Bill & Melinda Gates; Bild: jouwatch
Bill & Melinda Gates; Bild: jouwatch

Bill & Melinda Gates-Stiftung: Melinda zieht nach Ehe-Aus auch noch die Milliarden raus

Warum sich die rüstige Frau Melinda Gates (57) vergangenes Jahr von Multimilliardär Bill Gates (65) hat scheiden lassen, ist nicht genau bekannt. Mit „Microsoft“ im erweiterten Sinne wird es wohl nichts zu tun gehabt haben. Nun zieht sie ihre Milliarden aus der gemeinsamen Stiftung ab.

von Max Erdinger

Melinda Gates hat ihren Mädchennamen wieder angenommen, heißt jetzt aber nicht etwa wieder Melinda French, sondern Melinda French-Gates. Das ist ein Indiz dafür, daß sie leichter auf den Ehemann verzichten konnte, als auf seinen Namen. Auf seine Milliarden konnte sie ebenfalls nicht verzichten. Offiziell sind es schließlich auch ihre. Das Privatvermögen von Frau French-Gates wird vom „Forbes-Magazin“ auf etwa 6 Milliarden Dollar geschätzt. Nur, um das besser zu verstehen: Um eine solche Summe im Fernsehen zu verdienen, hätte sie 6.000-Mal bei „Wer wird Millionär?“ die letzte Frage richtig beantworten müssen. Das hätte sie zwar geschafft, weil Frauen besonders klug sind, aber es hätte elendig lang gedauert. Wenn man das umrechnet und 300 Folgen von „Wer wird Millionär?“ pro Jahr ansetzt, also fast jeden Tag eine, dann hätte sie zwanzig Jahre lang fast jeden Tag immer die letzte Frage richtig beantworten müssen. So viel sind 6 Milliarden.

Das „Handelsblatt“ titelt in der Rubrik „Philanthropie“: „Melinda Gates: Vermögen geht künftig nicht mehr an Gates-Stiftung„. Doch keine Sorge. Wer angenommen hat, sie würde die Milliarden jetzt einfach sinnlos auf den Kopf hauen und jeden Tag teuren Schampus trinken, muß sich eines Besseren belehren lassen. Im Teaser erfährt er, was Frau Melinda French-Gates vorhat: „Die Ex-Frau von Bill Gates will ihre Milliarden in Zukunft an andere wohltätige Stiftungen geben. Damit gehen die beiden auch philanthropisch getrennte Wege.

Die Philanthropie

Es wird ja gern behauptet, daß es sich bei Bill Gates um einen Menschenfreund handelt. Ich kenne Software-Experten, die das bestreiten. Microsoft-Windows habe mit Menschenfreundlichkeit nichts zu tun, behaupten sie und zeigen auf ihre grauen Haare. Wenn Windows ein Flugzeug wäre, würden sie da nicht einsteigen. Für meine Bedürfnisse reicht es aber. „Influencer“ wäre zwar auch gegangen, aber in den Vermögenssphären, in denen Bill Gates unterwegs ist, hätte das Wort „Influencer“ eher ein negatives Geschmäckchen. Dabei wäre das durchaus treffender, als „Philanthrop“. In der sogenannten Coronakrise wurde allgemein bekannt, wieviel Einfluß Bill Gates tatsächlich hat – und vor allem, wo überall. Es ist inzwischen auch mehr als fraglich, daß es philanthropische Gründe sein könnten, derentwegen er diesen Einfluß ausübt. Das scheint auch Melinda French-Gates inzwischen so zu sehen. Es könnte auch sein, daß sie ihre Milliarden aus der Gates-Stiftung deswegen abzieht, weil sie der alte Bill indirekt und nonverbal eine alte Schachtel genannt hat, dadurch, daß sich sein Name auf der Passagierliste des sog. Lolita-Express von Jeffrey Epstein befindet, wie es gerüchteweise heißt. Jedenfalls scheint Frau French-Gates der Ansicht gewesen zu sein, es könne nicht schaden, sich allmählich vom alten Bill zu emanzipieren, nicht daß noch der eigene Ruf Schaden nimmt, oder – horribile dictu – das eigene Vermögen. Im Grunde steht ihr gar keine andere Möglichkeit offen, als weiterhin die Rolle der „Philanthropin“ zu spielen. Und das ist ein Problem. Man muß nämlich nicht der Meinung sein, daß es tatsächlich besonders menschenfreundlich sei, was Frau French-Gates vorhat. Fest steht nur, daß sie selbst es offenbar für menschenfreundlich hält.

Das „Handelsbatt“ läßt die Ex vom Herrn des Impfstoffs selbst zu Wort kommen: „‚Mir ist die Absurdität von so viel Vermögen in der Hand einer Person bewusst‘, schreibt Melinda Gates, ‚und ich glaube, dass das einzige Verantwortungsvolle, was man mit einem Reichtum dieser Größe machen kann, ist, ihn abzugeben – so durchdacht und wirkungsvoll wie möglich‘„. Das Problem: Wenn das wirklich segensreich sein soll, müsste man unterstellen, daß Frau French-Gates fehlerfrei denkt. Und das ist wegen ihrer weiteren Einlassungen zumindest zweifelhaft. Das „Handelsblatt“: „Dabei will sie sich vor allem für Gleichberechtigung einsetzen, ‚für Frauen, Mädchen und andere benachteiligte Gruppen in den Vereinigten Staaten und in der Welt. Meine Spenden werden sich weiterhin auf jene konzentrieren, für die die Hürden zur Gleichberechtigung am höchsten sind‘.“ Was natürlich stimmt, ist, daß es mit der Gleichberechtigung insofern hapert, als daß nicht alle Frauen und Mädchen einen Krösus heiraten können, der sie allein deswegen schon mit so viel Mitteln versorgt, daß sie „ebenfalls benachteiligte Gruppen“ mit Geld förmlich zuscheißen könnten. So viel steht fest: Die philanthropische Melinda hat ihre Milliarden nicht als Angestellte bei Microsoft gemacht, sondern als Ehefrau von Bill. Hätte Bill Gates von vornherein darauf bestanden, einen Ehevertrag zu machen, in dem geregelt gewesen wäre, wer unter finanziellen Gesichtspunkten für alle Zeiten der Metzger, und wer die Wursthaut sein soll, hätte ihn die entzückende Melinda womöglich gar nicht erst geheiratet, sondern auf Paul McCartney spekuliert. Der wird auch öfter mal geschieden und braucht dann eine Neue. Heather Mills hat von Paul McCartney immerhin noch 20 Millionen Pfund nach der Scheidung abkassiert, obwohl sie nur ein Bein hat und so wenig einen Beatles-Song geschrieben hatte, wie Melinda Gates Microsoft großgezogen hat. Fraglich ist nur, ob die Aussicht auf 20 Millionen Pfund eine Melinda überhaupt hinter dem Ofen hervorlocken könnten. Das sind für ihre Verhältnisse schließlich Peanuts, kaum der Rede wert.

Bemerkenswert ist auf jeden Fall, daß eine Frau, die ihren sagenhaften Reichtum einem Mann verdankt, diesen Reichtum dafür einsetzen will, um Mädchen und Frauen zu unterstützen, und nicht irgendwelche Männer, obwohl es gerade da viel zu tun gäbe, bis sie endlich mit Frauen und Mädchen gleichberechtigt wären. Man stelle sich vor, ein 50-jähriger Schwede mit einem Alkoholproblem hätte sich freitags geweigert, zur Arbeit zu kommen, um das Weltklima zu retten. Der wäre gekündigt worden und nicht eine einzige Zeitung hätte darüber berichtet. Aber ein 17-jähriges Mädchen mit einem Autismusproblem, das sich weigert, freitags in die Schule zu gehen, um das Weltklima zu retten, wird nicht nur weltweit berüchtigt, nein, ein solches Mädchen wird allein dadurch schon Multimillionärin. Es ist also sehr zweifelhaft, daß Frauen und Mädchen überall auf der Welt benachteiligt seien. Wenn ich überlege, wie sehr allein mir schon mit nur 2-3 Milliarden geholfen wäre, dann muß ich leider konstatieren, daß die Philanthropie der Frau French-Gates eben nicht so richtig durchdacht gewesen sein kann.

Generell halte ich es für sehr fragwürdig, daß Leute mit derartig viel Geld Projekte finanzieren, die sie selbst für wichtig halten, auch, wenn es ihr eigenes Geld ist. Wer mehrere Zig-Milliarden Vermögen hat, der sollte dazu verdammt sein, es auch für seinen privaten Konsum auszugeben, anstatt sich nach gusto eine bestimmte Politik zu kaufen. Wer, wie Bill Gates, die WHO finanziert, die GAVI, die Impfstoff-Forschung, bei Politikern weltweit ein- und ausgeht, zum größten Grundbesitzer der USA wird, größter privater Einzelaktionär bei Pharma-International ist, einen kurzen Draht zum WEF hat und sich praktisch jeden Gewählten auf mehr oder minder subtile Weise „kaufen“ kann, der sollte sein Geld lieber für solche Dinge wie einen oder zwei Airbus 380 als Privatjets ausgeben und sich einen Flugzeugträger als Yacht bauen lassen, groß genug, daß er mit einem A 380 lässig starten kann. Daß sich solche Leute aber quasi eine globale Entwicklung kaufen können, die hauptsächlich sie selbst für wünschenswert halten, kann man nur mit großen Verrenkungen noch als „Philanthropie“ bezeichnen. Philanthropisch wäre u.U. auch, den ganzen Zaster in den Staatshaushalt zu überführen unter der Maßgabe, daß steuerliche Entlastungen in derselben Größenordnung vorgenommen werden. Das Problem ist ja nicht, daß das Geld gespendet wird, sondern das Problem ist, daß der Spender darüber bestimmt, wofür es verwendet werden soll. Das geht nicht. Mit „Philanthrop“ hat das nichts zu tun, mit „Influencer“ hingegen alles.

Gerade, wenn man sich überlegt, wie Melinda French-Gates selbst an ihr Vermögen gekommen ist, müsste man geradeweg schreien angesichts ihrer Pläne. Das „Handelsblatt“: „Die studierte Informatikerin mit einem MBA-Abschluss hatte 1987 bei Microsoft angefangen, nachdem ihr eine IBM-Personalmanagerin in einem Bewerbungsgespräch dazu geraten hatte, weil die Karrierechancen für Frauen in dem damals noch jungen Unternehmen besser seien als bei IBM. (…) Ihren späteren Mann lernte sie bei einer Konferenz kennen. Die beiden heirateten 1994 und haben drei erwachsene Kinder. Im vergangenen Jahr wurde die Trennung der beiden offiziell, und Melinda ergänzte ihren Namen mit ihrem Mädchennamen French.“ Das gibt es öfter. Man denke nur an Friede Springer oder an Liz Mohn. Daß sie über Milliarden verfügt, verdankt Friede Springer allein dem Umstand, daß sie in ihren Jugendjahren als Kindermädchen im Hause des schwerreichen Verlegers Axel Springer angestellt war und den Krösus durch Anmut & Liebreiz derartig verzückte, daß er sie nach dem Tod seiner Ehefrau heiratete. Als Axel Springer vor lauter Arbeitsstress schon mit 73 Jahren starb, war das Kindermädchen die Erbin. Wenige Jahre später tauchte dann der mittellose Meinmädchenkohl aus der Zone auf, die beiden wurden „Freundinnen“ – so, wie Frauen eben untereinander Freundinnen sind im allgemeinen – und schon hatte sich das Kindermädchen mit der Pfarrerstochter und der Bertelsmann-Chefin zu einem östrogenalen Triumvirat in Medien und Politik verschworen, um die letzten Restbestände viriler Vernunft und Großzügigkeit in Deutschland gar zu beseitigen. Was kann man daraus lernen? – Frauen sollten besser nicht so viel Geld und Macht in Händen halten. Ganz blümerant muß dem vernünftigen Manne werden, wenn er sich überlegt, welche Verschärfungen des Unheils nun Frau Melinda French-Gates mit ihrem Geld vorantreiben wird. Wenn Frauen anfangen, von „benachteiligten Gruppen“ und „Gleichberechtigung“ zu reden, reichen dem Vernunftbegabten in aller Regel fünf Minuten des Zuhörens, um zu wissen, daß wieder eine Katastrophe droht. Dabei ist es ja so: Feministen haben durchaus richtig erkannt, daß Frauen benachteiligt sind. Was sie allerdings bis heute nicht begreifen wollen oder können, das ist, daß es ihre diversen Benachteiligungen sind, die Männer seit jeher ausgegeglichen haben, ohne zu murren und zu klagen – und daß deshalb die Männer die finalen Benachteiligten der natürlichen Frauenbenachteiligung sind in ihrer liebevollen Nachsicht der weiblichen Kreatürlichkeit gegenüber. Undank ist der Welt Lohn. Mit dieser Regel dürfen gern auch „Philanthrop:innen“ leben.

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