Abtreibungsrecht: (Bild: shutterstock.com/Rena Schild)
Abtreibungsrecht: (Bild: shutterstock.com/Rena Schild)

US-Abtreibungsrecht: Demnächst Schluss mit der Tötung von Babys bis zur 40. Schwangerschaftswoche?

In den USA könnte das liberale Abtreibungsrecht von 1979 vor dem Aus stehen. Ein geleaktes Dokument des Obersten Gerichts deutet darauf hin, dass zukünftig jeder der fünfzig US-Einzelstaaten wieder selbst und neu über die Tötung Ungeborener entscheiden kann. Dann könnte Schluss sein mit dem Töten von lebensfähigen 4-Kilo-Kindern.

Am Montagabend hatte das Magazin „Politico“ den Entwurf einer Urteilsbegründung des Obersten US-Gerichts veröffentlicht. Die sogenannte Feministinnenfront befindet sich seither in der höchsten Alarmstufe. Der Grund: Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten (Supreme Court) dürfte in Kürze das Pro-Abtreibungsurteil „Roe v. Wade“ aufheben. „Roe gegen Wade“ ist eine Grundsatzentscheidung zum Abtreibungsrecht, die der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten am 22. Januar 1973 fällte. Der Entscheidung zufolge verletzte ein Strafgesetz des US-Bundesstaats Texas zum Schwangerschaftsabbruch das verfassungsmäßige Recht einer Frau, über Abbruch oder Fortführung ihrer Schwangerschaft selbst zu entscheiden.

Kippt das Urteil, das ohne US-Präsident Donald Trump und seinen 3 Ernennungen (Gorsuch, Kavanaugh und Barrett) von konservativen Höchstrichtern nicht möglich wäre, darf jeder der fünfzig US-Einzelstaaten zukünftig wieder selbst und neu über die Causa der Abtreibung entscheiden. In der Praxis heißt dies, dass die jeweiligen Bundesstaaten der USA Pro-Life-Gesetze erlassen dürfen – was inzwischen schon dutzendfach passiert ist – und dass diese nicht mehr von einem Höchstgericht aufgehoben werden können. Die offizielle Bekanntgabe dieser wichtigen Pro-Life-Entscheidung soll innerhalb der nächsten 2 Monate stattfinden.

Vor dem Hintergrund hat der Gouverneur von Oklahoma, Kevin Stitt, ein Gesetz zur drastischen Verschärfung der Regelungen in dem Bundesstaat unterzeichnet. Stitt erklärte auf Twitter, die vier Millionen Menschen in seinem Bundesstaat seien mit großer Mehrheit für den Schutz des ungeborenen Lebens.

Das „Herzschlag-Gesetz“ Oklahomas ähnelt einer Regelung aus dem Bundesstaat Texas. Es verbietet Schwangerschaftsabbrüche, sobald ein Arzt bei einem Embryo oder Fötus den Herzschlag feststellen kann. Das Gesetz erlaubt zudem Zivilklagen gegen Personen, die Abtreibungen vornehmen oder Frauen dabei wissentlich unterstützen.

Um was es den Abtreibungsbefürwortern, sprich den abtreibungswütigen Demokraten geht, wird indes in den deutschen Medien verschwiegen. Auf Grundlage des o.g. „Roe v. Wade“-Urteil sind Abtreibungen in den USA bis zur Lebensfähigkeit des Fötus erlaubt – heute etwa bis zur 24. Woche. In den Vereinigten Staaten scheint es jedoch eine Mehrheit zu geben, die es eben nicht als humanistische Errungenschaft ansieht, dass man wie in New York erlaubt, lebensfähige 4-Kilo-Babys mit dem Hinweis auf weibliche Selbstbestimmung bis zum Eintreten der ersten Wehen noch legal als lebensunwerten „Zellhaufen“ im Mutterleib töten darf.

Nachfolgende Aussagen zeigen, was Demokraten fordern: das „Abtreibungsrecht“ bis zur 40zigsten Schwangerschaftswoche:

(SB)

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