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Lockdown-Alptraum Shanghai: Testlabor für den Great Reset

Es ist ein Schrecken, wie ihn die Welt seit zwei Jahren nicht gesehen hat, der sogar die schlimmsten Zustände in Australien in den Schatten stellt: Unter dem Vorwand der „Zero-Covid-Politik” hat die kommunistische Diktatur in China die Millionenstadt Shanghai seit zwei Wochen per Lockdown in ein riesiges Straflager verwandelt. Mittlerweile herrschen dort apokalyptische Zustände: Menschen dürfen ihre Wohnungen nicht mehr verlassen, Militärs, Kampfroboter und Drohnen patrouillieren. Die Versorgungslage ist prekär. Kritiker vermuten eine Strafaktion gegen die Bevölkerung – und einen globalen Testlauf, wie weit diktatorische Gesundheitsregimes der Zukunft mit ihren Bürgern umspringen können. Dereinst dann wohl auch im Westen.

Von Daniel Matissek bei Wochenblick.at

Seit dem 28. März befindet sich die chinesische Wirtschaftsmetropole Shanghai im Corona-Lockdown. Dieser war eigentlich bis zum 5. April befristet, wurde jedoch verlängert. Ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. 26 Millionen Einwohner sind völlig von der Außenwelt abgeschnitten, alle Infizierten werden – falls nötig, unter Gewaltanwendung – abgeholt und in zentrale Quarantäneeinrichtungen gepfercht. Selbst kleine Kinder werden von ihren Familien getrennt: Sobald Vater und Mutter beide positiv getestet sind, werden ihnen selbst Säuglinge entrissen und in Isolationsstationen verbracht, ohne jede Möglichkeit für ihre Eltern, sie zu besuchen.

Um die Radikalität der – jedenfalls so behaupteten – staatlichen Zero-Covid-„Entschlossenheit” zu demonstrieren, werden außerdem im öffentlichen Raum aufgegriffene Haustiere kurzerhand getötet; sie könnten schließlich auch potentielle Virusüberträger sein. Die britische „Daily Mail“ berichtet ausführlich über einen Fall, in dem ein Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden einen wehrlosen Corgi, der unter einem Auto Schutz sucht, mit einer Schaufel erschlägt – in diesem Fall, weil sein Besitzer „infiziert“ war. Auch geleakte Privatvideos zeigen Hundefänger in Covid-Schutzanzügen, die wehrlose Tiere am Straßenrand massakrieren und abtransportieren:

An Personal für solche und viele weitere barbarische Grausamkeiten im vorgeblichen Namen des „Infektionsschutzes“ mangelt es dem Regime der „Volksrepublik“ nicht: Aus ganz China wurden bereits 38.000 medizinische Fachkräfte und 2000 Soldaten sowie eine unbekannte Zahl militärischer Spezialkräfte nach Schanghai geschickt.

Überall in den Straßen patrouillieren Militär und Polizei:

FOTO A

Außerdem werden ständig neue Einheiten in die Innenstadt verbracht; dies erfolgt nicht nur über die Stadtautobahnen:

Sondern auch über die zentralen Bahnhöfe der Stadt werden Soldaten aus allen Landesteilen herangeführt, wie Bilder aus der Metrostation Hongqiao 1 zeigen:

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Überall in den Außenbezirken, wo die Aus- und Zufahrtsstraßen von bzw. in Richtung Stadtzentrum abgeriegelt werden, bringen sich schwerbewaffnete Spezialeinheiten in Seuchenbekämpfungs-Uniformen in Stellung – was die apokalpytische Szenerie nochmals drastisch unterstreichen soll:

Die Vorsitzende des örtlichen Verbandes der EU-Handelskammer in China, Bettina Schön-Behanzin, berichtet: „Es gibt in der Stadt ein starkes Gefühl der Ungewissheit. Es wird angefacht durch einen Mangel an Versorgung, endlose Lockdowns und eine wirklich große Gefahr, in eines der zentralen Quarantäne-Lager geschickt zu werden.”

Propaganda rechtfertigt Horror-Maßnahmen

Auch wer in Deutschland und Österreich nicht die Premium-, sondern nur die „Basis-Gehirnwäsche“ ohne Extrapolitur bei den öffentlich-rechtlichen Sendern gebucht hat, wird bei uns stets nur über die angeblich ehrenwerten, fürsorglichen und zweckrationalen Hintergründe der Maßnahmen versorgt – sprich: mit denselben Propagandalügen, mit denen die chinesische Führung im Rest des eigenen Landes ihre absurden Willkür-Schikanen und Gewaltmaßnahmen im Namen der auch in China harmlosen Omikron-Variante rechtfertigt: Angeblich soll dadurch ein explosives Infektionsgeschehen unter Kontrolle gebracht werden. So findet man daran bei der ARD-„Tagesschau“ anscheinend gar nichts Anrüchiges, sondern würdigt geradezu das aus deutscher Journalistensicht honorige Ansinnen indirekt.

Kein Wunder: Anstelle der Lockerungen zum 2. April hätten die viele deutsche Medienschaffenden auch bei uns lieber einen neuen Lockdown oder wenigstens Maßnahmenverlängerungen im Namen des „Kurvenbrechens“ gesehen. Dass die „Inzidenzen“ praktisch überhaupt keinen Aussage- und erst recht keinen Krankheitswert mehr aufweisen (in Fernost ebenso wie hierzulande) und deshalb Freiheitsbeschränkungen jeder Art schlichtweg als verbrecherisch zu bewerten sind: Derlei Ansichten werden im deutschen Staatsfunk nicht geduldet. Eine weitere Parallele zwischen China und Deutschland.

Anscheinend wird in Shanghai ein Exempel statuiert

Dissidenten und kritische Beobachter im Reich der Mitte vermuten derweil eine andere Ursache für den aus dem Nichts hereingebrochenen dystopischen Alptraum des Shangai-Lockdowns – und diese würde auch erklären, warum aktuell in keiner sonstigen chinesischen Millionenstadt vergleichbare Maßnahmen (die sogar für chinesische Verhältnisse von bemerkenswerter Brutalität zeugen) in Gang gesetzt wurden: Offenbar will die KP-Zentrale in Peking nämlich ein Exempel an der Vorzeige-Wirtschaftsmetropole statuieren, das in ganz China für Abschreckung sorgen soll. Gemäß der bewährten Mao-Devise: Bestrafe Einen, erziehe Hundert.

Immer wieder nämlich hatten Spitzenfunktionäre der Stadt, unter anderem der in der Bevölkerung äußerst beliebte stellvertretende  Bürgermeister Chen Tong, die harten Lockdown-Maßnahmen von 2020 subtil kritisiert und darauf verwiesen, dass man am besten gefahren wäre, hätte man die „Pandemie“ wie eine normale Grippe etwa wie im Jahr 2019 oder noch Anfang 2020 behandelt. Zudem wurde von Stadtoberen wiederholt die verhältnismäßige Ungefährlichkeit von Omikron betont. Tong plädierte daher wiederholt für eine „flexible Strategie“.

Rache für „flexible“ Strategievorschläge

Ob der Grund für derartige subtilen Äußerungen der Versuch eines zaghaften „Rebellierens“ war, durch verhaltenes Pochen auf politische Eigenständigkeit, oder ob die Shanghaier Stadtregierung so Rücksicht auf die Handelsbeziehungen des – wie keine andere chinesische Metropole vom Austausch mit dem Westen geprägten –Wirtschaftszentrums nehmen wollte, ist unklar; jedenfalls zogen sich Tong und seine Gleichgesinnten damit den Zorn der KP-Oberen zu. Quasi über Nacht wurde dann der Lockdown, einer militärischen Besetzung gleich, exekutiert.

Für die These einer Bestrafungs-Aktion der unbotmäßigen freiheitsliebender Shanghaier spricht außerdem die Tatsache, dass das Politbüro in Peking die Shanghaier Parteiführung von Shanghai seit Ausrufung des Lockdowns wiederholt ultimativ aufforderte, im Kampf gegen das Virus endlich „die Schwerter zu ziehen“ – eine unverhohlene Aufforderung zur Loyalitätsbekundung.

Um die drastische Botschaft zu unterstreichen, werden dabei offenbar bewusst und billigend Versorgungsengpässe und Nahrungsmangel der Bevölkerung in Kauf genommen. Im unmittelbaren Vorfeld des Lockdowns war es bereits zu Panikkäufen gekommen. Inzwischen, nach zwei Wochen, müssen viele Einwohner um ihre elementarste Lebensmittelversorgung bangen. Tongs Hilferuf an die Zentralregierung, doch wenigstens ihre Zustimmung zur Öffnung von Großmärkten zu erteilen, wurde brüsk zurückgewiesen – und zynisch auf eine angeblich bestens funktionierende und ausreichende Versorgung der in den eigenen vier Wänden eingesperrten Bevölkerung durch das Militär bzw. staatliche Stellen verwiesen.

Hunger und Entbehrung überall

Wochenblick-Informanten aus China mit familiären Kontakten nach Shanghai widersprechen dieser Darstellung allerdings vehement: Sie berichten von zahlreichen Hungertoten und Kranken durch einen gravierenden Mangel an Nahrungsmittel und Medikamenten. Auch bei ausländischen Bewohnern stößt die so deklarierte Zero-Covid-Politik auf zunehmende Kritik. Ein Deutscher berichtet: „Reich sein bedeutet in Shanghai nicht mehr, ob man eine Louis-Vuitton-Tasche besitzt, sondern wie viel Gemüse man hat.“

Mit Propaganda-Aktionen wie fürs Staatsfernsehen gestellten Filmen versucht die kommunistische Führung zwar, eine angeblich problem- und reibungslos flutschende Verteilung von Lebensmitteln zu dokumentieren. Viral gegangene Aufnahmen mutiger Bürger hingegen belegen, dass es sich dabei wohl überwiegend um Fake-Inszenierungen handelt – wie etwa dieses Foto zeigt, das ein staatliches Kamerateam beim Filmen einer angeblichen „Essensausgabe“ zeigt:

FOTO C

In einem ebenfalls geheim aufgenommenen Video sind angebliche Lebensmittellieferungen zu sehen, die vor Verteilung wieder auf die LKW aufgeladen und abtransportiert wurden:

In diesem vom einem lokalen Influencer geheim gedrehten und gestreamten Video aus dem Baoshan-District erläutert dieser das Gefilmte: „Sie bringen uns Essensvorräte, lassen uns einen Blick darauf werfen wie auf einen riesigen Pfannkuchen, der alle sattmachen könnte, dann packen sie alles wieder ein und verschwinden. Lasst mich das filmen!

Ob es sich hier um gezielte Provokationen, um Sabotage oder schlicht um korrupte Veruntreuung handelt, lässt sich schlecht beurteilen; Tatsache ist jedenfalls, dass nicht nur logistische Probleme für den grassierenden Mangel verantwortlich sind, sondern auch politisches und menschliches Fehlverhalten.

In chinesischen Oppositionskreisen zirkuliert neben der Bestrafungs- bzw. Rache-Hypothese noch eine weitere stichhaltige Vermutung über den eigentlichen Hintergrund des Lockdowns: Sie besagt, dass die KP-Führung auf diese Weise eine in Shanghai angeblich besonders gravierende Zahl an Impfnebenwirkungen und -schäden vertuschen wolle. Dies wäre zumindest eine plausible Erklärung für den Aufwand an militärischer Geheimhaltung und Vertuschung, der im „Kampf“ gegen eine weitgehend symptomlose Omikron-Variante ja völlig sinnlos und unverhältnismäßig erscheint.

Grassierende Verzweiflung

Was immer die Gründe für den Lockdown sind: In der Bevölkerung verursacht der anhaltende Ausnahmezustand mittlerweile schwerste psychische Probleme. Ein in seiner Wohnanlage geradezu eingekerkerter Mann verlor in seiner Not sogar die Angst vor der allmächtigen Kommunistischen Partei und brüllte verzweifelt: „Was soll ich essen? Was soll ich trinken? Ihr treibt die Leute in den Tod. Es ist mir egal, soll mich doch die Kommunistische Partei abführen. Wo ist der Kommunismus jetzt? Ihr Bastarde!“ Unter normalen Umständen in Rotchina auch heute noch ein sicherer Weg in die lebenslange Lagerhaft.

Menschen schreien verzweifelt aus ihren Fenstern:

Im Song-Jiang-District, wo die Versorgung besonders schlecht bis gar nicht funktioniert, skandierten zahllose hungernde Menschen lautstark von Balkonen und offenen Fenstern herab: „Wir brauchen Essen!“ In anderen Hochhaussiedlungen singen Menschen allabendlich gegen ihre Freiheitsberaubung an. Die „typisch” chinesische, verstörende Reaktion des Regimes auf diese Aktionen folgte auf dem Fuße – und mutet an wie einem George-Orwell-Roman entsprungen: Automatisierte Regierungsdrohnen forderten sogleich mit monotoner Computerstimme die Menschen auf „Bitte halte dich an die Covid-Beschränkungen. Kontrolliere das Verlangen deiner Seele nach Freiheit. Öffne nicht das Fenster und singe nicht.“

In anderen Vierteln kamen sogar digitale Polizei-Roboterhunde mit derselben Botschaft zum Einsatz.

Wirtschaft ist akut gefährdet

Das Ausmaß der Verzweiflung der Shanghaier Zivilbevölkerung ist angesichts der Lage wenig überraschend. Der Stadtverwaltung sind jedoch die Hände gebunden: Einerseits sieht sie sich mit der zunehmenden Wut und Hoffnungslosigkeit der Bürger konfrontiert, andererseits ist sie an die unerbittlichen Vorgaben des totalitären Regimes in Peking gebunden. Denn dass dieses auch vor noch schlimmeren Repressalien nicht zurückschreckt, beweisen die Bilder aus Wuhan Jahresbeginn 2020, als Menschen lebendig in ihren Wohnungen eingemauert und hinter ihren Türen eingeschweißt wurden.

Außer Frage steht, dass der Lockdown mittlerweile ganz erhebliche Auswirkungen auf die chinesische – und damit auch die globale – Wirtschaft entfaltet. Experten rechnen mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung Shanghais um sechs Prozent, sollte der staatliche Terror gegen die Bürger in der Metropole am Jangtsekiang-Delta noch den ganzen April über anhalten. Dies könnte dann wiederum zu einem Rückgang des chinesischen Bruttoinlandsprodukts um zwei Prozent führen. Der KP-Führung in Peking scheint dieser Preis offenbar angemessen, um ihre totalitäre Machtdemonstration durchzusetzen.

Globaler Testlauf und Vorbild für den Westen?

Unklar ist, inwiefern hinter den Shanghaier Horrorzuständen, die nach zwei Jahren Corona und einer – eigentlich selbst nach der Logik ihrer Verfechter längst überstandenen – „Pandemie” wie aus der Zeit gefallen wirken, ein größerer Testlauf oder gar Masterplan für künftige Gesundheitsdiktaturen steht – und zwar planetenumfassend. Man muss im Lichte der Lockdown-Erfahrungen auch im Westen, nicht zuletzt der faschistoiden Impfpropaganda in Europa, leider davon ausgehen, dass hier eine Generalprobe dafür abläuft, wie weit Regierungen ihre Bürger in den Mega-Cities der Zukunft unter dem Vorwand angeblicher Krisenlagen gängeln, bevormunden und entrechten können. Totalüberwachung sowie Meinungs-, Bewegungs- und Verhaltenskontrolle (Stichwort Social Scoring) alleine genügen nicht mehr; hier wird schon der militante Ernstfall einer Diktatur geprobt.

Ganz gewiss werden die globalistischen Eliten der westlichen Regierungen aufmerksam bis hochinteressiert mitverfolgen, was sie sich vom derzeitigen „Praxisbeispiel Schanghai“ abschauen können, um es bei Bedarf in Zukunft zu kopieren: Sei es beim „Roll-Out“ neuer Design-Viren und den zugehörigen Impfkampagnen, oder etwa „nur“ im Namen des Klimaschutzes.

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