Sieh an: Öl-Einsparungen durch Tempolimit werden überschätzt

Erfurt – Das wird den grünen Ideologen aber gar nicht schmecken: Das Einsparpotenzial bei russischen Öl-Importen durch die Einführung eines allgemeinen Tempolimits in Deutschland wird nämlich deutlich überschätzt. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Erfurter Ökonomen Dominik Maltritz, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet. In der öffentlichen Debatte werde mit „falschen, stark überhöhten Zahlen argumentiert“, kritisierte er.

So rechnet beispielsweise Greenpeace damit, dass ein allgemeines Tempolimit von 130 Stundenkilometern auf der Autobahn den Kraftstoffbedarf um zwei Millionen Tonnen pro Jahr senken würde. Diese Einsparung entspreche 2,1 Prozent der deutschen Ölimporte. Bezogen auf den russischen Anteil der Importe sprechen Experten wie Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung von Werten zwischen fünf und acht Prozent.

Maltritz‘ Berechnungen zufolge ist das Einsparpotenzial höchstens halb so hoch. Er kommt für ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern auf 0,3 bis 0,37 Prozent weniger Rohölbedarf. Bei Tempo 100 würden die Gesamtimporte um höchstens 1,12 Prozent sinken.

Umgerechnet auf den russischen Importanteil würde das maximal 3,16 Prozent der russischen Öllieferungen ausmachen.

Also noch mal runter mit dem Tempo. Vielleicht 10 km/h, dann würde man ordentlich sparen, oder man lässt das Autofahren ganz sein. Dann könnten die Grünen wieder jubeln. (Mit Material von dts)

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