Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: Alle verrückt geworden, oder was?

+++ Bei „BILD-TV“ packte die ehemalige ZDF-Journalistin Katrin Seibold aus. Im Zentrum der Finsternis gebe man nichts mehr auf journalistische Meinungsfreiheit, sagte sie. Ihr Vertrag sei nicht verlängert worden mit der Begründung, Kollegen hätten bei Redaktionssitzungen wegen Seibolds grundsätzlich kritischer Haltung der Regierung gegenüber ein „Störgefühl“ gehabt. Katrin Seibold nennt auch Beispiele, wie Reportagen beim ZDF zur Produktion von astreinen Fake-News herabgesunken sind. Zwar berichtet sie nichts, was man nicht schon hätte ahnen können, aber so detailliert, wie sie es dann berichtet, schockiert es dennoch. Ein inexistenter Experte für Realitätssinn & Illusionslosigkeit erklärte, so verpeilt wie die Deutschen allerweil seien, würden sie auf die Frage, ob sie die „totale Information“ wollen, wahrscheinlich kollektiv-frenetisch ein „Jaaaa!“ aus sich herausjubeln. +++

+++ Dieter Stein, Herausgeber der „Jungen Freiheit“, twitterte, daß Wladimir Putin Anlaß gebe, „vielleicht noch einmal darüber nachzudenken“, ob sich ein souveräner Staat nicht – vielleicht? – doch eine funktionierende Landesverteidigung leisten sollte. Im Rahmen solcher Überlegungen sei auch zu erwägen, die Ausrüstung der Bundeswehr zu verbessern und über die Stellung des Soldaten in der Gesellschaft zu reflektieren. Ein inexistenter Experte für grenzüberschreitende Etymologie erklärte dazu, das englische Adjektiv „stoned“ habe als Wortstamm das deutsche Substantiv „Stein“. +++

+++ In den USA, so ein aufmerksamer Beobachter, gebe es eigentlich gar keine Regierung. Er verblüffte mit folgender Interpretation: Präsident Brandon aka Joe Biden und die Vizepräsidentin Kamala Harris existierten lediglich, damit es etwas Vorzeigbares gibt, das von den Amerikanern als Regierung rezipiert werden kann, da ihnen sonst allzu leicht auffallen würde, daß die eigentliche Regierung in den USA aus einem lose zusammengewürfelten Haufen verschiedenster linksextremistischer Organisationen bestehe, die sich ihr zerstörerisches Wirken von diversen NGOs und milliardenschweren Stiftungen finanzieren ließen. Ein inexistenter Experte für Nachgemachtes erklärte, in der EU inklusive der Schweiz verhalte es sich vermutlich kein Stück anders. Man werde schon sehen, daß er Recht habe, wenn das Matterhorn erst einmal „Black Lives Matter-Horn“ heiße. +++

+++ Der kaltgestellte, tatsächlich gewählte Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, nannte Wladimir Putins Anerkennung der ukrainischen Separatistengebiete Donezk und Luhansk als souveräne Staaten einen genialen Schachzug. Schön sei auch, daß die Russen in den neuen Staaten endlich bekommen hätten, was sie seit Jahren haben wollten, und daß sie nicht länger mehr Zwangsukrainer in einem völlig korrupten Staat zu sein brauchen. Russische Soldaten in den neu entstandenen Staaten seien dadurch keine Invasionstruppen mehr, sondern eine Friedensarmee. Frieden wiederum sei das Geilste überhaupt. Ein inexistenter Experte für Geschichtliches aller Art erklärte, so originell sei Putins Schachzug nun auch wieder nicht gewesen. Vielmehr habe er sich dabei von Westeuropa und der NATO inspirieren lassen. Als sich die baltischen Staaten 1990 einfach selbst aus der damals noch existierenden Sowjetunion herausgelöst hatten, habe sie der Westen gar nicht schnell genug als souveräne Staaten anerkennen können. Kurz darauf seien sie auch schon NATO-Mitglieder geworden. Analoges gelte für den Zerfall des ehemaligen Jugoslawien. Niemand sei mit der Anerkennung Kroatiens als einem souveränen Staat schneller gewesen, als die Bundesrepublik Deutschland. Fraglich sei lediglich, ob Russland nun eine Gebühr für die Nutzung des westlichen Copyrights an die NATO überweisen muß. +++

+++ Ein kurzer Blick auf die Schlagzeilen des gleichgeschaltenen Westradios Eri-One am heutigen Tage läßt erkennen, welche gräßlichen Folgen die Überführung der vormaligen Medienvielfalt des freien Westens in die Eigentümerschaft einiger weniger großer Medienkonzerne zeitigte: Die uniforme Gehirnwäsche des vormaligen demokratischen Souveräns allüberall. So böse wie allerweil war „der Russe“ seit McCarthys Zeiten nicht mehr. Ein paar Kostproben: Die deutsche Online-Nachrichtenseite, „t-online“, ein Kind der größten Medienholding weltweit, der sorosaffinen „wpp“, titelt zu Wagenknecht: „Sahras Informationskrieg„. Aus der Schweiz, von wo inzwischen bekannt ist, daß der CEO von Ringier, dem größten schweizerischen Medienunternehmen, die hauseigene Devise herausgegeben hatte, daß die Regierung kritiklos beim Umgang mit der „Pandemie“ zu unterstützen sei, meldet sich die „Neue Züricher Zeitung“ (NZZ) gleich mit zwei Schlagzeilen zu Wort. Die erste: „Russlands Truppen rücken vor – die Abzugsmeldungen des Kreml entpuppen sich als Täuschung„. Die zweite: „Eine weltumgreifende antidemokratische Achse – Russland und China …„. Der „Tagesspiegel“, der selbst dem treuen Harald Martenstein, dieser duldsamen Seele, zu eifrig-geifrig geworden war, titelt: „Darum ist die Ukraine geostrategisch so bedeutsam„. Warum das so ist, erklärt dann ausgerechnet ein Politikberater der US-Regierung. Es ist zum Davonlaufen. Ein inexistenter Experte für Richtigstellungen aller Art erklärte, mit „t-online“ habe sich ausgerechnet eine schwerst globalisierungshörige Desinformationsseite „Sahras Informationskrieg“ angenommen, die NZZ hätte einmal auch titeln können, daß Russlands Truppen einem freundlichen Ruf souveräner Staaten nach Beistand bei der völkerrechtlich einwandfreien Sezession gefolgt seien, und ein zweites Mal, daß die „weltumgreifende antidemokratische Achse“ mit Russland und China nur sehr unzureichend beschrieben sei. Der „Tagesspiegel“ hätte statt eines Politikberaters der US-Regierung auch Putins Außenminister Lawrow aus dessen Rede vor dem russischen Sicherheitsrat zitieren können – und last not least: Die ehemalige Russland-Korrespondentin der ARD, Frau Gabriele Krone-Schmalz, hätte den Teilnehmern, die sie bei ihren Ausführungen in der Sendung von Markus Lanz dauernd hysterisch unterbrachen und naseweise Korrekturen anbringen zu müssen glaubten, ihr Mineralwasser ins Gesicht schütten können. Das hätte dann wieder neue Schlagzeilen ergeben: „War russisches Gift im Mineralwasser von Frau Krone-Schmalz?“ +++

+++ Selten ist über ein komplexes Thema mit einer langen Vorgeschichte so unterkomplex berichtet worden wie allerweil im Zusammenhang mit der Sezession von Donezk und Luhansk. Friedrich „Mr. Burns“ Merz, schaffte es sogar noch, das 140er Zeichenlimit bei Twitter zu unterschreiten, um zu letztgültigen Aussagen zu kommen

Hochkomplexes hochkonzentriert: Friedrich „Mr. Burns“ Merz bei Twitter – Foto: Screenshot Facebook

Ein inexistenter Experte für Anstandsunterschreitungen jedweder Hemmungslosigkeit erklärte, einen gehemmten Kriegstreiber könne er noch nicht einmal in der Person von Friedrich Merz erkennen; daß der Vorsitzende beim Club der Untoten (CDU) die Bundesrepublik wegen seines „aller Kraft“ und dem desolaten Zustand der Bundeswehr wohl nicht zum Westen zähle, und daß er keine Ahnung habe, was Merz mit der „Freiheit Europas“ gemeint haben könnte, sowie, daß er sich keine Gefahr vorstellen könne, die etwas anderes als „ernsthaft“ sei. Er halte es jedoch für möglich, daß Merz einfach von einem schwarzen Stein am Kopf getroffen wurde, den ein unbekannter Übeltäter aus dem WEF nach ihm geworfen hat. Ein redlicher Tweet sähe jedenfalls anders aus. +++

+++ Aus und vorbei mit der Gemütlichkeit am offenen Kamin im deutschen Heim. Das Bundesumweltamt fordert ein Verbrennungsverbot für Holz, wie die „taz“ meldete. Ein inexistenter Experte für Geduld und Leidensfähigkeit erklärte, einem Volk wie dem deutschen, das sich bereits in Sachen „Pandemie“, „E-Mobilität“ und „Ukraine“ auskenne wie Karl Lauterbach mit dem „vegetarichen – also – Laxfich„, könne man vermutlich auch weismachen, das Bundesumweltamt heiße deswegen so, weil es im Fall eines Feuers schadstoffarm niederbrennt. Solches wünsche sich freilich niemand, der ein Herz im Leib hat, weil die grünen Koryphäen, die dort darüber nachdenken, welches Verbot sie als nächstes fordern könnten, beim Denken kein Dach mehr über dem Kopf hätten. Einen Dachschaden wünsche man schließlich seinem ärgsten Feind nicht. +++

+++ Ein kluger Kopf, der die vergangenen beiden Jahre aufgrund seines starken intellektuellen Immunsystems unbeschadet überstanden hat, äußerte dieser Tage, Maßnahmen-„Lockerungen“ oder ein #FreedomDay interessierten ihn nicht die Bohne. Er bestehe auf einem #FreedomLife für den Rest seines Lebens. Außerdem habe er den Kanadiern geraten, Justin Trudeau an afrikanische Sklavenhändler zu verkaufen. Kleingeld sei immer noch besser als kein Geld. +++

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