Björn Höcke bei PEGIDA, Foto: Paul Klemm

Björn Höcke: Elon Musk oder: Das Stahlgewitter in der linken Gummizelle

Alarm an der Westfront: Bereits die Ankündigung, daß Elon Musk den Kurznachrichtendienst Twitter kaufen möchte, rief die gesamten Stahlhelmfraktion des deutschen Haltungsjournalismus auf den Plan. Es ist ein gewaltiger Einschlag im sicher geglaubten publizistischen Hinterland. Ein Einmarsch in die sicher geglaubte bolsche-woke Filterblase. 

Von Björn Höcke auf Telegram

Der sonst eher für die biologische Kriegsführung zuständige Generalstabschef Lauterbach fürchtet um das (Zitat auf Twitter): »Vertrauen in die Unabhängigkeit von Nachrichten«. Dabei handelt es sich bei Twitter ja lediglich um eine Plattform, also in erster Linie um eine Primärquelle – nicht um deren journalistische Auswertung. Diese Unterscheidung fällt der Obrigkeit zunehmend schwer, zu sehr sind sie bereits daran gewöhnt, daß die ihnen gefällige Interpretation immer gleich mitgeliefert und ihre Diskurshoheit staatlich gestützt wird. Ein ehrliches Messen auf Augenhöhe? Vor argumentativen Grabenkämpfen mit den Steuerzahlern schaudert es ihnen! 

Musk hingegen twittert nach der Übernahme: »Ich hoffe, daß selbst meine größten Kritiker bei Twitter bleiben, weil es das ist, was Meinungsfreiheit bedeutet.« In einem späteren Tweet kündigt er an, offenzulegen, wie die Algorithmen von Twitter funktionieren, nach denen die Plattform Inhalte empfiehlt und verifiziert, ob hinter einem Profil ein Bot steckt, um Spam einzuschränken. Eine unverhohlene Provokation! Der (nicht gerade für seine Contenance bekannte) Zwangsgebühren-Millionär Jan Böhmermann wird gleich vulgär: »Wieso gehört am Ende alles immer reichen Wichsern, die machen können was sie wollen?«

Schon früh haben die vorgeschobene Beobachter der Politischen Korrektheit Musk als neuen Feind markiert. Unmut zog er bereits auf sich, weil er es wagte, Ernst Jünger zu lesen [1]. Seither ätzt Böhmermann regelmäßig gegen alles, was mit Elon Musk und Tesla zu tun hat. Als Antwort auf die Gewährung der Meinungsfreiheit — auch für das gemeine Volk! – fordert der Agitprop-Clown den »Aufbau einer paneuropäischen öffentlich-rechtlichen Körperschaft zur Substituierung der kritischen Kernfunktionalität von Twitter, damit Bürger*innen, Behörden, Institutionen, Unternehmen und Medien über einen freien öffentlichen Ort des digitalen Austauschs verfügen.«

Vor dem Hintergrund seiner plapperhaften Aufgeregtheit in Twitter kann man davon ausgehen, daß er das sogar ziemlich ernst meint.

Es ist traurig: Sie können Freiheit — und erst recht die Meinungsfreiheit — nicht mehr als etwas Schönes schätzen und lieben. Und, um es mit Ernst Jünger zu sagen: »Tief ist der Haß, der in den niederen Herzen dem Schönen gegenüber brennt.«

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Elon Musk (Bild: shutterstock.com/Rokas Tenys)
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