Nicole Höchst MdB; Bild: Nicole Höchst
Nicole Höchst (MdB) vom AfD-Landesverband Rheinland-Pfalz

Höchst brisant: Jeder kann alles!

Alle sind gleich… und am Arsch die Waldfee! / von Nicole Höchst

Falls die etwas pointierte Aussage des Titels als Postulat an der Realität zu scheitern droht – na, dann werden eben einfach die Standards gesenkt oder die Spielregeln so verändert, bis es passt. Dabei ist mehr als offensichtlich, dass eben nicht alle gleich sind. Um das eigentlich Offensichtliche eindrucksvoll zu belegen, bedarf es nicht viel.

Beginnen wir bei Misswahlen. Gekürt wurde ursprünglich die schönste Frau, die Schönheitskönigin der jeweiligen Nation. Die wechselvolle Geschichte der Misswahlen in Europa begann 1888 und ist ein Stück Gesellschaftsgeschichte. In der Nazi-Zeit mit dem Frauenideal des Heimchens am Herd wagte niemand eine solche Kür. Auch die junge DDR lehnte Misswahlen ab und setzte auf die „Heldin der Arbeit“. Misswahlen scheinen also im Sozialismus in Deutschland anderen Frauenbildern weichen zu müssen. Da geht doch der internationale Sozialismus viel geschickter vor – denn auch heute ist die Misswahl nicht mehr unumstritten die Wahl der Schönsten eines Landes.

Torpediert wird eine solche Auslese auf verschiedene Arten: Eine französische Frauenrechtsgruppe hat am Montag die Organisatoren des Schönheitswettbewerbs Miss France verklagt. Die Gruppe Osez le féminisme („Wagt den Feminismus”) sowie drei gescheiterte Kandidatinnen werfen dem Miss-France-Unternehmen und der Produktionsfirma Endemol Diskriminierung im Sinne des Arbeitsrechts vor. Sie argumentieren, es sei unzulässig, angehenden Schönheitsköniginnen vorzuschreiben, über 1,70 Meter groß, ledig und „repräsentativ für die Schönheit” zu sein. Es dürfe nicht sein, dass „wir” noch immer zwischen schön und hässlich unterscheiden. „Lookism“ sei das Allerletzte – weil er ein Urteil über das Erscheinungsbild anderer bedeutet, also eine Hierarchisierung und damit zwangsläufig eine Abwertung, was heutzutage einer vorsätzlichen Diskriminierung gleichkomme. Diskriminierung sei ewig gestrig und genau das, was wir heutzutage um jeden Preis vermeiden müssen. Niemand dürfe benachteiligt werden, so das Credo der Gleichmacher – die noch keinen Weg gefunden haben, Benachteiligungen durch die Natur zu verhindern, weshalb diese ausgeglichen werden müssen.

Gleichstellung und Gleichmachen

Das geht ein bisschen wie in Kurt Vonneguts Kurzgeschichte „Harrison Bergeron: „The Year was 2081, and everybody was finally equal. They weren’t only equal before God and the law. They were equal every which way. Nobody was smarter than anybody else. Nobody was better looking than anybody else. Nobody was stronger or quicker than anybody else. All this equality was due to the 211th, 212th, and 213th Amendments to the Constitution, and to the unceasing vigilance of agents of the United States Handicapper General.“ In meiner Übersetzung: „Wir schreiben das Jahr 2081, und alle waren endlich gleich. Sie waren nicht nur gleich vor Gott und dem Gesetz. Sie waren in jedweder Hinsicht gleich. Niemand war klüger als jemand anderes, niemand sah besser aus als jemand anderes. Niemand war stärker oder schneller als jemand anderes. All diese Gleichheit resultierte aus dem 211ten, 212ten und 213ten Änderung der Verfassung und der unermüdlichen Wachsamkeit der Agenten des US-Generals Handicapper.“ (Übesetzung von mir). Im Deutschland des 21. Jahrhunderts heißt diese Person nicht „General Handicapper” oder Generalbenachteiliger. Nein, es wird positiver ausgedrückt, weichgespült und heißt „Gleichstellungsbeauftragter“.

Herausragend schöne Personen werden so lange benachteiligt – Entschuldigung, es muss natürlich „gleichgestellt“ heißen! -, bis dass sie so häßlich oder nichtssagend aussehen wie alle anderen auch. Aber weil wir noch nicht im Jahr 2081 sind und die Gleichstellung durch Benachteiligung erst in den Kinderschuhen steckt (weil tatsächlich anders noch nicht durchsetzbar), werden derzeit erst einmal „unauffällig” benachteiligt und zumeist bislang eben nur die Regeln geändert. Diese Neuausrichtung erinnert an die Bemühungen von „Germany’s Next Topmodel“, sich dank Transgender-Models oder Kandidatinnen mit Glatze und Tattoos sowie von hohem Lebensalter divers und zeitgemäß zu präsentieren und „body positivity“ zu versprühen. Statt sich zu freuen über Schönheit, Höhepunkte der Ästhetik und das Sublime, werden Schönheit und Ästhetik umdefiniert und neue Regeln erschaffen. Es geht jetzt um „innere Schönheit“. Das heißt, jeder und jede, egal wie objektiv unschön, kann jetzt zur schönsten Frau des Landes gekürt werden. Das ist schon ein Ding, oder?

Alles soll gleich „schön“ sein

Jugendliche, die nicht groß und schlank sind, werden ausgegrenzt„, sagt die Grüne Marianne Bukert-Eulitz. Groß, schlank, lange Beine, hübsches Gesicht – junge Frauen, die an einer Miss-Wahl teilnehmen, sind vor allem eins: Schön! Es ist, das kann man so einfach sagen, die Schlüsselqualifikation für diesen Wettbewerb. Doch Burkert-Eulitz gefällt genau das nicht. „Bei Miss-Wahlen werden grundsätzlich Menschen unserer Gesellschaft ausgeschlossen.“ Auch weniger schöne Damen sollten eine Chance kriegen.
Hintergrund: Im Vorfeld der Berliner Jugendmesse „You“ (31. Mai bis 2. Juni) wurde eine Miss-Teenie-Wahl geplant, Teilnahme ab 13 Jahren. Doch die grüne Sprecherin für Kinder, Jugend und Familie ärgerte das. Die Mutter einer vierjährigen Tochter: „Jugendliche, die nicht groß und schlank sind, werden ausgegrenzt. Und Menschen ohne deutschen Pass auch. Das entspricht doch nicht dem Menschenbild.“ Vielmehr „sollte jeder eine Chance bei einem Schönheitswettbewerb bekommen – also auch weniger schöne Damen.

Kinder und Jugendliche sollen sich nicht am Sublimen messen und es als Ideal für sich übernehmen. Das sei ungesund für die Psyche der Kinder. Das ist richtig – denn 99 Prozent der Menschen sind eher „normal“ bis weniger hübsch, es gibt sogar tatsächlich hässliche Menschen. Der Irrglaube der grünen Schönheitstöterin Burkert-Eulitz ist jedoch, dass man bei Anerkennung und Bewunderung von göttlicher Schönheit diese automatisch als Standard setzt für die Gesellschaft. Das ist auch völlig unrealistisch. Dieser Automatismus scheint typisch für die sozialistische Neiddebatte, die immer früher oder später in Gleichmacherei oder „Gleichstellung” münden muss. Stattdessen müssen wir unsere Kinder lehren, das Schöne zu genießen, ohne den Druck zu verspüren, dieses Ideal erreichen zu müssen. Weg mit der Einstellung, dass alle alles sein können, wenn sie dies nur wollen.

Der Reiz der Unterschiede

Jeder Mensch ist auf seine Weise schön und wertvoll. Richtig! Aber es muss nicht jeder „Miss Germany” werden und es hat auch nicht jeder ein Recht darauf, dass die Regeln geändert werden, bis dass auch „die, der oder das” letzte ästhetisch Benachteiligte „Miss Germany” werden kann. Es gibt „objektiv schön” und es gibt „objektiv hässlich”, wenn man dafür Definitionen findet und diesen Glauben schenken will. Und es gibt eben auch seeeeehr viel dazwischen. Ganz davon abgesehen liegt Schönheit zudem immer im Auge des Betrachters. Aber was ist so schlimm an diesen Gegensätzen, dass man ihnen den Kampf ansagt? Leben entsteht nun einmal aus der Dynamik der Gegensätze. Mit Hilfe eines physikalischen Beispiels ausgedrückt: Wenn zwischen Plus und Minus keine Potentialspannung besteht, also entsprechend Null Volt gemessen werden, fließt einfach kein Strom. Kein Licht, kein Antrieb, keine Musik. Stille. Stillstand. Rien ne va plus.

Man stelle sich einen Wettkampf vor, an dem einfach alle teilnehmen und – per Quote, selbstverständlich – „gewinnen” dürfen. Wo bleibt da der Wettbewerb? Ist das gerecht oder ist das unfair? Es liegt doch auf der Hand: Wenn jeder alles haben und erreichen kann, egal ob er die Voraussetzungen erfüllt, verlieren letztendlich alle die Lust an der Teilnahme. Nicht nur die im ursprünglichen Sinne des jeweiligen Wettbewerbs Geeigneten, für die ja jede Anstrengung dann sinnlos ist, sondern auch die im ursprünglichen Sinne des Wettbewerbs Ungeeigneten, weil sowieso jeder gewinnt. Saulangweilig. Nichts Besonderes. Grau in Grau. Anders ausgedrückt: Wenn es das Besondere, die Höchstleistungen, Exzellenz, Virtuosität und Schönheit nicht mehr geben darf, versinkt die Gesellschaft in das (untere) Mittelmaß. Die Forderung nach Gleichstellung von allem und jedem ist offensichtlich eine Forderung nach (unterem) Mittelmaß für alle. Aber Gleichheitswahn, die Verordnung von Mittelmaß für alle, Einheitsbrei, Langeweile und die Abwesenheit von Höhe- und Tiefpunkten, ist Grundlage der Volkskrankheit Depression. Das Verlangen nach einer solchen Erniedrigung ist Nationalmasochismus.

Selbsterniedrigung im Nationalmasochismus

Gleichstellung verstetigt das gesamtgesellschaftliche Leiden an der eigenen Sinnlosigkeit. Sie fördert Bewegungslosigkeit, Mangel an Anstrengungsbereitschaft, Fehlen von Resilienz, geistigen, körperlichen und gesellschaftsdynamischen Stillstand und Stupor. Das kann man natürlich als Buntheit und Vielfalt glorifizieren, aber der Blick in den Spiegel zeigt einem jeden die Spiegelung toter Augen im grauen Gesicht einer Chiffre. Der Mensch mit seinen Eigenheiten wird zur Sozialversicherungsnummer. Genauso bunt, genauso vielfältig, genauso beweglich, genauso sexy. Die Individualität besteht dann aus der unterschiedlichen Zahlenkombination. Chancengleichheit und Gleichberechtigung wird immer öfter zu Ergebnisgleichheit umdefiniert, die dann auf Biegen und Brechen mit der Quote oder sonstwie durchgesetzt werden muss. Dass Individuen von der Natur aus ungleich ausgestattet sind, wird dabei völlig verneint. Mit noch ein paar Jahrzehnten Indoktrination an deutschen Bildungsstätten kommen wir sicher dorthin, dass die solidarische Gesellschaft sich aus politischer Korrektheit gerne ein Bein abhacken lässt, um den motorisch herausgeforderten Einbeinigen nicht zu benachteiligen. Jemand kann nicht sehen? Kein Problem, die solidarische Gesellschaft geht ekstatisch jauchzend öffentlich in die Knie und lässt sich gruppenblenden.

Der Vorteil einer solchen depressiven, nationalmasochistischen Gesellschaft für die Herrschenden liegt auf der Hand: Sie buckelt devot, verlangt nach immer neuen Schmerzen, die sie gerne mit Liebe und Nestwärme verwechselt. Und weil alle gleich sind, ja sein müssen, achtet der Einzelne sorgsam darauf, dass sich nicht Einzelne aus der gebückten Demutshaltung erheben. Die Zielobjekte von Solidaritätsbekundungen kürt der jeweilige Gleichstellungsbeauftragte. Die Art und Weise, wie die attestierte Benachteiligung gesellschaftlich zu sühnen – also gleichzustellen- sei, gibt er ebenfalls vor. Und schon strebt ein paar Indoktrinationsjahre später niemand mehr Schönheit an, sondern die solidarische Hässlichkeit oder mindestens banale Durchschnittlichkeit.
Aber nicht nur Schönheit wird gleichgestellt, sondern auch Intelligenz.

Das heiße Eisen der Intelligenz

Die Frage nach der Intelligenz bestimmter Individuen, Nationalitäten oder Bevölkerungsgruppen wird sehr kontrovers betrachtet. Wer sich über Durchschnittsintelligenz mit geographischer Zuordnung äußert, braucht in der Tat ein schnelles Pferd. Solche Aussagen gelten schnell als rassistisch, diskriminierend und natürlich menschenverachtend. Dabei sind und bleiben Evidenz und Wissenschaft ungerührt wertungsfrei. Es gibt also durchaus sowohl nationale, politische als auch geografische Faktoren, die Einfluss auf die Intelligenz haben. Das ist unglaublicher Weise noch nicht verboten, es gibt dazu sogar internationale Studien. Oftmals noch überraschend, aber wissenschaftlich inzwischen nachgewiesen ist, dass ein wärmeres Klima einen merklich schlechten Einfluss auf den Intelligenzquotienten hat. Bedeutet, in Afrika, wo es im Durchschnitt sehr, sehr heiß ist, gibt es unter anderem einen klimatischen, negativ auf den Intelligenzquotienten einwirkenden Einfluß. Ja, ich schreibe das wirklich, dazu gibt es durch Wissenschaft und Forschung abgesicherte Statistiken und darauf basierend Rankings.

Mit einem durchschnittlichen IQ von 100 Punkten steht Deutschland in diesem Ranking auf Platz 15. Mit 108 Punkten erreichen die Einwohner in Singapur den höchsten Intelligenzquotienten weltweit. Der letzte Platz mit gerade noch 56 Punkten wird von Äquatorialguinea belegt” (Quelle siehe hier). Und damit nochmal klargestellt ist, dass der IQ nicht von der „Rasse” abhängig ist (die es ja nach jüngeren Erkenntnissen der politischen Korrektheitsforschung auch gar nicht gibt), werden folgende plausible Erklärungen geliefert. „Aus keiner der hier verwendeten Studien geht hervor, dass der Intelligenzquotient abhängig von einer bestimmten Rasse ist. Unterschiede innerhalb von Bevölkerungsgruppen wurden zwar vereinzelt gefunden (z.B. in Brasilien: Schwarze 71, Mulatten 81, Weiße 95, Japaner 99), alle Unterschiede konnten jedoch auf Herkunft, Bildungsniveau oder andere Faktoren zurückgeführt werden.”

IQ korreliert mit Hitze

Donald Templera und Hiroko Arikawab (englisch) stellten 2006 einen Zusammenhang zwischen zunehmender Hautpigmentierung und abnehmendem IQ fest. Dieser war jedoch nicht auf eine Rasse zurückzuführen – denn die Pigmentierung der Haut ist klimatisch bedingt. Die Beobachtungen wurden auch innerhalb z.B. der kaukasischen Rasse gemacht. „Die auffällig niedrigen IQs in Afrika wie auch die auffällig hohen IQs in Ostasien werden in diesen Studien mit Kultur und Klima begründet.” Was bedeutet das für die deutsche Bildungsnotstandsnation? Ist der IQ-Wert kleiner als 70, spricht das für eine geistige Behinderung. Ein IQ-Wert von über 130 hingegen wird meist mit Hochbegabung gleichgesetzt. Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2007 ergab ein mit gesundem Menschenverstand erwartbares Ergebnis: Je intelligenter die Studierenden, desto mehr Erfolg haben sie im Studium. Aber natürlich weist diese Studie keine Kausalität nach. Die Maxime, dass nichts mit nichts zu tun hat, gilt natürlich weiterhin unangefochten. Was auch sonst?

Beim Betrachten mehrerer Studien zeigt sich, dass die Unterschiedlichkeit in den Noten im Studium maximal zu 50% durch den IQ bestimmt wird. Das heißt, für den Lernerfolg spielen noch andere Faktoren wie Motivation, Selbstdisziplin, Fleiß, Lerneinstellungen und -organisation eine Rolle. Das ändert aber nichts an der Grunderkenntnis: Kognitive Leistungsfähigkeit, Intelligenz, ist das A und O für Umfang und Qualität von Lernleistungen. Denken wir hier über einige Dinge einmal laut nach: Wie verändert die Zuwanderung aus klimatisch durch Hitze benachteiligten Ländern die Durchschnittsintelligenz der Länder Europas? Wächst der Intelligenzquotient der aus Afrika Angekommenen sprunghaft im deutschen Regen an, weil die klimatische Benachteiligung ganz offensichtlich wegfällt? Was passiert mit den in Deutschland geborenen Deutschen mit afrikanischen Wurzeln?

Schulsystem im Niveaulimbo

Aufschluß könnte die Humangenetik geben, wenn man sie denn lassen würde: Intelligenz ist zu etwa 80 Prozent erblich bedingt. Wie und mittels welcher Gene ist nach wie vor ein Mysterium. Wenn man die hier zitierten Studien über Intelligenz zu Grunde legt und ernst nimmt, sind eben nicht alle Kinder gleich schlau und befähigt, Abitur zu machen oder ein Studium zu absolvieren. Kinder sind höchst verschieden. Auch was ihre Lernvoraussetzungen anbetrifft. Dass wir dennoch immer mehr Studienanfänger verzeichnen, bei deutschlandweit abnehmender Durchschnittsintelligenz, zeigt nicht etwa, dass unsere Schulabsolventen intelligenter geworden sind, sondern, dass die Qualitätsstandards für das Abitur immer weiter abgesenkt wurden.

Unser Schulsystem kann gar nicht alle Schüler zum Abitur führen, sofern dieses nicht einem schamlosen Niveaulimbo unterworfen wird. Das Konzept „Eine Schule für alle“ drückt vielleicht die Wertschätzung jedes einzelnen Schülers auf den ersten Blick aus. Letztlich wird sie aber keinem Kind wirklich gerecht. Wissenschaftliche Erkenntnisse erzwingen mehr Ehrlichkeit und weniger Traumtänzerei von Verantwortlichen und Politikern. Es ist nicht die Vereinheitlichung, die gute Ergebnisse erzielt.
Eher im Gegenteil: Überall ist von „länger gemeinsam lernen“ die Rede. In Deutschland bedeutet das sehr häufig: In der gleichen Klasse, wenngleich auch bisweilen zieldifferent. Das ist ein enormer Stressor nicht nur für die Lehrkräfte, die alles gleichzeitig ermöglichen und organisieren müssen und eigentlich keinem Schüler mehr gerecht werden können. Nein, es bleibt auch Stressor für die Minderbegabten, die ja wissen, dass sie andere Aufgaben bekommen und wissen, dass es alle wissen. Wie unsäglich erniedrigend, beschämend und peinlich! Aber es ist auch eine massive Benachteiligung der Begabten.

Verteufeln der „Begabten“

Warum ist eigentlich im Sport Begabtenförderung erlaubt, aber nicht in der Bildung? In Deutschland hochbegabt zu sein, bedeutet eher eine Behinderung. Niemand hätte von Diego Maradona erwartet, dass er in der Kreisliga spielt. Niemand hätte von Michael Schumacher ernsthaft erwartet, dass er auf dem Verkehrsübungsplatz der Grundschule in Pusemuckl seine Runden zieht. Aber von Lieschen Müller wird erwartet, dass sie sich hübsch brav und unauffällig permanent unterfordern lässt und auf alle anderen wartet, vor allem wenn, wie zumeist, niemand von ihrer Hochbegabung überhaupt Kenntnis nimmt.

Wenn 80 Prozent der Intelligenz vererbt werden, ist die logische Folge, dass auch in Zukunft kluge Eltern im Durchschnitt klügere Kinder haben werden. Ganz egal wie ungerecht die roten, dunkelroten oder grünen Sozialisten das auch finden. Gleichstellung kann bislang in diesem Sektor nur durch Nivellierung erreicht werden, durch das Kappen der Spitzen, durch die strukturelle Benachteiligung von Intelligenten. Das Töten von Neugier, Talent, Exzellenz und Geist durch systemimmanente Anödung passiert nun seit vielen Jahrzehnten. Dabei ist Bildung die Grundbedingung für des Menschen Freiheit und Unabhängigkeit und Deutschlands wichtigster Rohstoff.

Traurig, wie Deutschland von der Nation mit den meisten Nobelpreisträgern, dem Volk der Dichter und Denker abgewirtschaftet wird zu Platz 15 der Weltdurchschnittsintelligenz. Tendenz durch Zuzug sinkend. Nein, das ist nicht fremdenfeindlich, es sei denn Mathematik selbst ist nun fremdenfeindlich. Frage an die Schmutzetikettenkleber und politisch korrekten Keulenschwinger: Wie verändert sich der Durchschnittswert, wenn man in relevanten Größenordnungen niedrige Werte einspült? Aha. Übrigens ist auch die Mathematik ist nicht mehr das, was sie einmal war, denn sie muss sich neuerdings gefallen lassen, ebenso als rassistisch angespieen zu werden – wie die Intelligenzforschung. Ungewollt liefern die Wokisten damit einen weiteren trefflichen Beweis für unterschiedlich lokalisierte Intelligenzverteilungen.

Griff nach dem Göttlichen zu Ostern

Mein Gott, es ist Ostern! Ich wünsche mir heute, dass der Durchschnittsdeutsche endlich seine Eier findet, den Schleier durchschneidet, der sich um wissenschaftliche Tatsachen rankt und mit Mut zur Wahrheit ausspricht, was Sache ist: Die Gesellschaft braucht auch Exzellenz, Schönheit, Wettbewerb, Höchstleistung und Virtuosität. Das Verlangen danach ist so angeboren, wie die Sehnsucht nach den Siegen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Dummheit und Durchschnitt gibt es genug, diesen Zustand strebt ernsthaft niemand an. Erstrebenswert ist der ersehnte Moment der Glorie und sei es auch nur durch das Erleben und Bezeugen eines solchen Moments, der den Einzelnen aus dem Sumpf der eigenen langweiligen, depressiven Eintönigkeit für den Augenblick des Göttlichen erhebt.
Wir sind nicht alle gleich, aber wir ersehnen derartige Momente gefühlter Erhabenheit noch alle gleich intensiv. Und das ist gut so. Entlassen wir die Benachteiligungsbeauftragten und ihre sozialistischen Auftraggeber, sie sind unter dem Banner der Solidarität die Henker des Sublimen, die jetzt und in alle Ewigkeit verhindern sollen, dass Menschen über sich selbst hinauswachsen, um das Göttliche zu berühren.

In diesem Sinne: Frohe Ostern!

 

 

 

 

Zur Person:

Nicole Höchst, Jahrgang 1970, ist AfD-Bundestagsabgeordnete aus Rheinland-Pfalz. Sie trat 2015 in die AfD ein und ist seit 2017 Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis 201 (Bad Kreuznach/Birkenfeld). Dort ist sie unter anderem als ordentliches Mitglied und Obfrau des Bildungsausschusses und als Sprecherin der AfD-Fraktion für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung tätig. Ferner ist sie stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen für Familie, Senioren und Jugend sowie für Digitales. Höchst ist desweiteren Delegierte des Deutschen Bundestages in den Europarat für die AfD-Fraktion und stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Desiderius-Erasmus-Stiftung.

Bis 2012 unterrichtete sie als Studienrätin am Staatlichen Speyer-Kolleg, anschließend war sie bis Oktober 2017 Referentin am Pädagogischen Landesinstitut (vormals IFB). Höchst war 2015 Mitglied der AfD-Bundesprogrammkommission und ist stellvertretende Vorsitzende des AfD-Kreisverbands Speyer. Sie ist katholisch, hat vier Kinder und lebt mit ihrer Familie in Speyer, wo sie auch Stadträtin ist.

Auf jouwatch veröffentlicht Nicole Höchst alle 14 Tage die kritische Kolumne „Höchst brisant“ zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen. Unter demselben Titel veröffentlicht sie in unregelmäßigen Abständen Videobeiträge auf ihrem YouTube-Kanal.

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