Lügenmaul Habeck? Nichts ist klar mit Katar

Von seiner Reise zu den Blutscheichs von Katar brachte der grüne Wirtschaftsminister „gute“ Nachrichten mit: Deutschland und Katar hätten eine langfristige Energiepartnerschaft vereinbart, ließ er verlauten und erweckte damit den Eindruck, das russische Gasproblem sei gelöst. Doch der dortige Wirtschaftsminister weiß von nichts. Auf die Frage, ob es einen solchen Deal gebe, antwortet er klar mit „Nein“. 

„Großartigerweise“ sei eine „langfristige Energiepartnerschaft fest vereinbart worden“, hatte Habeck nach einem Treffen mit dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, in Doha noch vor wenigen Tagen behauptet.

Dem widerspricht der katarische Energieminister Saad al-Kaabi entschieden und dämpft Hoffnungen auf schnellen Ersatz für russisches Gas: „Es braucht Jahre, bis alles entwickelt ist“, erklärte al-Kaabi laut Welt. Kurzfristig könne niemand die russischen Kontingente ersetzen, weiß er. „Niemand allein kann das. Zu sagen, ich kann heute auf Russland verzichten, und zu behaupten, Katar oder andere könnten das ersetzen, ist lächerlich. Das ist Blödsinn. Das wird nicht passieren“, stellt Saad al-Kaabi klar und will darüber hinaus vom Energiepartnerschaftsdeal mit Deutschland nichts wissen. Einen solchen Deal gebe es nicht, so der Energieminister des Landes, in dem laut Amnesty International regelmäßig die Menschenrechte verletzt werden und das bekannt ist für seine  finanzielle Unterstützung der islamischen Muslimbruderschaft, der Terrororganisation Hamas und anderen radikalislamischen Gruppen.

Immerhin – es gebe einen „klaren Willen“ und großes Interesse, ins Geschäft zu kommen, machte der katarische Minister und CEO des staatlichen Konzerns Qatar Energy deutlich.

Nach der Darstellung al-Kaabis hat Katar Energy erst vom Jahr 2025 an die Möglichkeit, maßgebliche Mengen bereitzustellen. Fast das gesamte katarische Gas sei bis 2026 durch bestehende Lieferverträge gebunden, sagte al-Kaabi der FAZ. „Wir haben ein großes Projekt in den USA, an dem wir zu 70 Prozent beteiligt sind. Qatar Energy hat dort ein Volumen von 16 Millionen Tonnen, das wir auch nach Deutschland oder in andere Länder liefern können. Und Europa bietet sich als Bestimmungsort dafür an, weil es näher liegt.“ Von 2026 würden neue Kapazitäten frei, weil Katar seine Produktion von 77 Millionen auf 126 Millionen Tonnen pro Jahr erhöhen werde. Wir werden also alle frieren müssen, um Putin glücklich zu machen.(MS/dts)

 

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