Erdingers Absacker: Widerlich ist der widernatürliche Heterosex

Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

Im heutigen Absacker folgen wir einmal einer jungen Frau mit dem schönen Namen Lou Zucker. Sie ist Autorin mit einem Sternchen vor dem „i“ und schreibt für die „taz“. Sie hat auch schon ein Buch geschrieben. Der Titel: „Clara Zetkin. Eine rote Feministin“. Rote Feministinnen sind ja sowas von selten. Das Zuckerfräulein in der „taz“: „Sex mit Folgen – Heterosex ist nicht natürlich„. Zur Illustration dessen, was sie meint, eine bunte Schautafel, die von Gleichgesinnt:innen des „taz“-Fräuleins veröffentlicht worden ist.

Es ist anders als man denkt – Screenshot Facebook

Das Wort „Scheide“ ist demzufolge eine veraltete Bezeichnung für das ewig Alte. Das ist deswegen so, weil der Begriff „Scheide“ suggeriert, das Genital sei dazu da, um etwas hineinzustecken. Da ist natürlich etwas dran. Man kennt das Suggestions-Problem schon vom Begriff „Steckdose“. Dieser Begriff suggeriert ebenfalls, daß es dort etwas Passendes zum Stecken geben muß, vermutlich den „Stecker“. Eine leere Flasche mit der Aufschrift „Mayonnaise“ suggeriert trotzdem, daß eine volle Flasche besser wäre. Vor allem dann, wenn sie neben einem trockenen Fischbrötchen steht.

Aber zurück zum Fräulein Zucker in der „taz“. Wenn Natur das Normale wäre – was es wohl nicht zu sein scheint – , dann wäre sie unnormal gezeugt worden und wäre quasi als nicht normal auf die Welt gekommen. Das könnte stimmen. Ganz normal ist das Fräulein Zucker wahrscheinlich nicht. Der Volksmund, welcher übrigens suggeriert, daß man Essen hineinstecken muß, sagt in solchen Fällen: „Ich glaube, die hat einen Patscher.“ Ich schaue mal nach, was es (das Fräulein) noch so geschrieben hat. In der „taz“, diesem Fachblatt für die Blitzgescheiten.

Heterosex ist einfach nicht natürlich. Ich denke mir das ja nicht aus, das sind die biologischen Fakten. Sperma und Scheidenflora haben völlig unterschiedliche PH-Werte. Die Vagina hat ein saures Milieu, um Krankheitserreger abzuwehren. Durch das basische Sperma steigt der PH-Wert zumindest kurzzeitig an – die Scheidenflora wird also weniger sauer – und Krankheitserreger können sich leichter ausbreiten. Viele Menschen mit Vagina bekommen deshalb von ungeschützem Geschlechtsverkehr mit Penissen eine Pilzinfektion.“ – Das Wort „Fakten“ suggeriert wahrscheinlich, daß es sich um etwas handelt, in das man Akten hineinsteckt. Dabei sind Fakten etwas ganz anderes. Fakt ist zum Beispiel, daß Menschen mit Vagina Frauen und Mädchen heißen – und daß sie nicht auf der Welt sind, um „geschützten“ Geschlechtsverkehr mit Penissen zu haben, sondern um ganz normalen Geschlechtsverkehr mit Jungen und Männern zu haben. Weil es sonst keine Zuckerfräuleins gäbe, die einen hanebüchenen Scheißdreck in die Zeitung schreiben. Und das Wort „Tageszeitung“ suggeriert auf keinen Fall, daß sie dazu da wären, um kluge Sätze in sie hineinzuschreiben. Es ist der Verdacht nicht ganz unberechtigt, sie könnten ihre Vagina eigentlich überhaupt nicht deswegen haben, um etwas zu schreiben. Ihren Kopf und die Finger könnten sie deswegen haben.

Noch ein Klassiker: Blasenentzündung. Bei Menschen ohne Penis ist der Weg zwischen Blase und Harnausgang nicht weit. Und auch Anus, Vagina und Harnausgang liegen unpraktisch nah bei einander. Durch die mechanische Rein-raus-Bewegung, die für die meisten Heteros zum Sex dazugehört, werden Darmbakterien in die Harnröhre transportiert. Viele meiner Heterofreundinnen bekommen ständig nach Penetrationssex eine Blasenentzündung.“ – Der Sherlock Holmes in mir meldet gerade, daß Menschen ohne Penis wahrscheinlich dieselben sind, wie die Menschen mit Vagina: Frauen und Mädchen. Ob die Anatomie von Mädchen und Frauen praktisch oder unpraktisch ist, darüber habe ich – und das muß ich ehrlich zugeben – noch nie nachgedacht. Aber das Fräulein Zucker bringt mich ins Grübeln. Die weiblichen Beine könnten ein bißchen unpraktisch sein, wenn man einmal ein wenig schärfer nachdenkt. Sie sind doch ziemlich im Weg. Abnehmbare Beine wären wahrscheinlich ideal, je nachdem, wo der ganz normale Geschlechtsverkehr stattfindet. Liegt das Mädchen oder die Frau rücklings auf dem Küchentisch, bräuchte es – resp. sie – eigentlich keine Beine. Steht es – resp. sie – jedoch brünstig und nach vorne gebückt im Garten vor dem Tisch auf der Veranda, um von hinten seinen – resp. ihren – Fortpflanzungstrieb befriedigen zu lassen, sind Beine schon eine gewisse Erleichterung für den solidarischen Eindringling. Solidarität soll man nicht erschweren. Solidarität ist nämlich total hip. Ein Kompromiss wäre wahrscheinlich gut. Hat sich Paul McCartney eigentlich schon einmal  über Sex mit einbeinigen Frauen geäußert? Er war mal mit einer verheiratet. Heather Mills hieß die. 20 Millionen Pfund hat Mc Cartney die Scheidung gekostet. Für die Scheidung von einer Doppelbeinigen hätte er wahrscheinlich 40 Millionen latzen müssen. Ich wüsste gern etwas über das Preis/Leistungsverhältnis bei Scheidungen von Ein- resp. Zweibeinigen. Daß die Heterofreundinnen vom Fräulein Zucker extrem triebhaft sein müssen, ergibt sich aber  schon aus der Tatsache, daß ihnen keine Blasenentzündung schmerzhaft genug ist, um nicht trotzdem ständig nach der Penetration zu gieren. Gut, daß es die Solidarität zwischen den Geschlechtern gibt.

Heterofrauen müssen sich quasi entscheiden, ob sie Sex oder ein Leben haben wollen„. – Ja, die kluge Geilistin baut vor und hat immer einen Strick dabei, damit sie sich notfalls aufhängen kann, wenn sie tropft wie ein Kieslaster. Stricke gäbe es zwar, aber bei der Klugheit hapert es halt ein bißchen. Das Leben des triebhaften „Menschen ohne Penis aber mit Vagina“ ist wahrlich ein einziges Jammertal.

Wo es an medizinischer Versorgung mangelt, ist eines der größten Risiken von Heterosex immer noch: schwanger werden. 295.000 Frauen starben im Jahr 2017 weltweit im Zuge von Schwangerschaft oder Geburt.“ – Ja, das schlimmste ist, daß einigen Frauen das Risko nicht bewußt zu sein scheint. Schwanger mit dem Zug zu fahren, ist echt riskant. Fräulein Zuckers Mutter zum Beispiel. Erst widernatürlich schwanger geworden und dann im Zug ein Kind mit einer Vagina und ohne Penis zur Welt gebracht, das lieber über Vagina, Penis und Heterosex nachdenkt, als über Goethe und Archimedes. Da kann man mal sehen, wie riskant die Sache mit der Schwangerschaft ist. Bei der Geburt kann immer etwas schief gehen. No risk, no fun. Ein Mensch könnte etwas anderes erblicken als das Licht der Welt. Pimmels, Mumus, Blasenentzündung und Pilzinfektionen zum Beispiel. Und das alles wegen der unpraktischen Anatomie. Hatte ich eigentlich die Sache mit dem Jammertal schon erwähnt? – Ach ja, hatte ich.

Ich frage mich oft, was sich die Natur dabei gedacht hat.“ – Jede Wette, daß sich das Fräulein Zucker auch oft fragt, wer sich die Mathematik ausgedacht hat und wieviel 1+1 ergibt. Und warum der Regenwurm kein Gorilla geworden ist.

Aber das Fräulein Zucker in der „taz“ denkt auch konstruktiv und hat Lösungen für das Problem mit dem widernatürlichen Heterosex. Es sind deren zwei. Erstens: „Die medizinischen Kosten umverteilen, die insbesondere Frauen durch Heterosex entstehen. Zum Beispiel durch eine Sex-Abgabe für Heteromänner„. – Das ist ja nun wirklich überholt, weil es diese Abgabe längst gibt, zum Beispiel im Puff oder bei der Scheidung. Im Gegensatz zur Scheide ist die Scheidung übrigens durchaus etwas, in das der Mann viel hineinstecken soll. Nur der Penis ist es nicht. Und das ist keine suggestive Feststellung. 

Zweitens: „Außerdem müssen wir das Risiko für alle Beteiligten verringern. Dafür brauchen wir mehr Forschung zu Krankheiten, die weibliche Körper betreffen. Und vor allem: Die Früchte dieser Forschung müssen weltweit gerecht verteilt werden.“ – das ist ja nun ganz und gar verkehrt. Wir brauchen mehr psychologische Betreuung für Männer, die wegen den Fräulein Zuckers in dieser durchgeknallten Republik bereits an den Rand des Wahnsinns gedrängt worden sind. Es könnte allerdings auch sein, daß sich das Problem mit der fortschreitenden Islamisierung von selbst erledigt. Ein Männerarzt wäre vielleicht auch eine ganz gute Idee. Den Frauenarzt gibt es ja schon lange und die Differenz in der statistischen Lebenserwartung von Männern und Frauen in Deutschland ist binnen eines einzigen Jahrhunderts auf das Sechsfache angewachsen. Und zwar zugunsten von den  Fräulein Zuckers in dieser Republik. Mehr Forschung zu Krankheiten, die weibliche Körper betreffen, würde quasi bedeuten, daß die Geisteskrankheiten besser erforscht werden müssten. Bei Fräulein Zucker müsste man wahrscheinlich erst einmal ein Scheidenspekulum ansetzen, bevor es mit der Erforschung des Geistes losgehen kann. „So, Herr Professor, das Fräulein Zucker wäre dann so weit. Wenn Sie vielleicht einmal einen Blick auf ihren Geisteszustand werfen wollen?“