Hass (Bild: shutterstock.com/tanitost)

Ukrainischer Außenminister schaltet sich ein, weil Restaurant einen Ukrainer feuert

Wie es scheint, hat der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba nicht wirklich viel zu tun. Deshalb findet er auch Zeit, sich in privatwirtschaftliche deutsche Belange einzumischen: Weil ein ukrainischer Barmann in Baden-Baden nach massiver Online-Hetze und Russlandhass von seinem Arbeitgeber gefeuert wurde, ist das nun ein Fall für den ukrainischen Außenminister. Irgendwann reicht es jetzt aber dann auch!

Ein 52-jähriger Angestellte des Restaurants Rizzi in der Kurstadt Baden-Baden soll in seiner Wutrede gegen den russischen Angriff auf die Ukraine massiv und pauschal gegen Russen in einem im Internet veröffentlichten Video gehetzt haben. Wie die Badischen Neuesten Nachrichten hinter der Bezahlschranke berichteten, erhielt der Hetzer daraufhin von seinem Arbeitgeber eine außerordentliche Kündigung.

Gegenüber dem Spiegel durfte er anschließend daherjammern: „Ich wurde gefeuert, weil ich meine Meinung zum Überfall Russlands auf die Ukraine geäußert habe“. Offenbar habe sein Arbeitgeber Angst gehabt, die zahlungskräftige russische Stammkundschaft zu verprellen. „Aber hier gilt doch Meinungsfreiheit. Ich habe meine private Meinung in den sozialen Medien gesagt. Ich habe das Recht, mein Land zu unterstützen. Ich bin kein Rassist“, so das Geheule. Das Vorgehen des Arbeitgebers ist jedoch laut eines Arbeitsrechtlers vom Gesetz gedeckt, da Arbeitgeber per se keine fremdenfeindlichen oder beleidigenden Äußerungen ihres Arbeitnehmers hinnehmen müssen, unabhängig davon, ob diese am Arbeitsplatz oder in der Freizeit erfolgten.

Der Vorfall rief sodann sogar den ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba auf den Plan, der sich bemüßigt und offensichtlich auch berechtigt sah, sich in innerdeutsche arbeitsrechtliche Belange einmischen zu dürfen. Auf Facebook trommelt Kuleba:

„Mein Signal an alle Putin-Versteher – Anhänger Putins in Deutschland und anderen Ländern – ihr seid wie die Piloten der russischen Flugzeuge, die ukrainische friedliche Bürger umbringen.“ Der ukrainische Staat erlaube es niemandem, seine Bürger zu beleidigen. Weder in der Ukraine, noch im Ausland. „Wir beim Außenministerium werden hart auf Vorfälle von Respektlosigkeit reagieren.“

All jene, die nun, wie Irene Rindal auf Facebook gegen das Restaurant einen Shitstorm initiieren, sei an dieser Stelle anempfohlen, die Hetze gegen Russen durch Hetze gegen Schwarze zu ersetzen. Vielleicht hilft das weiter.

Irene rindal

In Baden-Baden leben rund 1100 Bürger mit russischem Pass und noch einmal so viele mit doppelter Staatsbürgerschaft, außerdem rund 500 Ukrainer sowie 270 Ukrainer mit doppelter Staatsbürgerschaft. Hinzukommen Russischstämmige mit deutschem Pass, über die sich der Hass nun ebenfalls undifferenziert ergießt und offensichtlich von weiten Teilen der deutschen Medien und dem Gutmenschenbürgertum mitgetragen wird. (SB)

 

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