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Wie nett: SPD will mit radikalen Klimakröten reden

Berlin – Das hätten sich die Reichstagsstürmer sicherlich auch gewünscht: Die SPD will mit den Klimaaktivisten der Initiative „Aufstand der letzten Generation“, die derzeit mit Straßenblockaden gegen Lebensmittelverschwendung protestiert, in der kommenden Woche über ihre Ziele und Anliegen sprechen. Das sagte die ernährungspolitische Sprecherin der Fraktion, Susanne Mittag, der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Inhaltlich sei man in vielem einig.

„Was wir aber nicht unterstützen können, ist die Form des Protests, die Autobahnblockaden, die zudem dazu führen, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung für dieses Thema schwindet.“ Man habe daher in der nächsten Woche einen Gesprächstermin mit Vertretern der Initiative vereinbart. Zweifellos sei die Lebensmittelverschwendung eine dramatische Ressourcenvergeudung mit weltweiten negativen sozialen, ökologischen und ökonomischen Folgen.

Die SPD unterstütze daher die Forderung nach einem Gesetz, „das Wegwerfen verbietet und Handel und Hersteller verpflichtet, die Lebensmittel an Bedürftige und gemeinnützige Organisationen weiterzugeben“.

Natürlich zeigt auch Renate Künast Verständnis für den Klebe-Aufstand und will die Verschwendung von Essen verbindlich reduzieren. „Klar ist, die derzeitige Lebensmittelverschwendung ist nicht akzeptabel und schadet massiv Umwelt und Klima“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Deshalb wolle man mit allen Beteiligten die Verschwendung von Nahrung bindend verringern, haftungsrechtliche Fragen klären und Erleichterung für Spenden ermöglichen.

Das gelte für die gesamte Wertschöpfungskette, so Künast, „vom Acker, über das Supermarktregal bis zum Teller“. Sie habe den Aktivisten von „Aufstand der letzten Generation“, die zuletzt mit Straßenblockaden gegen die Verschwendung protestiert hatten, ein persönliches Gespräch angeboten, um alle Maßnahmen zu diskutieren. „Die Aktionen der Klimaaktivisten haben allerdings den Fokus der Debatte auf ihre Demonstrationsweisen verschoben. Davon möchte ich das angebotene Gespräch unbedingt trennen“, so Künast.

Schade eigentlich, dass sich die Politik bislang weigert, mit den Montags-Spaziergängern zu reden, wo es hier doch ums Eingemachte geht. (Mit Material von dts)

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