Stress für Geisterfahrer Lauterbach: Keiner spritzt sich Novavax und die FDP muckt auf

Die Intensivstationen sind so gut wie „leergefegt“, in den Krankenhäusern wird gerade Platz für die ukrainischen Kriegsopfer gemacht – Corona ist vorbei, ob es Herr Lauterbach und Herr Drosten wahrhaben wollen oder nicht. Auch seine erneute Drohung, dass irgendeine Sommerwelle Deutschland wieder zu einem Massengrab machen wird, will keiner mehr hören und nimmt auch keiner mehr ernst.

Genau deshalb entwickelt sich sein neuester Einkauf auch zum Ladenhüter:

In den Impfzentren gibt es nach Angaben des Deutschen Städtetages bisher nur eine geringe Nachfrage nach dem neuen Novavax-Impfstoff. „In den Impfzentren haben wir noch keinen Run auf den neuen Novavax-Impfstoff beobachtet“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Sonntagausgaben). Noch sei es aber zu früh, aus der Zurückhaltung der ersten Tage Schlüsse zu ziehen.

„Wir wollen es schaffen, noch mehr Menschen zu einer Corona-Impfung zu bewegen.“ Es sei gut, dass es einen weiteren zugelassenen Impfstoff gebe. „Er hat das Potenzial, jene Menschen zu erreichen, die skeptisch gegenüber den bisherigen Corona-Impfstoffen sind“, so Dedy.

„Zuerst ist das jetzt wichtig wegen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht für Beschäftigte in Pflegeheimen und Kliniken.“ Man müsse jene Menschen erreichen, die zur Versorgung und Pflege im Gesundheitsbereich dringend gebraucht würden. Dedy appellierte: „Zögern Sie nicht, lassen Sie sich impfen.“

Das gelte auch für andere Menschen, die sich noch nicht haben impfen lassen. „Die Impfkampagne hat leider insgesamt deutlich an Fahrt verloren“, fügte der Verbandschef hinzu. „Zu große Lücken im Impfschutz darf es aber nicht geben, sonst riskieren wir wieder viele schwere Verläufe mit der nächsten Corona-Welle.“

Wie oft soll eigentlich noch vor irgendwelcher Grippe-Saison gewarnt werden. Die Bürger haben von dieser Angstmacherei die Schnauze voll, sind auch abgestumpft und warten, dass man sie endlich wieder frei lässt.

Doch das wird unter diesem Bundesgesundheitsminister nicht passieren, der ja alles versucht, um die allgemeine Impfpflicht durchzudrücken.

Noch aber hat er dafür nicht die Mehrheit im Bundestag zusammen. Insbesondere ein Koalitionspartner wird da wohl nicht mitspielen:

Führende FDP-Politiker sind der Forderung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) entgegengetreten, weitreichende Corona-Schutzmaßnahmen über den 20. März hinaus zu ermöglichen. „Wenn sich die Gefahrenlage entspannt, müssen auch Maßnahmen zurückgefahren werden“, sagte Justizminister Marco Buschmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben). „Man kann nicht bloß präventiv auf Dauer millionenfach Grundrechte beschränken. Darauf muss jede Lösung Rücksicht nehmen.“ Lauterbachs Vorstellungen, was tiefgreifende Maßnahmen über den 20. März hinaus angingen, würden sich nicht realisieren, sagte der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki den Funke-Zeitungen. „Es ist niemandem zu erklären, warum Deutschland in Sachen Corona-Bekämpfung in Europa als Geisterfahrer auftritt. Einen solchen Sonderweg werden wir nicht mittragen.“ Lauterbach hatte verlangt, die Länder müssten weiterhin frühzeitig auf die kommenden Corona-Wellen reagieren können. Dazu gehörten die Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen.

„Es sollte möglich sein, Obergrenzen für private Treffen und öffentliche Veranstaltungen festzulegen sowie Zutrittsregeln etwa für die Gastronomie, also 2G- oder 2G-Plus-Regelungen“, sagte der Gesundheitsminister den Funke-Zeitungen. „Dazu muss es weiterhin die Möglichkeit geben, Testregeln im öffentlichen Raum und in Betrieben durchzusetzen.“ Seine Forderung verband Lauterbach mit einer Warnung: „Wir müssen mit einer Sommerwelle rechnen.“

Sowohl die Delta-wie auch die Omikron-Variante seien so infektiös, dass es „selbst bei gutem Wetter durch viele Kontakte und den nachlassenden Impfschutz wieder zu steigenden Infektionszahlen kommen könnte, wenn es gar keine Einschränkungen mehr gäbe“, mahnte der Minister. Darauf müsse Infektionsschutzgesetz ausgerichtet werden. Kubicki entgegnete: „Wir hatten keine Überlastung des Gesundheitssystems und werden auch keine mehr wegen Corona bekommen. Das war das zentrale Argument für die Grundrechtsbeschränkungen. Es wäre sicher hilfreich, wenn wir endlich aus dem Warn-Modus herauskommen.“

Wenn es nach Lauterbach ginge, wohl eher nie. Sein politisches Überleben hängt nämlich am seidenen Faden „Corona“. (Mit Material von dts)

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