Medizinischer Notfall (Symbolbild:Shutterstock)

Betriebskrankenkassen alarmiert: Millionen Impf-Nebenwirkungen

Die Betriebskrankenkassen schlagen Alarm. Nach einer vorläufigen Analyse ihrer Versichertendaten sprechen gehen sie von 3 Millionen Menschen aus, die nach ihrer Corona-Impfung“ wegen Nebenwirkungen den Arzt aufgesucht haben. Sie warnen die Verantwortlichen: Eine „Gefahr für das Leben der Menschen“ könne nicht ausgeschlossen werden und fordern Konsequenzen.

Die Betriebskrankenkassen BKK haben Millionen Versichertendaten analysiert und kommen in Sachen Nebenwirkungen auf erheblich höhere Zahlen als das Paul-Ehrlich-Institut. Für den Vorstand der BKK ProVita, Andreas Schöfbeck, ist das ein „Alarmsignal“. Die ermittelten Zahlen seien erheblich und müssen dringend plausibilisiert werden“, fordert er gegenüber der Welt. 

Beim BKK-Verband sei man hellhörig geworden, als immer öfter Diagnosen bekannt wurden, die auf Impfnebenwirkungen hinwiesen. Daraufhin habe man anhand einer Stichprobe die Abrechnungsdaten der Ärzte für das erste Halbjahr 2021 und circa zur Hälfte für das dritte Quartal 2021 von 10.937.716 Versicherten überprüft, heißt es in dem offenen Brief Schönecks, der in den vergangenen Tagen an verschiedene Institutionen, darunter die Bundesärztekammer, die Kassenärztliche Vereinigung, den GKV-Spitzenverband und die Ständige Impfkommision (Stiko) und das PEI gegangen ist.

Die Abfrage beinhalte die gültigen ICD-Codes für Impfnebenwirkungen. Man habe den gemeinsamen Datenpool aller BKK-Kassen nach den dafür vorgesehenen Diagnose-Kodierungen T88.0 (Infektion nach Impfung/Sepsis nach Impfung), T88.1 (Sonstige Komplikationen nach Impfung, Hautausschlag nach Impfung), Y59.9 (Komplikationen durch Impfstoffe oder biologisch aktive Substanzen) und U12.9 (Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von Covid‐19‐Impfstoffen) durchforstet.

„Diese Auswertung hat ergeben, obwohl uns noch nicht die kompletten Daten für 2021 vorliegen, dass wir anhand der vorliegenden Zahlen jetzt schon von 216.695 behandelten Fällen von Impfnebenwirkungen nach Corona Impfung aus dieser Stichprobe ausgehen. Wenn diese Zahlen auf das Gesamtjahr und auf die Bevölkerung in Deutschland hochgerechnet werden, sind vermutlich 2,5-3 Millionen Menschen in Deutschland wegen Impfnebenwirkungen nach Corona Impfung in ärztlicher Behandlung gewesen“, so das Fazit des BKK-Verbandes.

Eine erhebliche Diskrepanz zu den gemeldeten Zahlen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI). Bis zum Stichtag 31.12.2021 verzeichnete das PEI auf Basis von 61,4 Millionen Geimpften lediglich 244.576 Nebenwirkungsmeldungen, ausgelöst durch Covid-Impfstoffe. „Unsere Analyse zeigt, dass wir es hier mit einer deutlichen Untererfassung zu tun haben“, so Schöfbeck. Er verweist darauf, dass die von ihm und seinem Team ausgewerteten Daten nur 10,9 Millionen Versicherte umfassen und nur einen Zeitraum von siebeneinhalb Monaten; die Impfkampagne läuft in Deutschland aber bereits seit 14 Monaten.

„Gemäß unserer Berechnungen halten wir 400.000 Arztbesuche unserer Versicherten wegen Impfkomplikationen bis zum heutigen Tag für realistisch“, erklärt Schöfbeck: „Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung läge dieser Wert bei drei Millionen.“

Den Grund für die Differenz der Zahlen sieht Schöfbeck im Meldesystem. „Ärzte werden für die Meldung von Impfnebenwirkungen nicht bezahlt. Gleichzeitig ist dieser Vorgang sehr zeitintensiv. Es ist schlicht unmöglich, alles zu melden“, so seine Vermutung.

Über Art und Schwere könne zwar keine Aussage getroffen werden, doch klar sei: „Es ist den Leuten so schlecht gegangen, dass sie zum Arzt gegangen sind.“

Da Gefahr für das Leben von Menschen nicht ausgeschlossen werden kann, fordert Schönbeck die anderen Krankenkassen in Deutschland um eine entsprechende Datenanalysen ihrerseits auf. „Die Zahlen, die sich bei unserer Analyse ergeben haben, sind sehr weit weg von den öffentlich verlautbarten Zahlen. Es wäre ethisch falsch, nicht darüber zu sprechen“, findet er.

Angesichts dieser erschreckenden Zahlen ist offenbar weder das PEI alarmiert, noch sind es die verantwortlichen Politiker und Ärzte. Das Ultimatum für eine Rückäußerung über die veranlassten Maßnahmen bis 22.2.2022 18:00 Uhr blieb bisher laut Welt unbeantwortet. (MS)

 

 

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