Kriegspropaganda und Hetze statt Journalismus

Asow-Regiment (Bild: shutterstock.com/Oleksandr Polonskyi)
Asow-Regiment (Bild: shutterstock.com/Oleksandr Polonskyi)

Tiefer kann eine Zeitung von einst gutem Ruf nicht mehr fallen: Die FAZ bringt heute unkommentiert auf der Titelseite eine Meldung mit dem Titel: „Asow: Gift-Angriff mit Drohne in Mariupol“.

Ein Facebookbeitrag von Wolfgang Hübner

Der erste Satz lautet: „Laut dem Asow-Regiment haben die russischen Besatzer in Mariupol am Montag eine unbekannte giftige Substanz gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt.“ An Infamie und Manipulation ist der Verweis auf ein „Asow-Regiment“ nicht zu überbieten. Denn bei diesem handelt es sich um eine rechtsextreme militärische Formation, die nach etlichen seriösen Quellen Mariupol seit Jahren terrorisiert und mit ihrer Verteidigungspraxis im laufenden Krieg einen Großteil der Zerstörungen in der Stadt bewirkt hat.

Nun steht das „Asow-Regiment“ kurz vor dem militärischen Kollaps und weiß, dass es nach den vielfach bezeigten und dokumentierten schrecklichen Gräueltaten an russischen Kriegsgefangenen keine Gnade erwarten kann. Um diesem Schicksal zu entkommen, versuchen die ukrainischen Freunde des Hakenkreuzes nun die Russen eines Einsatzes von Giftgas zu beschuldigen. Damit wollen sie die USA und die NATO in eine offene kriegerische Konfrontation gegen die russischen Streitkräfte treiben, also in der Konsequenz in einen verheerenden Dritten Weltkrieg mit Atombomben. Es ist eine diabolische Kalkulation von Verzweifelten, die viele Millionen Menschen mit in den eigenen Untergang reißen wollen.

Dass die FAZ ein Hauptorgan des medialen Russenhasses in Deutschland ist, war auch schon vor dem Krieg so und ist es erst recht seit dessen Beginn. Mit der Veröffentlichung dieser „Asow“-Lüge, denn um eine solche handelt es sich offensichtlich, haben die Herausgeber der Zeitung nun auch die letzten journalistischen Schamgrenzen durchbrochen. Sie sind nur noch verachtenswert. Aber einseitige Kriegspropaganda und Hetze gegen Russland sind leider inzwischen nicht nur bei der FAZ und der Springer-Presse die geltenden Leitlinien, sondern in fast allen Medien Deutschlands.

Es kann durchaus von einer speziellen Neuauflage des „Unternehmens Barbarossa“ mit modernsten Methoden der Massenmanipulation geredet werden. Und nichts beweist das eindeutiger als die vollständige Leugnung gerade der ungeheuerlichen Verbrechen des „Asow-Regiments“ an Russen, aber auch an Ukrainern, die der Kollaboration beschuldigt werden. Darüber gibt es inzwischen so viele und so zwingende Dokumentationen, dass deren Verschweigen nur noch als Einverständnis mit den sadistischen Praktiken der ukrainischen Rechtsextremisten gewertet werden kann. Das ist ein Kapitel, über das nach Beendigung des Krieges noch viel zu sprechen sein wird.