Wahlbetrug? 1,1 Millionen Stimmen für Le Pen verschwunden

Wahlbetrug? (Bild: shutterstock.com/Spech)
Wahlbetrug? (Bild: shutterstock.com/Spech)

Bei der Stichwahl am Sonntag hat sich laut den letzten Wahlergebnissen Emmanuel Macron gegen seine Herausforderin Marine Le Pen durchgesetzt. Nun werden jedoch Stimmen laut, die fragen, ob eventuell Wahlbetrug im Spiel gewesen sein könnte. Wie bereits 2017?

Am gestrigen Sonntag etwa um 21.10 Uhr (2:50:50 im verlinkten Video mit dem Mitschnitt der Wahlsendung von France TV, die um 18.21 Uhr begonnen und um 22:54 geendet hatte) lautete der Stand der Auszählung wie folgt:

Marine Le Pen 14.432.396 Stimmen
Emmanuel Macron 14.214.825 Stimmen

Dies war nach Angaben des Moderators der aktuelle Stand der tatsächlich ausgezählten und gemeldeten Stimmen gemäß den Angaben des französischen Innenministeriums.

Der Moderator wies darauf hin, dass diese Zahlen nur die bis dahin ausgezählten Wahllokale berücksichtigten, die meist in kleineren Kommunen lägen, wo man eher zu Le Pen neige als in den Großstädten. Daher erlaube der (zu diesem Zeitpunkt aktuelle) Stand der Auszählung noch keine Rückschlüsse auf das Endergebnis.

Das amtliche Endergebnis lautete aber dann:

Marine Le Pen 13.297.760 Stimmen
Emmanuel Macron 18.779.641 Stimmen

Zwischen 21.10 Uhr und der Bekanntgabe des amtlichen Endergebnisses hat Marine Le Pen also über 1,1 Millionen Stimmen, die für sie bereits ausgezählt worden waren, wieder verloren?

Ganz ähnliche „Ungereimtheiten“ gab es bereits bei der letzten französischen Präsidentschaftswahl 2017. Bei der damaligen Stichwahl – ebenfalls zwischen Macron und Le Pen – sollen 4,07 Millionen Franzosen ungültige Stimmen abgegeben haben. Pikant waren Berichte, wonach Wahlzettel mit dem Namen Marine Le Pens bereits beschädigt (=ungültig) ausgeliefert wurden. Dies geschah in verschiedenen Regionen Frankreichs. Die Zettel waren angerissen oder hatten abgeschnittene Ecken. Und stets waren es die Stimmzettel für die nationalkonservative Kandidatin. (SB)