Bald auf dem Pharma-Markt: Impfstoffe gegen alles und jeden

Der Test war recht erfolgreich – zumindest für die Kassen der Pharmaindustrie. Medien und Politik haben sich „freiwillig“ für die notwendige Propaganda zur Verfügung gestellt, den Rest besorgten die Gesetzeshüter.

Nun steht weiteren Experimenten am lebenden Menschen nichts mehr im Wege:

Der Chef von US-Impfstoffhersteller Moderna in Deutschland, Gerald Wiegand, warnt davor, sich in der Pandemie nur noch auf Impfstoffe gegen die Omikron-Variante zu konzentrieren. „Im Moment spricht jeder nur über Omikron. Das bedeutet aber nicht, dass die anderen Varianten verschwunden sind oder nicht ganz neue auftauchen können“, sagte er der „Welt am Sonntag“.

Und weiter: „Um die Pandemie zu besiegen, müssen wir uns dem Virus mit breiter Brust entgegenstellen.“ Ziel müsse es sein, Impfstoffe zu entwickeln, die vor möglichst vielen vorhandenen und künftigen Varianten des Virus schützten: „Wir brauchen nicht nur eine Strategie gegen Omikron, sondern eine, die es insgesamt mit Covid-19 aufnimmt.“ Der US-Hersteller arbeite deshalb nicht nur an sogenannten monovalenten, sondern auch bereits an bi- oder trivalenten Impfstoffen, die gezielt mehrere Varianten von Sars-Cov-2 angreifen sollen.

„Wir bereiten uns jetzt darauf vor, den Menschen ab dem Spätsommer das richtige Impfangebot machen zu können, damit sie gut durch die nächste Herbst-/Wintersaison kommen – egal, welche Variante des Virus dann gerade kursiert“, sagte der Manager. Wie dieser Impfstoff zusammengesetzt sein werde und ob er zusätzlich sogar einen Schutz vor Influenza beinhalte, stehe noch nicht fest. „Das werden die Studienergebnisse der kommenden Wochen ergeben. Wir erforschen das im Moment sehr breitflächig“, sagte Wiegand.

Ugur Sahin, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens Biontec, arbeitet derweil schon mit seinen Forschern an einer Therapie, mit der der menschliche Körper Krebszellen „aufspüren und zerstören“ kann. Das Verfahren solle jetzt im Kampf gegen Rückfälle bei Dickdarmkrebs erprobt werden, sagte er der „Bild“ (Samstagausgabe). Es beruht auf der mRNA-Impfstoff-Technologie, die schon erfolgreich im Kampf gegen Corona eingesetzt wird.

Sahin spricht von „einem gezielten Angriff des Immunsystems auf einzelne Krebszellen“. Er erklärte: „Stellen Sie es sich so vor, dass die mRNA-Therapie dem Immunsystem die typischen Merkmale der Tumorzellen aufzeigt. Diese Merkmale gibt es nicht auf gesunden Zellen des Patienten, sie sind eindeutig. Somit kann das Immunsystem die Tumorzellen als Feind erkennen, angreifen und zerstören.“ Sahin hatte mit einer Frau Özlem Türeci den ersten Impfstoff gegen Covid-19 auf den europäischen Markt gebracht. Jetzt macht er Hoffnung auf einen Impfstoff gegen Krebs: „Die Therapie soll einen Rückfall verhindern oder verlangsamen. Das kann die aktuelle Standardtherapie nicht.“ Oft kommt es bei Krebspatienten zu Rückfällen, weil Metastasen in anderen Organen wachsen. Sahin sagte der „Bild“ dazu: „Mit einer rechtzeitig eingesetzten mRNA-Therapie möchten wir erreichen, dass Metastasen gar nicht erst entstehen, der Krebs nicht erneut ausbricht. Dies untersuchen wir aktuell in klinischen Studien.“ Der Biontec-Chef rechnet damit, dass in drei Jahren ausreichend Datenmaterial vorliegt, um die Therapie weiter zu entwickeln.

Das ist ja das Tolle: Der rundum betreute Bürger benötigt bald überhaupt kein eigenes Immunsystem mehr. Allerdings: Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte nicht Ihren Arzt oder Apotheker und schon gar nicht einen Politiker. (Mit Material von dts)

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