Sahra Wagenknecht (Bild: shutterstock.com/Von photocosmos1)

Wagenknecht und Otte-Forderung: Auf Putin zugehen

Um aus dem tobenden Wahnsinn in der Ukraine keinen Flächenbrand entstehen zu lassen, macht die Linken-Politikerin einen fast identischen Vorschlag, wie der NochCDUler Max Otte: Damit Putin den Krieg gegen die Ukraine beendet, müsse man auf ihn zugehen. Für diesen friedenstiftenden Vorschlag hagelt es jetzt tatsächlich Kritik.

Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht plädiert im Konflikt Russlands gegen die Ukraine dafür, der russischen Führung auf diplomatischem Wege ein Angebot zu machen. „Ein Ende des Blutvergießens kann nur erreicht werden, indem man der russischen Führung ein Angebot macht“, so Wagenknecht am Dienstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Letzteres bedeute nicht nur die Garantie, dass die Ukraine nicht der Nato beitreten werde, sondern auch der Verzicht darauf, jegliche Nato-Truppen oder entsprechendes militärisches Gerät in dem Land zu stationieren. Die russische Seite könne zu einem solchen Angebot „schwer Nein sagen“ und Präsident Wladimir Putin käme so sehr unter Druck, „dass er diesen Krieg möglicherweise nicht mehr weiterführen könnte“. Man müsse nicht alles übernehmen, was Putin fordert. Die territoriale Integrität der Ukraine sei unverhandelbar. „Aber ich finde, man muss ein Angebot machen und verhandeln. Es müsse mit allen Mitteln verhindert werden, dass der Konflikt weiter eskaliere. „Der Weltfrieden war seit dem Ende des Kalten Krieges nicht derart in Gefahr. Man muss alles versuchen, die Situation über diplomatische Kanäle zu entspannen“, so Wagenknechts Position.

Eine fast identische Forderung stellte auch der CDU-Politiker und Ökonom Max Otte auf. „Die Hauptforderungen von #Putin sind anscheinend eine strikte Neutralität und Entmilitatirsierung der #Ukraine. Es bleibt ein unrechtmäßiger Angriffskrieg, aber es wäre ein schwerer Fehler, auf dieser Basis keine Verhandlungen zu führen. Das Leiden würde verlängert und die Grundlage für weitere Konflikte in Europa wären gelegt, wenn nicht schnell eine Verhandlungslösung gefunden wird. Auch widersprechen diese Forderungen den Sorgen, dass Putin die Sowjetunion wiederherstellen möchte“, schreibt Otte auf seinem Twitteraccount.

Während man bereit war, mit islamischen Menschenschindersystemen wie den Taliban in Afghanistan zu verhandeln, heizen Maulhelden in den Kommentarspalten das Kriegsgeschrei weiter an und fordern, jegliche Gespräche einzustellen. Sowohl Wagenknecht wie auch Otte werden für ihre Friedenspositonen harsch kritisiert. Die Blumenstraußwerferin und Linken-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow gendert sich um ihren Restverstand und posaunt: „Das hieße, über die Köpfe der Ukrainer*innen hinweg zu entscheiden & ihnen das Selbstbestimmungsrecht, einen Kern des Völkerrechts, zu entziehen.“ Dies sei nicht die Position der Linken, stellte Hennig-Wellsow zudem klar.

Möchtegern-Liberaler Oliver Stirböck (FDP), Hinterbänkler im Hessischen Landtag, sieht sich ebenfalls berufen, in der Hetzbrühe mitzurühren und unterstellt Wagenknecht wie auch Otte, „Trojanische Pferde Putins“ zu sein:

(SB)

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