwiegen. Man hätte nur das mitgelieferte Datenmaterial gründlich genug studieren müssen, anstatt einfach auf die behauptete „95-prozentige Wirksamkeit“ abzufahren.

In Israel stellt man inzwischen fest, daß die vierte „Impfung“ noch weniger bringt als die dritte. Bhakdi, Burkhardt, Wodarg und Perronne weisen nach, daß mit jeder weiteren „Impfung“ hingegen das Immunsystem insgesamt zerschossen wird. Über 60.000 Ärzte weltweit haben inzwischen den sofortigen Stopp der Impfungen gefordert. In Österreich rechnet die Regierung per „Impfpflicht“ und Verkürzung des Genesenenstatus offensichtlich mit bis zu 12 „Impfungen“ über die nächsten drei Jahre.

Und so geht das weiter mit den Behauptungen des Orthopäden. Angeblich seien Langzeitfolgen ausgeschlossen, weil mRNA-Technik seit zehn Jahren in der Krebsforschung und der Krebstherapie im Einsatz sei. Erstens kein Wort darüber, daß es ein Unterschied ist, ob ein Krebspatient mit mRNA-Technik behandelt wird oder ein ansonsten völlig Gesunder, und zweitens kein Wort darüber, daß diese mRNA-Technik bereits im Verdacht steht, bei Gesunden den Krebs erst hervorzurufen. Das wird derzeit erst genauer untersucht. Der Orthopäde: Der Impfstoff wird nach drei Tagen aus dem Körper ausgeschieden. Welche Kettenreaktion er allerdings in diesen drei Tagen bereits ausgelöst hat – und daß die wiederum irreversibel ist, – auch darüber kein Wort des Orthopäden. Zuletzt versteigt er sich noch dazu, seinen eigenen Rat als einen „guten Rat“ zu bezeichnen -und schreibt in seinem Leserbrief: „Mein guter Rat: Vertrauen Sie den Ärzten und Wissenschaftlern.“ – Oh heilige Einfalt! Welchen Ärzten und welchen Wissenschaftlern? Der Pro-Fraktion oder der Anti-Fraktion? Ärzte und Wissenschaftler gibt es auf beiden Seiten. Da hätte sein „Guter Rat“ auch lauten können: „Schauen Sie die Serie Schwarzwaldklinik. Da gibt es vertrauenswürdige Ärzte zu sehen.“ Diese Hybris! „Vertrauen Sie den Ärzten und Wissenschaftlern“ – als ob es da nur eine Sorte gäbe. „Sie arbeiten nach bestem Wissen und Gewissen“ – das stimmt wahrscheinlich, ist aber völlig irrelevant, weil evident auch ein Arzt, dessen bestes Wissen von vorgestern ist, ein „bestes Gewissen“ haben kann. Im Übrigen ist es reichlich naiv, daß der Arzt immer und überall so etwas wie „der liebe Onkel Doktor“ sei, so eine Art geklonter Albert Schweitzer. Der Orthopäde: „Sich nicht impfen zu lassen (auch dritte Impfung), ist leichtsinnig und kann tödlich ausgehen„. Abgesehen davon, daß das ganze Leben nicht tödlich ausgehen kann, sondern definitiv tödlich ausgehen wird, ist eine ganz andere Rechnung viel simpler für denjenigen, der sich sein persönliches Covid-Risiko (zumal bei der „Omikrönchen“-Variante) ausrechnen will. Er nimmt die durchschnittliche Überlebenswahrscheinlichkeit nach einer Coronainfektion. Die liegt bei ca. 99,8 Prozent. Dann überlegt er sich, wie alt er ist, welche Vorerkrankungen er hat und welche Komborbidität er sonst noch mit sich herumschleppt (Raucherlunge, Herz-Kreislauf-Schwäche, Diabetes, Übergewicht etc.) und kommt dann zu einer neuen, persönlichen Risikoeinschätzung. Daß ihm eventuell am nächsten Tag schon ein Flugzeug auf den Kopf stürzen könnte, kann er natürlich nicht mit einrechnen. Als nächstes rechnet er sich die Wahrscheinlichkeit aus, nicht an Nebenwirkungen der „Impfung“ zu versterben. Die liegt bei 100 Prozent, wenn er sich nicht impfen läßt. Wenn er sich impfen läßt, werden es weniger. Dann macht er einen Strich unter seine Rechnung und kommt zu seinem je persönlichen Schluß: Steht das Risiko einer Impfung in einem vernünftigen Verhältnis zur Nichtimpfung? Zuletzt entscheidet er, und zwar er selbst und sonst niemand. So läuft das vernünftigerweise.

Daß sich ein Gynäkologe und ein Orthopäde aber hinstellen, um ohne jede individuelle Anamnese des potentiellen Impflings in Leserbriefen an eine Provinzzeitung zu behaupten, eine Impfung mit mRNA-Impfstoffen, für die niemand eine Haftung im Schadensfall übernimmt – weder Hersteller, noch Arzt, Regierung oder sonstwer -, sei unterschiedslos für jedermann zu empfehlen, ohne überhaupt auf dem Laufenden zu sein – das haut dem Faß den Boden raus! Was bilden sich diese fachgebietsfremden Provinzdoktoren überhaupt ein? Daß es reicht, mit „Dr. Sowieso“ einen Leserbrief zu unterschreiben, um sich über die naive Onkel-Doktor-Gläubigkeit der Bevölkerung mit jener Kompetenz selber zu salben, die inhaltlich zu vermissen ist? Nicht mit mir. Und nicht mit den Mitbürgern in „meinem Städtchen“.

Wo komme ich denn noch hin in diesem Land? Ein Radiologe im Rang eines Klinik-Oberarztes führt sich auf wie der Virengott persönlich, weil er Vorsitzender des Weltärztebundes -, also Funktionär ist; der tatsächliche „Virengott“ kommt aus der Charité und darf sich diskussionslos über sämtliche anderen Virengötter erheben, obwohl er mit seinen Horrorprognosen schon bei der Schweinegrippe und der Vogelgrippe daneben gelegen hat; ein Tierarzt und Virologe als RKI-Chef beansprucht für sich, die Weisheit exclusiv mit Löffeln gefressen zu haben, alle miteinander geben sie Empfehlungen an die Politik, deren Ressorts ebenfalls mit möglichst fachfremden Individuen besetzt sind, die keinen Tag ohne externe, multimillionenteure Berater im Amt überleben würden; der größte private Einzelaktionär der globalen Pharmaindustrie schmiert den ganzen Laden samt den Medien und der Weltgesundheitsorganisation obendrein, wird darüber hinaus auch noch als „Philanthrop“ angepriesen; Ärztekammerpräsidenten, Funktionäre also, bedrohen ihre Kollegen (Skezeres in Österreich) bei Unbotmäßigkeit den Funktionären gegenüber mit Entzug ihrer Kassenzulassung; ein deutlich verhaltensauffälliger Gesundheitsökonom gibt den Bundesgesundheitsminister; ein in Steuerskandale verwickelter Sozialdemokrat gibt den Bundeskanzler, staatsanwaltliche Ermittlungen wegen Selbstbereicherung laufen gegen den Wirtschafts- und Klimaminister, die Außenministerin und den gesamten Vorstand einer Regierungspartei; ein Orthopäde und ein Gynäkologe verfassen in der Provinz Leserbriefe gegen die Spaziergänger – und irgendein vernünftiger Mensch soll noch annehmen, daß dieser ganze Saftladen nicht jeden Realitätsbezug verloren habe? Der Gynäkologe gibt den Soziologen und redet von der Egomanie der anderen und ihrer Dissozialität, der Orthopäde läßt sich über mRNA-Impfungen aus, als ob es da nicht bestens Bescheid zu wissen gelte; ein CSU-Stadtrat hängt seine ignorante Rübe zum Fenster raus und beschimpft Spaziergänger unablässig mit „Ihr Idioten!“; der ganze verpeilte Sauhaufen reklamiert dann auch noch „Solidarität“ für sich – und demnächst renne ich zum Bäcker, wenn ich etwas über die Qualität der Stadtwurst des Metzgers wissen will, weil schließlich beide „Lebensmittelwissenschaftler“ sind, analog zu des Orthopäden „Medizinwissenschaftlern“, oder was?

Tatsache ist: Von Tag eins dieser „Pandemie“ an ist (nicht nur) hierzulande jede ergebnisoffene wissenschaftliche Debatte mit aller Macht unterbunden worden. Dafür gibt es Gründe. Diese Gründe sind in Absichten zu finden. Und die wiederum haben mit der „Volkskörpergesundheit“ so viel zu tun wie der Hund mit vegetarischen Kochrezepten. Nebenher wird von den ignoranten Meinerleins & Finderleins in ihren Ämtern und Funktionen noch mit der beispiellosen Arroganz einer eingebildeten Hochmoral auf die Grundrechte der Bürger geschissen. Dabei reicht ein Blick über die Landesgrenzen aus, um zu erkennen, was hierzulande die Triebfeder hinter dem ganzen nannystaatlichen Zinnober ist: Die Angst der Politik, daß sie genau jene „Notstandsmacht“ verliert, die es ihr momentan noch erlaubt, in der totalen Inkompetenz weiter vor sich hinzudilettieren. Soviel ist klar: Wenn diese „Pandemie“ unter nannystaatlichen Gesichtspunkten vorbei wäre, so, wie in England zum Beispiel – die Nachbetrachtung dazu würde sich noch über viele weitere Jahre hinziehen. In diesem Land müssen im übertragenen Sinne „Köpfe rollen“ – und nicht zu knapp. Es reicht. Absolut. Hierzulande ist tatsächlich der „Great Reset“ angezeigt. Aber ganz anders, als sich das seine „Erfinder“ vorgestellt haben.

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