Verlust der Wahrheit: Der Urgrund aller Kriege

„Die Wahrheit an sich ist ewig und stirbt nie – wohl aber gegenwärtig der Begriff der Wahrheit als etwas schlechthin Unhintergehbares – „Schlechte Philosophie“, wie sie heute vorherrschend ist, betreibt „Wahrheitsspiele“ – als da sind: Konstruktivismus, Poststrukturalismus, Nietzsche-Epigonen, Positivismus, Utilitarismus, Marxismus & Kritische Theorie und alles postmoderne „Anything goes“ …
Alle „gute“ Philosophie hat das als Gemeinsamkeit und Voraussetzung: die Garantie der unrelativierbaren Vernünftigkeit der Vernunft, das Axiom, daß das Wesen der Welt Logos ist – „
. (Netzfund des Tages)

von Max Erdinger

Dieser Gedankengang in der Tradition des irischen Schriftstellers und Literaturwissenschaftlers Clive Staples Lewis (1898-1963) ist gerade wieder sehr aktuell. Man sieht es am medialen Umgang mit dem Krieg in der Ukraine, der aus utilitaristischen Gründen reduziert werden soll auf die Frage nach dem Schuldigen. Die jeweils andere Seite als die schuldige Seite zu identifizieren, dient auf beiden Seiten nicht der Feststellung von Schuld, sondern der Zementierung einer Überzeugung von der eigenen Unschuld. Andernfalls müsste man sich als verantwortlich begreifen. Es dürfte schlechterdings unmöglich sein, einerseits – wie so oft in der Vergangenheit geschehen – die eigene Gesellschaft als infantil zu bezeichnen, um andererseits zu unterstellen, sie würde Verantwortung für sich akzeptieren.

Es ist nicht wahr, daß Putin der Alleinschuldige an diesem Krieg ist. Wahr ist, daß dieser Krieg die logische Folge einer Entwicklung ist. Wahr ist, daß der Frieden ein Wunsch, der Krieg aber eine Tatsache ist. Seit Menschengedenken ist es nie anders gewesen. Verhindern läßt sich ein Krieg mit Lug & Trug nicht. Politik, die nur Interessen dient, aber nicht der Wahrheit, wird niemals Kriege verhindern können. Krieg ist immer ein Interessenskonflikt.

Nun wären Interessen ansich nichts Verwerfliches, so lange man sie offen benennt. Interessenskonflikte würden sichtbar werden und könnten friedlich beigelegt werden. Wer aber „Frieden“, Freiheit und Demokratie“ brüllt, damit nicht erkannt werden soll, welche Intereressen wirklich hinter seinem Gebrüll stecken, der denkt zielorientiert utilitaristisch, aufs Ganze gesehen also kurzsichtig, und bedient sich dabei betrügerischer Methoden.

Die NATO-Osterweiterung

Daß die NATO-Osterweiterung keine stichhaltige Begründung für die offen zu Tage getretene russische Aggression sei, ist genau das: eine Lüge zum Zweck der Schuldverschiebung nach Moskau. Im Grunde genommen ist sogar schon das Wort „NATO-Osterweiterung“ im Zusammenhang mit der Ukraine eine Lüge, so sehr es sich formal natürlich um eine NATO-Osterweiterung handelt. Im Kern handelt es sich aber nicht um eine Osterweiterung der NATO, sondern um eine des amerikanischen Imperiums. Die nichtamerikanischen NATO-Staaten wurden von den treibenden Kräften in den USA mit Schlagwörtern wie „defensives Verteidigungsbündnis auf Gegenseitigkeit“ und „Bündnistreue“ lediglich in die Geiselhaft der Interessen gewisser Kreise in den USA genommen.

Die NATO-Osterweiterung wurde in den USA selbst bis Mitte der Neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts durchaus als gigantischer Fehler gesehen. Sogar bei Wikipedia läßt sich das nachlesen. Umso schockierender ist die Erkenntnis heute, daß sich offensichtlich noch nicht einmal mehr die Mühe gemacht wird, sich schlau zu machen, ehe man sich ganz wegen des je persönlichen Wunsches, abseits aller Wahrheit bei der Mehrheit zu sein, eindeutig positioniert, so, wie das bspw. Steinhöfel rigoros getan hat, wodurch er bei mir für alle Zeiten unten durch ist. Ich kann den Mann nicht mehr ernstnehmen, so, wie ich alle nicht mehr ernstnehme, die heute mit blaugelben Flaggen durch die Gegend laufen und gegen Russland und alles russische hetzen. Aber gut, die NATO-Osterweiterung aus amerikanischer Sicht vor etwa 25 Jahren:

In einem offenen Brief an den damaligen Präsidenten der USA Bill Clinton vom 26. Juni 1997 äußerten mehr als 40 ehemalige Senatoren, Regierungsmitglieder, Botschafter, Abrüstungs- und Militärexperten ihre Bedenken gegenüber der von ihm geplanten Osterweiterung der NATO und forderten ihre Aussetzung. Zu den Unterzeichnern gehörten der Verteidigungsexperte des Senats Sam Nunn, Gary Hart, Bennett Johnston, Mark Hatfield, Gordon J. Humphrey, sowie die Botschafter in Moskau Jack Matlock und Arthur Hartman, außerdem Paul Nitze, Reagans Abrüstungsunterhändler, Robert McNamara, Verteidigungsminister a. D., Admiral James D. Watkins, ehemals Direktor des CIA, Admiral Stansfield Turner, Philip Merrill und die Wissenschaftler Richard Pipes und Marshall D. Shulman. Der Brief bezeichnet die Beitrittsangebote der NATO 1997 als „politischen Irrtum von historischen Ausmaßen“.

Die Unterzeichner befürchteten, dass die Sicherheit und Stabilität Europas in Gefahr sei, und begründeten dies mit vier Argumenten:

– In Russland werde die NATO-Osterweiterung, die von allen politischen Kräften abgelehnt wird, die undemokratische Opposition stärken und die Reformkräfte schwächen. Russland werde dazu gebracht, die Vereinbarungen nach dem Ende des Kalten Krieges infrage zu stellen und Widerstand gegen die Abrüstungsverträge zu mobilisieren.
– Es werde eine neue Grenze zwischen Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern gezogen. Dies verstärke die Instabilität und führe zu einem geschwächten Sicherheitsempfinden bei den Nicht-Mitgliedern.
– Die Osterweiterung vermindere das Potential der NATO, indem sie Garantien an Länder mit ernsthaften Grenz- und Minderheitsproblemen sowie uneinheitlich entwickelten demokratischen Systemen gebe.
– In den USA werde eine Kostendebatte ausgelöst, die das Engagement der USA für die NATO infrage stellen werde.

Als Alternative zur Osterweiterung forderten die Unterzeichner eine ökonomische Öffnung im Sinne einer Osterweiterung der EU, eine Verstärkung des Partnerschaft-für-den-Frieden-Programms, eine engere Kooperation zwischen Russland und NATO und eine Fortsetzung der Abrüstungsbemühungen.“ (Quelle: Wikipedia)

Die NATO-Osterweiterung wurde auch in Europa nicht unkritisch gesehen. Dr. Hermann Scheer, SPD, MdB und Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, war nicht der einzige, der bereits 1996 eindringlich davor warnte.

Trotz der dann angelaufenen NATO-Osterweiterung gab es weiterhin Gespräche mit Russland, etwa im NATO-Russland-Rat. Im deutschen Fersehen war damals die Russland-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz häufig zu Gast, ARD-Korrespondentin in Moskau, meistens mit recht erfreulichen Nachrichten. Zwischen Altbundeskanzler Gerhard Schröder und Wladimir Putin entwickelte sich eine Freundschaft. Sowohl Krone-Schmalz als auch Schröder stehen heute unter „Bekenntniszwang“. Krone-Schmalz ruderte vergangenen Monat zurück („Habe mich getäuscht“), Schröder verweigerte sich dem Druck und gilt heute als Ausgestoßener. Das dient dem Selbstverständnis derjenigen, die alles akzeptieren würden, außer, sich selbst geirrt zu haben. Natürlich gab es auch in Russland so manchen schrägen Vogel, Schirinowski zum Beispiel, oder den fundamentalrussischen Philosophen Alexander Dugin, der 2013 noch einen gewissen Einfluß auf Putins Denken genommen haben soll. Aber die spielten dann bald keine Rolle mehr. Erste Klagen Putins über die fehlende Vertrauenswürdigkeit seiner westlichen „Partner“ waren bereits um das Jahr 2007 zu vernehmen. Das hätte man wohl besser ernstgenommen.

Wie verkümmert allein in Deutschland schon die Bereitschaft ist, einfach zu sagen, was man wirklich denkt; welcher enorme Druck auf jedem lastet, der sich äußert, läßt sich schon daran ermessen, daß offenbar niemand mehr eine Stellungnahme zum gegenwärtigen Krieg abgeben kann, ohne mindestens vorausgeschickt zu haben, daß er die russische Invasion total ablehnt, verurteilt, und die Schuld dem Aggressor rüberschiebt. Wer das ist, hat festzustehen. Das ist auch nicht so schwierig, weil schließlich feststeht, wer in die Ukraine einmarschiert ist. Warum das allerdings passiert ist? – Na klar, weil dieser Putin eben kein Gewissen hat. Oh heilige Einfalt. Wenn er keines hat, dann haben es automatisch wir. Wie praktisch. Diese Denke ist wirklich infantil.

Überlegen Sie mal, wo wir gelandet sind, wenn sich Rüdiger Lucassen, Ex-Vorsitzender der AfD in NRW und Oberst a.D., bemüßigt fühlt, sich über eine von ihm sogenannte „Sprechregelung“ über das „Kriegsnarrativ“ für AfD-Funktionäre den Kopf zu zerbrechen und eine solche dann auch noch zu veröffentlichen. Parteipolitische Nützlichkeitserwägungen, Korpsgeist, Sammlung der Seinen – was hat das alles noch mit der einen Wahrheit zu tun, der Realität als solcher? Was verrät das über den Respekt, den Lucassen der freien Rede gegenüber haben sollte, wenn er angeblich eine Alternative zum zeitgeistigen Desaster will? Genau diesem Desaster redet er doch noch das Wort, der dem Worte inhärenten „Denke“ nach? Das ist doch utlilitaristisches Denken in Reinkultur, „falsche Philosophie“. Eine neue, „alternative Wahrheit“ zu den bestehenden Narrativen, die Wahrheit simulieren sollen? Philosoph ist Lucassen mit Sicherheit nicht. Und sein Präferenzutilitarismus führt zu gar nichts Wirklichem, sondern lediglich zu einem neuen Standort in der allgemeinen Illusion. Ob man in der Illusion hier oder dort steht, ist aber irrelevant.

Die NATO in Geiselhaft der USA

Es ist schon wahr, daß Westeuropa, Deutschland ganz besonders, unglaublich geschlampt hat bei der Sicherung seiner Verteidigungsfähigkeit, und daß es sich ganz auf die USA und deren gigantisches Rüstungsbudget verließ. Das führt heute dazu, daß die europäischen NATO-Länder auf Gedeih und Verderb den USA ausgeliefert sind, und zwar unabhängig von der Frage, wer in den USA offiziell, und wer dort inoffiziell, aber tatsächlich regiert. Joe Biden ist nur eine vorgeschobene Figur. Ernsthaft: Wer glaubt, daß ein Mensch im geistigen Verfalls-Stadium von Joe Biden das Amt eines US-Präsidenten ausfüllen könnte, der kann selbst nicht mehr alle Latten am Zaun haben.

Die westeuropäischen NATO-Länder sind gefangen in einem angeblich rein defensiven Verteidigungsbündnis, das angeführt wird von einer Clique, der jede tatsächliche demokratische Legitimation fehlt. Sie hat auch kein Interesse daran, eindeutig identifiziert zu werden. Pauschal wird sie als der „Deep State“ bezeichnet. Das ist so eine Bezeichnung, die an wabbelige Götterspeise erinnert. Niemand weiß so genau, wer in diesem Deep State mit wem aufgrund welcher Interessen welche strategischen Koalitionen eingegangen ist, wer der eigentliche Kopf ist und ob es einen gibt, wie der genau mit dem WEF und der OSF verbandelt ist und mit wem über welche Schienen noch. Das Drama unserer Zeit: Die Vermischung von NGOs, Atlantikbrücken, Sicherheitskonferenzen und Stiftungen mit Regierungen, Medien und Ministerien. Dieser Deep State ist ziemlich schemenhaft. Fragmente davon sind ziemlich gut zu identifizieren, ein detailliertes Organigramm hat keiner, so weit ich weiß. Nur, daß er existiert, steht fest, und daß er so ziemlich alle demokratischen Institutionen durchsetzt hat mit seinen Leuten. Und feststeht, daß die Vision Schwabs vom WEF künftige „Regierungen“ sind, bei denen der Souverän nicht mehr das jeweilige Volk ist. Er hätte gern ein Triumvirat aus herkömmlichen Regierungen, NGOs und internationalem Größtkapital.

Der Umsturz in der Ukraine 2013/14 war so gesehen auch nicht direkt ein von den demokratisch legitimierten USA verursachter, sondern ein von amerikanischen Interessengruppen durchgeführter. Die entziehen sich natürlich jeder effektiven Verhandlungsfähigkeit, wenn diesen Verhandlungen Staatlichkeit wiederum als Gesprächsvoraussetzung dient. Geheimdienste versuchen recht mühselig, auseinanderzuklamüsern, wer da wessen Sprachrohr genau ist. Was ein offizieller Regierungsvertreter der USA mit wem auch immer bespricht, kann von diesen semi- und antistaatlichen Gruppen konterkariert werden. Bisweilen wird sich auch nicht klar trennen lassen zwischen Deep-State-Äußerungen und Äußerungen der US-Regierung.

Man versetze sich in Putins Lage. Mußte er sich nicht ständig fragen, wer ihm da eigentlich gegenübersitzt bei Verhandlungen? Natürlich musste er das. Und das gilt nicht nur für Verhandlungen mit US-„Regierungsvertretern“, sondern auch für europäische. Ernsthaft: Wie soll der russische Außenminister Lawrow jemanden wie die britische Außenministerin Truss ernstnehmen, wenn die zu Verhandlungen nach Moskau reist und noch nicht einmal weiß, daß Rostow am Don zu Russland gehört? Eine ganz einfache Fangfrage Lawrows hatte ausgereicht, damit er wissen konnte, wer ihm da geschickt worden war, um Verhandlungen zu simulieren. Glaubt ernsthaft jemand, Frau Annalena Baerbock sei aus sich heraus in der Lage, eine deutsche Außenpolitik zu definieren und auszuformulieren? – Das sind Galionsfiguren, alle miteinander. Ich könnte schon lachen, wenn jemand von „unsere Regierung“ spricht. Das ist schon lange nicht mehr unsere.

Was nun die Ukraine betrifft, stehen wir vor der Situation, daß die NATO mit hineingezogen werden soll, obwohl die wiederum die Staatlichkeit ihrer Mitglieder als Legitimation ihrer selbst voraussetzt. Das ist das generelle Problem in dieser ganzen Angelegenheit. Nichts ist so, wie es scheint. Formal ist die Ukraine ein souveräner Staat, tatsächlich ist sie lediglich die definitorische Vorstellung eines solchen Staates. Es fehlt ihr die innere Staatlichkeit hinter der Fassade eines souveränen Staates. Es ist ein Gebiet, das spätestens seit 2014 peu a peu unter die Räuber aus Amerika gefallen ist. Die wiederum sind nicht zwangsläufig identisch mit einer demokratisch gewählten Regierung in den USA. Es gibt derzeit keine. Trump wäre der demokratisch legitimierte Präsident. Er wurde gnandenlos betrogen bei der Stimmauszählung der US-Wahl 2020 und zwar nicht einmal knapp, sondern im gigantischen Ausmaß. Und weil es gar nicht mehr anders ging, wenn die ganz große Agenda nicht hätte gefährdet werden sollen. Selenskyi ist nicht Präsident der Ukraine, sondern Präsidentendarsteller, lediglich formal also Präsident, so, wie das in den USA mit Joe Biden der Fall ist. Jede Diskussion über diesen Krieg, der auf den Prämissen von Staatlichkeit und demokratischer Legitimation fußt, ist eine Diskussion an der Realität vorbei. Begriffe wie „Völkerrecht“, „Angriffskrieg“, „Aggressor“ und „Opfer“ stimmen deshalb auch nur noch definitorisch, aber nicht tatsächlich. Um auf C.S. Lewis zurückzukommen: Die Definition von etwas ersetzt nicht das tatsächliche Wesen von etwas.  Das Leben findet aber in der Realität statt, nicht in einer Definition von Realität. Realität wiederum ist ein Synonym für Wahrheit.

Die NATO ist per definitionem ein defensives Militärbündnis auf Gegenseitigkeit. Die Ukraine ist per Definition kein NATO-Mitglied, tatsächlich ist sie aber eines. Und zwar als Scheinstaat, nicht als souveräne Nation. Das ist die Kombi entlang der einen Wahrheit, wie ich sie nach bestem Wissen und Gewissen identifiziere.  Die Ukrainer haben Poroschenko 2019 abgewählt. Er war ihnen 2014 als „ihr Präsident“ angedient worden und hatte sich unglaublich bereichert in den fünf Jahren seiner vermeintlichen „Amtszeit“. Deswegen dachten die Ukrainer, sie hätten ihn 2019 abgewählt. Tatsächlich hatten sie weder 2014 noch 2019 „ihren Präsidenten“ gewählt, sondern beide Male einen amerikanischen Prokönig. Das ist die Wahrheit zur Demokratie in der „souveränen Nation“ Ukraine. Tatsächlich war die Ukraine zu keinem Zeitpunkt nach 2014 souverän, außer eben formal nach Völkerrecht. Und machen Sie sich nichts vor. Im Prinzip ist das bei keinem westeúropäischen Land mehr anders.

Was Ihnen als Kandidaten zur Wahl vorgestellt wird, ist das Resultat einer Vorauswahl, mit der sichergestellt wurde, daß Sie gar nichts „Verkehrtes“ wählen können. Es hat schon seinen Grund, warum die deutschen Altparteien inzwischen als die NED bezeichnet werden, die neue deutsche Einheitspartei. Im Augenblick verschanzen sich interessierte Kreise aus den USA und der Globalisten-Community noch hinter Begriffen wie Völkerrecht, Demokratie, Menschenrecht und Humanität. Glauben Sie ernsthaft, ARD & ZDF senden, damit Sie etwas davon haben? Nein, die senden, damit das, was Sie für Ihre Regierung halten, etwas von Ihrer Meinung hat. Lassen Sie sich einfach nicht länger mehr Länge mal Breite verarschen in der Matrix.

Es gibt wohl eine Wahrheit zu diesem Krieg in der Ukraine. Es gälte, herauszufinden, welche das ist. Ob das überhaupt möglich ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ein simples Schwarz/Weiß-Schema ist etwas für denkerische Faulpelze, denen eine Meinung schon genügt, mit der sie sich in der kollektiven Gutmeinungssuhle mitwälzen dürfen. Clint Eastwood als „Dirty Harry“, bester Filmsatz ever: „Meinungen sind wie Arschlöcher. Jeder hat eines.“

Deutsche Sprache

Deutsch ist zwar eine wunderbar präzise Sprache, aber in einem Punkt leider nicht. Ich habe nachgeforscht. Es gibt eine Ungenauigkeit, die sich seit Jahrhunderten in unserer Sprache wiederfindet und unser Denken beeinflußt. Das ist die Pluralisierung von Begriffen, die es tatsächlich im Plural nicht geben kann. Gerechtigkeiten, Freiheiten, Wahrheiten und Lügen. Es gibt die Freiheit, die Wahrheit und die Lüge. Und es gibt tausend verschiedene Sachverhalte, die entweder gelogen oder wahr sind. Und zwar entlang der einen Wahrheit und der einen Lüge. Es gibt Vorstände, aber keine Verstände. Es gibt nur einen Verstand.

Unser Europa

Überlegen Sie: Putin spricht Deutsch, und gar nicht mal schlecht. Kennen Sie einen amerikanischen Präsidenten, der sich je darum bemüht hätte, Deutsch zu lernen? Das ist ja keine ganz leichte Sprache. Putin im deutschen Bundestag 2001: War das nicht ein ausgestreckte Hand? St. Petersburg wurde in den Sümpfen links und rechts der Newa erbaut, ganz nah am finnischen Meerbusen, am östlichen Ende unserer Ostsee. Jeder Stein musste mit Schiffen herangeschafft werden. Wer macht so etwas, wenn nicht ein Zar wie Peter der Große, der eine unendliche Bewunderung für Westeuropa hatte und selbst noch den Beruf des Schiffsbauers in den Niederlanden erlernte? Welches größere Kompliment hätte er Europa machen können, als mit der Wahl des Standortes seiner Hauptstadt? St.Petersburg ist erst 300 Jahre alt. Ein Traum in Stein.

Und dann das Übel namens Sowjetunion: Waren an diesem Konstrukt nicht auch deutsche Geister resp. Ungeister beteiligt? Wesentlich sogar. Karl Marx? Hängt denn nicht die ganze russische Geschichte an Europa? Wie kann man so treulos sein und Russland wegstoßen, es gar den Chinesen rüberschieben? Es geht mir nicht in den Kopf. Und nur, weil eine absolut verkommene Gangsterclique aus den USA und aus was-weiß-ich für welchen „ThinkTanks“ die Ukraine gekapert hat und behauptet, dort würden „unsere Werte“ verteidigt. Welche Werte denn noch? Ausbeutung der Ukrainer? Schüren eines Kriegs zwischen ukrainischen Volksgruppen? Unterstützung für Kleptokraten wie Poroschenko und Selenskyi? Pamperung von absoluten Nazibanden, die vor nicht einer bestialischen Gräueltat zurückschrecken? Unsere Werte? Freiheit? Demokratie? Rechtsstaatlichkeit? – Wo? Wo denn bei uns noch? Tatsächlich ist es doch so, daß nicht nur die Ukraine von „den USA“ (gewissen globalistischen und/oder US-imperialen Kreisen) verraten und verkauft wird, sondern ganz Europa.

Es ist dieser giantische Verrat, der sich „unschuldig“ hinter Formalien und Definitionen, Vertragswerken und Bündnissen versteckt, die inhaltlich längst so entkernt sind wie die „souveräne Nation Ukraine“ von ihrer Staatlichkeit, die „europäische Union“, der Begriff „Volksvertreter“, die Begriffe „Meinungs- und Pressefreiheit“, die „Menschlichkeit“, die „Rechtsstatlichkeit“, die „Freiheit“, die „Informiertheit“, der „gesellschaftliche Dialog“ und so vieles mehr. Alles nur noch verbale Windmühlen ohne Inhalt. Sehen Sie genau hin! Es ist keine deutsche Äußerung zum gegenwärtigen Krieg mehr möglich, der nicht als allererstes ein Bekenntnis zur russischen Schuld vorangestellt werden muß, um überhaupt noch geäußert werden zu dürfen. Das sind „Wir“. Das „Wir“ hat keine freiheitlichen, demokratischen Werte mehr. Das deutsche „Wir“ des Jahres 2022 ist mehrheitlich eines von gräßlich kleinkarierten Rechthabern, die tatsächlich für wichtig halten, was ihnen jeweils persönlich gefällt. „Gefällt mir“. Meine Meinung, deine Meinung.

Schauen Sie sich doch die Ampelkoaliton an. Glauben Sie ernsthaft, daß das noch „Ihre Regierung“ ist? Glauben Sie ernsthaft, daß in dieser Ampel noch irgendwer Sie und Ihre Landsleute als den Souverän akzeptiert? Glauben Sie ernsthaft, daß Mr. Blackrock-Merz deutsche Interessen vertritt, wenn er für einen Einsatz der NATO in der Ukraine plädiert? Glauben Sie, daß die EU-Institutionen noch Institutionen für Europäer sind? Meinen Sie nicht, daß die NATO im Augenblick ganz allein für die Durchsetzung von Interessen der USA mißbraucht werden soll, und daß unsere „Bündnistreue“ deshalb eine äußerst einseitige Angelegenheit ist, die ganz auf Kosten von uns Europäern gehen wird?

STRATFOR-Chef George Friedman hat vor gut sechs Jahren schon recht unverblümt die Wahrheit herausgeplaudert: Es gibt keine freundschaftlichen Beziehungen der USA mit einer politischen Entität namens Europa. Es gibt allenfalls freundschaftliche Beziehungen zu einzelnen Ländern in Europa. Das hat er gesagt beim Chicago Council 2015. War es nicht die amerikanische Vize-Außenministerin Victoria Nuland, die beim Maidan in der Ukraine 2014 die Worte „Fuck the EU!“ gesprochen hat? Braucht irgendwer solche Freunde, während er zugleich ganz unbedingt EU sein will? Hatten wir ein Verteidigungsminsterium oder ein Entmilitarisierungsministerium? War es nicht Donald Trump, der nicht länger mehr den Weltpolizisten geben wollte und uns deshalb dazu aufgefordert hatte, stärker in unsere eigene Verteidigung zu investieren? Wer hatte ein Interesse daran, daß die EU quasi ein amerikanischer Kindergarten bleibt? Die Europäer? Wie das denn? Wessen Interesen gernau hat Frau Merkel vertreten? Ihre eigenen? Da könnte was dran sein. Freundliches Gesicht machen.

Was ist jetzt wichtig?

Das allerwichtigste ist, sich herauszuhalten und keine Fähnchen zu schwenken. Wichtig ist, die NATO nicht für rein amerikanische Interessen zu mißbrauchen. Wichtig ist, keine Russen zu beschimpfen und sie verantwortlich zu machen für das Versagen der Europäer als US-Vasallen. Wichtig ist, sich wieder Volksvertreter zu besorgen, anstatt sich von amerikanisch-globalistischen Prokönigen hinters Licht führen zu lassen. Wichtig wäre, NGOs, Stiftungen und „Philanthropen“ auf ihre Plätze zu verweisen. Wichtig wäre, Russland zu signalisieren, daß man seine eigenen Versäumnisse der vergangenen 25 Jahre anerkennt und korrigieren will, sowie, daß sich Europa in der Zukunft militärisch so kräftigen wird, daß es sich von den USA als einer westlichen Hegemonialmacht emanzipieren kann und als ernstzunehmender Verhandlungspartner von Russland akzeptiert wird. Das amerikanische Zeitalter neigt sich ohnehin seinem Ende zu. Da muß man sich nicht noch mit in den Abgrund reißen lassen, und nur, um die amerikanische Agonie zu verlängern. Wichtig wäre, den Amerikanern einen rechtmäßigen Präsidenten zu wünschen, der sich um die amerikanischen Probleme zu allererst kümmert, anstatt dilettantisch in der ganzen Welt umeinanderzumarodieren. Und das Allerwichtigste wäre, endlich diesen Schwab zu neutralisieren und sein WEF wieder unter Kontrolle zu bringen. Es kann ja wohl nicht sein, daß man tatenlos dabei zusieht, wie sich ein privater Verein zur Weltmacht aufschwingt. Geht’s überhaupt noch? Kurz und bündig: Wichtig wäre, Schluß zu machen mit Konstruktivismus, Poststrukturalismus, Nietzsche-Epigonen, Positivismus, Utilitarismus, Relativismus, Marxismus & Kritischer Theorie sowie dem ganzen anderen postmodernen Krempel. Der Frieden ist ein Wunsch, der Krieg ist Tatsache. Wo lebt man eigentlich, wo folgender Dialog denkbar ist: „Nie wieder Krieg!“ – „Wie bitte?“ – „Nie wieder Krieg, habe ich gesagt!“ – „Mit Verlaub, da hinten findet gerade einer statt.“ – „Wer hat den angefangen?“ – „Die Russen, wie es aussieht. Aber es sieht nur so aus.“ – „Krieg den Russen, Krieg den Russen! Krieg! Krieg! Krieg!“. – Wie blöde wird’s denn noch?

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