Erdingers Absacker: Abfallwirtschaft – gelber Sack, grüner Sack und roter Sack

Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

+++ Wie „Markt und Mittelstand“ im Januar bereits meldete, griffen Fahrzeughersteller auf ungewöhnliche Maßnahmen zurück, um an die begehrten Halbleiter („Chips“) für ihre Fahrzeuge zu kommen. So sollen beispielsweise bei BMW fabrikneue Waschmaschinen von Bosch gekauft worden sein, um an die dort verbauten, mit dem Fahrzeugbau kompatiblen Chips zu kommen. Die globalen Lieferbeziehungen seien nachhaltig aus dem Takt geraten, betonte Südwestmetall-Geschäftsführer Dick. Deutsche Unternehmen würden Marktanteile an die asiatische Konkurrenz verlieren, weil man in Ermangelung von Halbleitern nicht liefern könne. Es gehe gerade die Wertschöpfung in Europa kaputt, warnte auch Hekatron-Chef Roth. Der Chipmangel würde die deutsche Wirtschaft das ganze Jahr 2022 und darüber hinaus beschäftigen, prognostizierte auch der Präsident des Digitalverbandes Bitkom, Achim Berg. Die Engpässe beträfen alle Arten von Halbleitern von Speicherchips über Prozessoren und Sensoren bis zu einfachen Dioden. Schnelle Lösungen ließen sich nicht finden. Tatsächlich seien für die Herstellung von Halbleitern oft lange Produktionsketten notwendig. Oft vergingen mehrere Wochen, bis auf einer Siliziumscheibe – einem „Wafer“ – Mikrochips für die Industrie entstanden seien. Im Augenblick ist wegen des Chipmangels kein Ersatz für defekte EHS-Steuereinheiten bei den 7G-Tronic Automatikgetrieben von Mercedes Benz lieferbar, so daß die defekten Teile ausgebaut und zum Nachlöten der Platine an Reparaturbetriebe verschickt werden müssen. Das hat zur Folge, daß defekte Mercedes mit 7G-Tronic zwei bis drei Wochen stillstehen, ehe das reparierte Altteil wieder eingebaut werden kann. Ein inexistenter Experte für Globalismus & Chilligkeit betonte jedoch, das sei alles nicht so schlimm. Man könne auch ein schönes Leben haben, wenn man bei Kerzenschein und einem Joint mit einem Grünen über den Segensreichtum der Globalisierung diskutiere, während man gemeinsam mit ihm in gemächlichem Arbeitstempo fabrikneue Waschmaschinen in Abfallsäcke verpackt. Man müsse nur aufpassen, daß man sich mit ihm nicht über die Frage in die Haare bekommt, ob es ein grüner, ein gelber oder ein roter Sack sein soll. Zum Glück gebe es noch Kartoffelchips, wenn man vom Kiffen Appetit bekommen habe. +++

Kartoffelchips gehen auch – Foto: Imago

+++ Das „Liberale Institut“ aus Zürich kritisiert wieder einmal den wissenschaftsfeindlichen, stark zivilreligiös geprägten Umgang mit dem angeblich menschengemachten Klimawandel. Zum Thema CO2: „Weil der Einfluss des individuellen CO2-Ausstosses für das Weltklima nicht bewiesen werden kann, lassen sich auch Strafmassnahmen wie CO2-Steuern, Autofahr- oder Fleischverbote nicht begründen. Diese politischen Interventionen stellen einen Angriff auf individuelle Freiheitsrechte dar. Weil die Politik keinen entsprechenden Beweis einer Schuld der angegriffenen Bürger vorlegen kann, ist der politische Eingriff mit nichts zu rechtfertigen.“ Ein inexistenter Experte für Pädagogisches & Verständliches kommentierte diese Behauptung wie folgt: Selbst dann, wenn man versuchen wollte, einem Grünen diesen Sachverhalt in leichter Sprache nahezubringen, würde er sich zwar vehement gegen die Einsicht wehren, dennoch aber den Export deutscher Panzer in die Ukraine ohne Dieselkat und Abgasrückführung befürworten, obwohl jedes dieser Ungetüme ungefähr 500 Liter Sprit auf 100 Kilometer verbraucht. Daran könne man sehen, daß es den Grünen um nichts anderes geht, als in der Ukraine die frische Luft zu verpesten. Wahrscheinlich mögen Grüne keine Ukrainer, so der inexistente Experte.  +++

Verbrauch hoch, Komfort niedrig: Panzer an der Tankstelle – Foto: Imago

+++ Tweet von Justizminister Marco Buschmann (FDP) am heutigen Tage.

Buschmann-Tweet am 04.05.2022 – Screenshot Facebook

Ein inexistenter Experte für Zwitschern & Plätschern kommentierte die peinliche Wortmeldung des Bundesjustizministers mit der Bemerkung, hier zeige sich sehr eindrücklich, dass die politische Klasse in einem Elfenbeinturm lebe und der Realität vollkommenen entrückt sei. Das Leben sei keinesfalls ein Hollywood Fantasy Epos. +++

+++ Der Papst scheint unter die Deserteure gegangen zu sein. In einem Interview mit dem „Daily Corriere Della Sera“ am 3. Mai waren plötzlich ganz neue Töne von Franziskus zu lesen. Der Konflikt in der Ukraine sei womöglich gar nicht von den Russen, sondern von „anderen Akteuren“ ausgelöst worden, so das Oberhaupt der westkatholischen Schafsherde.

Ist der Papst desertiert? – Screenshot Facebook

Ein inexistenter Experte mutmaßte, da Papst Franziskus auch nicht mehr der Jüngste sei, habe er vermutlich sicherstellen wollen, daß sein Platz im Himmel nicht von anderen Akteuren besetzt wird. +++

+++ Im „Tagesspiegel“ gab es ein Interview mit dem ehemaligen Grünenpolitiker Matthias Berninger. Von 2001 bis 2005 war der ehemalige Leiter des hessischen Landesverbandes der Grünen Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium. 2007 zog es Berninger in die Wirtschaft. Dort arbeitete er zunächst als Lobbyist für den US-Nahrungsmittelkonzern Mars, ab 2019 dann als Cheflobbyist beim Chemieriesen Bayer. Frage des „Tagesspiegels“: „Herr Berninger, Sie waren unter der ersten grünen Agrarministerin Renate Künast Staatssekretär. Jetzt ist wieder ein Grüner Minister. Hatten Sie schon einen Termin bei Cem Özdemir?Antwort Berninger: „Ja. Ich kenne Cem schon seit 1994, und natürlich habe ich ihm gratuliert. Mir gefällt, dass er genauso wie ich damals mit dem Fahrrad ins Ministerium fährt.“ Ein inexistenter Experte für Vorderlader, Hinterlader, Radlader & Lastenradler erklärte, er sei überglücklich, endlich erfahren zu haben, was einem grünlichen Glyphosat-Lobbyisten gefällt. Interviews mit Ex-Grünen seien das Lehrreichste, was man sich überhaupt vorstellen kann.  +++

Moped mit Holzvergaser – Foto: Imago