Karl Lauterbach (Bild: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 / siehe Link)

„Vertuscher“ Lauterbach behindert offenbar Evaluierung der Corona-Maßnahmen

Gesundheitsminister Karl Lauterbach und Haus-und Hofvirologe Christian Drosten scheinen mit allen Mittel verhindern zu wollen, dass ein hochkarätig besetzter Sachverständigenrat eine Bewertung veröffentlicht, die beurteilt, welchen Nutzen und welchen Schaden die Corona-Politik von Bund und Ländern hatte. 

Im März 2021 wies der damalige Bundestag das unter Jens Spahn agierende Bundesgesundheitsministerium an, einen Sachverständigenausschuss einzusetzen. Die hochkarätig besetzte Truppe aus Wissenschaftlern, Medizinern, Juristen hat den Auftrag, bis zum 30. Juni eine Evaluierung zu erstellen, die den Nutzen bzw. den Schaden, den das vergangene und das aktuelle Corona-Regime durch seine erlassenen Maßnahmen verursacht hat, zu bewerten.

Aber genau das scheint sowohl Gesundheitsminister Karl Lauterbach als auch Haus-und Hofvirologe Christian Drosten verhindern zu wollen. Wie die Welt hinter der Bezahlschranke berichtet, soll kurz, nachdem das Gremium bei einer Konferenzschaltung am vergangenen Freitag zusammentraf, sich der Ratsvorsitzende Stefan Huster, ein Verfassungsrechtler an der Ruhr-Universität Bochum, per E-Mail an seine Kollegen gewandt haben und die Wende verkündet haben. Von Welt wird er wie folgt zitiert:

„Gerade sprachen wir in der Sitzung noch über die unbefriedigende Kommunikation mit unseren Auftraggebern, da kam eine Nachricht vom Gesundheitsminister.“ Karl Lauterbach (SPD) habe Huster mitgeteilt, dass es für die Aufgabe der Maßnahmenevaluation „eine Verlängerung oder sogar eine neue Ausschreibung geben werde“: „Für uns heißt das zunächst, dass wir jedenfalls bis Ende Juni keine Maßnahmenevaluation vorlegen müssen.“

Ebenfalls mehr als „pikant“: Die Geschehnisse der vergangenen Tage haben eine Vorgeschichte: Bei einem internen virtuellen Treffen im März soll der Charité-Virologe Christian Drosten dafür plädiert haben, die Maßnahmen nicht einzeln zu evaluieren. Man habe zu wenig Daten, es sei zu früh für eine solche Arbeit, man könne in „Teufels Küche“ kommen, sagte er nach Informationen von WELT in einem etwa neunminütigen Vortrag. Mitglieder des Rats wandten sich angesichts der Intervention Drostens, der seit Beginn der zur Pandemie ausgerufenen Viruserkrankung zu den wichtigsten Beratern der politischen Entscheidungsträger zählt, mit der Bitte um Vermittlung an das Gesundheitsministerium.

Auf Anfrage, ob es sich hier um einen Alleingang des Sozen-Gesundheitsministers und Corona-Wahnsinnigen Lauterbach – erst vor Kurzem warnte er vor einem gefährlichen Corona-Herbst – handelt, wurde auf Vertraulichkeit des Gespräches verwiesen.

Auch der Sachverständige Stefan Huster, Verfasser der aktuellen E-Mail, reagierte auf eine Nachfrage zur Kommunikation mit dem Minister nicht. Ein Mitglied des Sachverständigenrats sagte aber unter der Bedingung, dass sein Name nicht genannt wird, er sei „entsetzt“ von der Entwicklung am Freitagabend: „Es zeugt von einer großen Respektlosigkeit, uns nach vielen Stunden Arbeit nun den Auftrag zur Evaluierung der Corona-Maßnahmen entziehen zu wollen.“

Nach Informationen der Welt wollen mehrere Mitglieder trotz der Lauterbach´schen Intervention pünktlich zum 30. Juni unter allen Umständen einen Bericht vorlegen – ob es Karl Lauterbach gefällt oder nicht. (SB)

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