Tessa Markus Ganserer (Foto Imago)

Totalitarismus getarnt als Selbstbestimmung

Recht einfältigen Gemütern reicht ein wohlklingendes Wort, um auf jede noch so gefährliche Ideologie hereinzufallen. Es ist daher kein Zufall, dass es die Grünen sind, die im Namen einer bereits gescheiterten Energiewende zur großen Deindustrialisierung aufrufen. Freilich nur so lange bis sie begreifen, dass der Strom für das Smartphone nicht mehr aus der Steckdose kommt.

Von Nadine Hoffmann für P.I.NEWS

Es sind die Grünen, die einen verkappten Missbrauch als „Frühsexualisierung“ auf Kleinkinder ansetzen. Und es sind die Grünen, bei denen ein biologischer und juristischer Mann über die Frauenquote in den Bundestag gehievt werden kann. Sekundiert wird die von der Realität entrückte Truppe von Linken, SPD, FDP und Union, letztere lustlos dem Zeitgeist hinterherhechelnd.

Kam das Netzwerkdurchsetzungsgesetz begrifflich noch klarer daher, lächelt das Selbstbestimmungsgesetz nett in die Kameras und verbirgt dahinter seine totalitäre Fratze. Das geplante Gesetz ist der erneute Versuch, in intime Lebensbereiche einzugreifen, alles zu politisieren und dem eigenen verqueren Weltbild einen rechtlichen Überbau zu verpassen, so dass „Zuwiderhandlung“, also ein Andersdenkender, bestraft werden kann. Es ist der abermalige Angriff nicht nur auf jene, die Geschlecht als biologischen Fakt und nicht als soziale Konstruktion sehen – was bisher ihr gutes Recht war -, sondern auch auf jene, die Geschlecht und Sexualität als private Angelegenheit betrachten.

Mit diesem Gesetz wird die Kriminalisierung von Menschen ermöglicht, die anders als die Grünen ticken. Das ist Totalitarismus in Reinform. Das Gesetz zwingt jeden Bürger, sich mit der Identitätsstörung anderer Menschen zu beschäftigen. Das ist das Gegenteil eines gesetzlichen Zweckes, denn der sollte niemals für einzelne Individuen sprechen, sondern für die Allgemeinheit. Ist es schon absurd, Fakten wie die Biologie per Willensbekundung zu negieren, wird die Gesellschaft per Gesetz verpflichtet, es ebenso tun zu müssen. Da kann die FDP noch so oft das Wort „liberal“ benutzen, dieses Gesetz ist zutiefst freiheitsfeindlich.

So belastend es für den Einzelnen ist, der eine solche Störung durchlebt, ein solches Auseinanderdriften von Biologie und Psychologie und so wenig es anderen zusteht, darüber zu urteilen, so kann und sollte der Rest der Gesellschaft nicht gezwungen sein, sich dem anschließen zu müssen. Auch aus dem einfachen Grund, dass den meisten Menschen vollkommen egal ist, wofür sich ein anderer hält. Es ist privat, es geht niemanden etwas an.

Was die Ampel hier aber will, ist, die Privatheit zum alleinigen, erlaubten, öffentlichen Konstrukt zu machen. Das ist nichts anderes als staatlich erlaubter Terror gegenüber der Mehrheit des Landes. Dieser Mehrheit wird per Gesetz abgesprochen, die Welt durch eigene Augen, mit eigenen Gedanken zu sehen. Während sich ein Mann in Frauenkleidern als Frau betrachten darf, wird anderen Menschen nicht nur verwehrt, dies eben nicht zu tun, sie werden sogar verpflichtet, dies so sehen zu müssen. Auch jene, denen das Private eines anderen einfach egal ist.

Diese Art von Übergriffigkeit ist der Keim für totalitäre Gesellschaften. Dass die Grünen und die SPD damit kein Problem haben, ist klar. Aber dass die FDP hier auch mitmacht, sagt eigentlich alles über den Zustand dieser Partei aus. Die Gelben haben mit „liberal“ nichts mehr am Hut – sie sind nur noch Büttel eines linken Geistes, der Unfreiheit legitimiert.

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