Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: Machen wir uns doch nichts vor

+++ Die „Welt“ heute mit folgender Schlagzeile: „Sollten wir den Verkauf harten Alkohols in Supermärkten und Tankstellen verbieten?„. Das ist ein Paradebeispiel für eine dieser geframten Schlagzeilen, mit denen Deutschen seit mindestens zwei Jahrzehnten die Birne weichgeklopft worden ist. Oben drüber die Behauptung: „Schweden geht mit gutem Beispiel voran – sollte Deutschland folgen?„. Das Dauerproblem mit dem „Wir“ und den „die Menschen“. Tatsächlich wurde eine ganz andere Frage gestellt. Sie lautet: „Solltet Ihr euch den Einkauf harten Alkohols in Supermärkten und Tankstellen von uns verbieten lassen?“. Dieses behauptete „Wir“ besteht ja aus einem Zwei-Komponenten-Hirnverkleber: Die eine Hälfte von „Wir“ besteht aus den Verbietern – und die andere aus den Gehorchern. Erst wenn man das miteinander verrührt, wird ein konstruiertes „Wir“ daraus. Nein, tatsächlich sollten „Wir“ uns von DENEN (!) nicht den Einkauf harten Alkohols in Supermärkten und Tankstellen verbieten lassen, weil „Wir“ nämlich wahlberechtigte Erwachsene sind, die selber wissen, ob sie etwas kaufen wollen, und wenn ja, was sie kaufen wollen und wann sie es kaufen wollen. Und wieso überhaupt „gutes Beispiel“ aus Schweden? Die schwedische Coronapolitik war doch auch kein „gutes Beispiel“? Wieso wäre dann Schnaps-Stopp an der Tanke eines? So, wie die Deutschen mit ihren Autos durch die Gegend eiern, brauchst du doch als Verstandesmensch den Schnaps so dringend im Blut wie dein Diesel-Benz das AdBlue im Zusatztank? Nüchtern hältst du doch den Straßenverkehr überhaupt nicht mehr aus? Schnaps an der Tankstelle ist ein formidabler Verkehrsberuhiger. Und er dient auch der Sicherheit. Besser, du siehst beim Überholen zwei Autos entgegenkommen anstatt nur eines. Dann kannst du wenigstens zielen und zwischen beiden durchfahren. Außerdem brauchen die Tankstellenpächter den harten Alkohol im Laden, weil sie ihr wirtschaftliches Überleben nicht mit dem Verkauf von Kraftstoffen sichern können. Also merken: Wenn in Deutschland jemand „Wir“ sagt, dann meint er immer entweder „Du“, „Dich“, „Sie“ oder „Ihr“. Weil das so ist, liest man das „Wir müssen“, „Wir brauchen“ und „Wir dürfen nicht“ am häufigsten in den Redemanuskripten von „Volksvertretern“, die wiederum nicht dieses ominöse „Wir“ vertreten, sondern ihre eigenen Interessen. „Volksvertreter“ zählen nicht mehr zum „Wir“. Das sind „Die“. Was ihnen einfällt oder einzufallen hat, fällt „DENEN“ ein, aber nicht „uns“. Ergo: Den Schnaps kaufen – tatsächlich wir – auch weiterhin an der Tanke – und zum Wasserlassen wanken wir in den Bundestag. Dort müssen wir nur aufpassen, daß uns der hackedichte Lauterbach nicht auf die Füße pinkelt. +++

+++ Überhaupt Volksvertreter: Fast alles, was das politische „Wir“ in den vergangenen Jahren für diskutabel und kritikwürdig hielt, hatte als unausgesprochene Voraussetzung, daß „unsere Volksvertreter“ sich mehr oder minder erfolgreich darum bemühen, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden und seinen Nutzen zu mehren. Oder sogar völlig erfolglos. Allerweil müsste aber klargeworden sein, daß noch nicht einmal Hein Blöd so dämlich wäre, es dermaßen zu versemmeln wie „unsere Volksvertreter“. Deswegen folgender Gedankengang: Neue Voraussetzung – „unsere Volksvertreter“ bemühen sich um etwas anderes, als Schaden vom deutschen Volk abzuwenden und seinen Nutzen zu mehren. Schon werden gewisse Vorgänge erklärlich und der „Volksvertreter“ gewinnt insofern, als daß er uns nicht länger mehr als ausgesprochen minderbegabt vorkommen muß, sondern als listiger Trickser. Listige Trickserei wiederum setzt ein Mindestmaß an Intelligenz voraus. Bei Christian Lindner scheint dieses Mindestmaß gerade noch so gegeben zu sein. Er will jetzt einen Rabatt auf das zu entrichtende Vermögen an der Tankstellenkasse einräumen. Na ja, einräumen lassen, eher. Und zwar vom Tankstellenpächter. Der soll also die Rabatte vorfinanzieren, die er sich dann vom Fiskus wieder erstatten lassen kann. So viel Geld hat aber kein Tankstellenpächter mehr nach den fiskalischen Raubzügen der Vergangenheit. Außerdem: Bei der galoppierenden Inflation kann man sich ausmalen, was die Erstattung noch wert wäre, bis er sie bekäme. Und der bürokratische Aufwand erst! In anderen Ländern, wo der Finanzminister offensichtlich nicht so sehr davon überzeugt ist, daß er es beim Souverän mit einem Deppen zu tun hat, senkt die Regierung einfach die Steuern auf Treibstoff und gut isses. Aber „unser“ Christian Lindner glaubte offensichtlich, er könne sich auch mit einem ausgekügelten Rabattsystem wieder näher an seine Außenwahrnehmung als „Volksvertreter“ heranrobben. Dem Heinerhofbauern sein Knecht sagt: „Da scheißt ihm der Hund was.“ +++

+++ Da fällt mir ein: Wenn „unsere Volksvertreter“ gar nicht mehr Schaden vom deutschen Volk abwenden und seinen Nutzen mehren wollen, – was wollen sie denn dann, außer sich die Taschen vollzustopfen? Wahrscheinlich wollen sie verhindern, von ihren eigentlichen Auftraggebern für unbrauchbar gehalten zu werden. Eine solche Einschätzung würde persönliche Verluste mit sich bringen. Es ist nämlich so: Je unbrauchbarer der Volksvertreter für das Volk ist, desto brauchbarer ist er für den wahren Regenten eines Volkes. Weil das Volk die Falschen für seine Vertreter hält und nicht erkennt, wer es zu wessen Wohl & Frommen in Wahrheit regiert. Sich über Leute wie Lauterbach, Faeser, Scholz oder Baerbock aufzuregen, ist eigentlich Zeitverschwendung. Den Kanadiern ist das mit Trudeau bereits aufgefallen. Leider zu spät. Im Augenblick ist es ja so, daß in Osteuropa wieder Bomben fallen und Zivilisten sterben, weswegen sich nicht wenige hierzulande überlegen, ob man nicht ein paar Bomben über dem Kreml abwerfen sollte. Ganz falscher Gedanke. Ganz falsch. Abgesehen davon, daß man eigentlich überhaupt niemals irgendjemandem Bomben auf den Kopf fallen lassen sollte: Wenn man schon welche fallen läßt, dann möglichst auf diejenigen, wo es den wenigsten Schaden anrichtet. Die wohnen ganz woanders als in Moskau. +++

+++ Welche ist die dümmste Partei Deutschlands? – Die Grünen? – Nein. Was die in ihrem Wolkenkuckucksheim veranstalten, ist für Wolkenkuckucksheim logisch und folgerichtig. Die dümmste Partei ist die CDU. Die Sozialdemokraten und die „Liberalen“ sind bloß völlig verkommen, aber nicht dumm, gemessen an dem, was sie insgeheim befördern sollen, aber nicht zugeben können. Die CDU, respektive die Mitglieder der CDU oder die sogenannte „Basis“, in gewisser Weise also „Volk“, ist wahnsinnig dumm. Warum? Weil sie glauben, Merz wäre das Gegenteil von Merkel. Der einzige Unterschied zwischen Merz und Merkel ist der, daß Merkel – typisch sozialprotestantischer „Meinmädchenkohl“ – an „das Gute“ im Menschen glaubte, und daß die Globalisierung deswegen das Gute für die lieben und guten „die Menschen“ weltweit sei. In dem Punkt ist Merz Realist. Der weiß, für wen die Globalisierung samt „Great Reset“ gut ist. Die CDU ist das nicht. Weil aber in der CDU alle begeistert sind von Merz, nachdem sie ihn zu Merkels Zeiten gehorsamst abgelehnt hatten, handelt es sich bei der CDU um die dümmste Partei. Die halten sich tatsächlich für bürgerlich-konservativ-mittig-normal-vernünftig … – oder für so irgendetwas. +++

+++ Ehe ich es vergesse: In Donezk gab es gestern mindestens ein Dutzend Tote im Stadtzentrum, nachdem dort eine Splitterbombe vom Himmel gefallen war. Es war eine der ukrainischen Armee. Gräßliche Bilder. Warum war das eine der ukrainischen Armee? Weil die russische Armee wohl kaum Essen an die Zivilisten der kürzlich erst als souverän anerkannten Republiken Donezk und Luhansk verteilt, um sie hernach mit Splitterbomben umzubringen. Super-Selenskyi, der Liebling jener Deutschen, die „ihre Regierung“ tatsächlich für ihre eigene halten, hatte zwei Tage vorher bereits angekündigt, daß jeder Ukrainer, der mit Russen verhandelt, sein eigenes Todesurteil unterschrieben habe. Die ukrainische Regierung betrachtet Donezk und Luhansk bekanntlich noch immer als einen Teil „ihrer“ Ukraine. Was also diese Splitterbombe im Stadtzentrum von Donezk angeht, wird niemand behaupten können, Super-Selenskyi sei kein Ehrenmann, weil er sein Wort nicht halte. Großartiger Typ, der. Ganz ehrlich. Und seine Freunde in Deutschland erst – boaah! Die Weltmeister im Zeichensetzen. Frieren für die Freiheit und so weiter. Hellstes Volk ever. +++

+++ Das auch noch: Der „Freedom Day Germany“ am 20. März ist geplatzt. Wer ist schuld? Die Russen natürlich. Wegen der ukrainischen Flüchtlinge, die das „Wir“ aufnehmen muß, was nun wirklich eine Selbstverständlichkeit wäre, wenn nicht so verdammt viele wieder aussehen würden, als seien sie vor den russischen Angriffen erst einmal ins Schwarze Meer geflüchtet, wo sie dann herausgefischt wurden. In der Ukraine sollen angeblich um die 70.000 Menschen vom schwarzen Kontinent studiert haben. Das wären 70.000 von über 40 Millionen. Wenn man aber die Bilder von ukrainischen Flüchtlingen sieht, kommt man nicht umhin, anzunehmen, daß die Fotografen wieder einmal die Nadel im Heuhaufen gefunden haben müssen. Jedenfalls fällt der „Freedom Day Germany“ wieder einmal aus, weil von den geflüchteten Ukrainern angeblich nur 35 Prozent geimpft sind. Das verdünnt die gesamtdeutschgeographische Impfquote bis unter einen Wert, bei welchem an einen „Freedom Day“ überhaupt zu denken ist. Wie die ganze Zukunft aussieht, hat auch „unser“ Bundesgesundheitsminister, Karl „Welle“ Lauterbach schön erklärt. Der Ausnahmezustand sei jetzt die neue Normalität, sagte er. Weil: Die Zukunft bringt den Klimawandel. Es wird heiß. Die Pandemien werden zunehmen. Es wird Kriege ums Wasser geben. Jeder, der Karl „Welle“ Lauterbach so ernstnimmt wie ich, wird zugeben müssen, daß das alles gar keine guten Voraussetzungen für einen „Freedom Day“ sind. Und zwar bis zum St. Nimmerleinstag nicht. Aber so viel steht fest: Die Altkanzlerin kann unmöglich einen Plan gehabt haben, als sie vor zwei Jahren verkündete, es gehe bei der Schleifung der Grundrechte bloß um „zwei Wochen, um die Kurve abzuflachen“. Wenn es anders wäre, hätte sie schließlich gelogen. Und das hätte sie ihrem Volk niemals angetan, als oberste Volksvertreterin, oder? Glaubt jemand, daß „Uns“ Frau Merkel einfach frech angelogen haben könnte, obwohl „Wir“ doch der Souverän ist? Im Leben nicht! +++

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