Vergewaltigung (Bild: shutterstock.com/ Von Tinnakorn jorruang)

Ehrenmord heißt jetzt „Femizid“

Sie tun wirklich alles, um das Kind nicht beim Namen nennen und ja nicht das Übel bei der Wurzel packen zu müssen. „Wording“ oder „Framing“ heißen die Zauberworte. Und so wird aus dem Ehrenmord – eine islamische Familientradition – dann der „Femizid“, damit auch ja das Lieblingsklientel verschont bleibt. Doch die Zahlen bleiben alarmierend und die Schicksale der Frauen natürlich auch:

Seit 2015 sind allein in Nordrhein-Westfalen 197 Frauen von ihren Ehe-, Lebens- oder Ex-Partnern umgebracht worden. Das geht aus einer Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen an das NRW-Innenministerium hervor, über die die „Rheinische Post“ in ihrer Samstagausgabe berichtet. Hinzu kamen laut der polizeilichen Kriminalstatistik im selben Zeitraum 555 versuchte Fälle von Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen an Frauen.

Grünen-Fraktionschefin Josefine Paul sagte, häufig sei in diesem Zusammenhang verharmlosend von Beziehungstat, Familientragödie oder Ehedrama die Rede. „Femizide, also wenn ein Mann eine Frau tötet, einfach weil sie eine Frau ist, werden häufig nicht als solche erkannt und benannt. Dabei sind sie ein großes Problem, denn ein solches Verbrechen wird etwa jeden dritten Tag in Deutschland begangen.“

Die größte Gefahr, Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden, hätten Frauen zu Hause, in den eigenen vier Wänden durch ihren Partner oder Ex-Partner. Paul forderte, dass Femizide in der Statistik als solche erfasst werden müssten, sowohl bei den Staatsanwaltschaften als auch in der polizeilichen Kriminalitätsstatistik. Zudem verlangte sie Strafverschärfungen: „Hat sich zum Beispiel eine Frau von einem Mann getrennt, der die Ex-Partnerin tötet, wirkt sich das strafmindernd aus. Im Gegenteil muss davon ausgegangen werden, dass es sich um ein Verbrechen aus niederen Beweggründen handelt, was sich dann auch strafverschärfend auswirken muss.“

Ein guter Anfang. Wenn dann auch islamisch oder archaisch motivierte „Femizide“ aus dem Migrantenmilleu erfasst und der Öffentlichkeit präsentiert werden würden, wären wir schon einen Schritt weiter. Aber ob das Frau Paul auch so will, ist fraglich. Hier noch einige interessante Zahlen, die schon etwas älter sind, von der Gesellschaft für Menschenrechte, die eigentlich auch Frau Paul kennen müsste: Nach den Geburtsländern der Täter dominiert die Türkei mit 63,3%, danach folgen arabische Länder mit 14,2%, Länder des ehemaligen Jugoslawien (inklusive Kosovo) und Albanien zusammen mit 7.5%, Deutschland mit 9,2% und Pakistan und Afghanistan zusammen mit 5.8%. (Mit Material von dts)

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