Christian Lindner als Linocchio; Bild: Collage

„Spritti“ Lindner, ein hundsgemeiner Lügner?

Anfang Februar dieses Jahres gab es eine freudige Meldung für unsere Nachbarn im Osten und für diejenigen, die nicht allzu weit von der Grenze entfernt leben:

Der Mehrwehrtsteuersatz für Treibstoffe ist in Polen von 23 auf 8 Prozent reduziert worden. Damit konnten Benzin und Diesel im Schnitt noch einmal um 15 Cent pro Liter billiger werden. Schon im Dezember war die Kraftstoffsteuer in Polen auf den niedrigsten erlaubten Wert innerhalb der Europäischen Union gesenkt worden. Zurzeit kostet Super 95 jenseits der oder rund 1,70 Euro. Ist zwar auch verhältnismäßig teuer, aber immerhin noch knapp 50 Cent pro Liter billiger als in Deutschland – dem Land, in dem Vampire die Macht an sich gerissen haben.

Um so zu tun, als ob ihm die Sorgen und Nöten der Bürger nicht völlig egal sind, hat „Spritti“ Lindner Rabatte angekündigt, die kaum etwas bringen, da der bürokratische Aufwand viel zu hoch ist und die gierigen Finanzämter ihre Finger mit im Spiel hätten.

Seine Argumentation ist hanebüchen:

Bundesfinanzminister und FDP-Chef Christian Lindner hält den Unionsvorschlag einer Spritpreisbremse via Mehrwertsteuersenkung für rechtwidrig. Dem TV-Sender „Welt“ sagte Lindner: „Der Vorschlag der CDU ist aus Rechtsgründen nicht umsetzbar. Ich komme gerade aus Brüssel und kann deshalb sagen: An der europarechtlichen Situation wird sich nach meiner Einschätzung auch so schnell nichts ändern.“

Eine Mehrwertsteuersenkung nur für Kraftstoffe sei rechtlich nicht möglich. „Die Spritpreisbremse der CDU kann sich nur auf die Energiesteuer beziehen. 14 Cent wären dann als Steuerrabatt bei Diesel möglich. Die 40 Cent der CDU sind leider ein Versprechen, das nicht haltbar ist.“ Nach Ansicht Lindners bringt die CDU/CSU-Bundestagsfraktion diese Woche einen Antrag ein, der mit dem Europarecht nicht vereinbar ist. Er verwies darauf, dass in Europa Mindeststeuersätze gelten, die in einem nationalen Alleingang nicht aufgehoben werden könnten.

„Wir können die Energiesteuer auf die Mindestsätze reduzieren, die in Europa vorgesehen sind. Das bedeutet bei der Energiesteuer: 14 Cent beim Diesel. Auf der anderen Seite: Bei der Mehrwertsteuer ist ein ermäßigter Satz für Kraftstoffe europarechtlich ausgeschlossen. Das ist die Mehrwertsteuersystemrichtlinie. Und ich habe heute in Brüssel nicht gesehen, dass es wahrscheinlich ist, dass sich daran etwas ändert.“ Von einem Tempolimit zum Spritsparen hält Lindner nichts – zumindest nicht von einem staatlich verordneten: „Angesichts der hohen Preise habe ich den Eindruck, dass die Menschen selbst schon sparsam unterwegs sind.“

Ist Polen jetzt schon aus der EU ausgetreten, oder will sich Lindner hier nur rausreden, um auf seine geliebten Mehrwertsteuergewinne nicht verzichten zu müssen? (Mit Material von dts)

 

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