Rajasthani in Indien - Foto: Imago

Deutsche Volkspädagogik: Meine lieben Kinder – heute geht es um den Inder

Gerhard Papke, seines Zeichens Ex-Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen und als Präsident der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft laut Springers „Welt“ im April 2021 durch seine Nähe zu Ungarns Politik „auffällig“ geworden, woraufhin er dann „umstritten“ wurde, twitterte am 7. Mai 2022 etwas äußerst Bemerkenswertes. Es geht um deutsches Geld fürs Russenöl der Inder, liebe Kinder.

von Max Erdinger

Gerhard Papke bei Twitter: „#Indien kauft ein Viertel aller russischen Ölexporte auf und lässt die Sanktionspolitik ins Leere laufen. Gleichzeitig sagt die Ampelregierung Indien 10 Milliarden Euro an Entwicklungshilfe zu, vor allem für den Klimaschutz! Deutsche Politik am Rande des Wahnsinns.“

Papke-Tweet – Screenshot Twitter

Einmal abgesehen davon, liebe Kinder, daß sich nicht nur die deutsche Politik, sondern fast alle Deutschen spätestens seit Merkel ständig am Rande des Wahnsinns bewegen, wobei es bereits zu tragischen Randübertretungen gekommen ist, kann man Papkes Alarmismus überhaupt nicht nachvollziehen. Schon deswgen nicht, weil er FDP-Mitglied ist. Wer einem FDP-Mitglied auch nur noch ein Wort glaubt, ist definitiv über den Rand getreten und abgestürzt. Wahrscheinlich geht es um 15 Milliarden. Aber egal. Der Einfachheit halber wollen wir einmal so tun, als würden Papkes Behauptungen stimmen.

Erstens braucht Indien dringend Entwicklungshilfe, damit es sich Atomwaffen und ein Raumfahrt-Programm leisten kann, und zweitens sind 10 Milliarden Euro nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Heiße Steine gibt es in Indien viele, wenn man den neuesten Meldungen der deutschen Klima-Alarmierungsmedien glauben darf. Das dürfen wir natürlich auch nicht, aber der Einfachheit halber …

Jedenfalls sind die deutschen 10 Milliarden vor allem für den Schutz der Inder vor dem Klima gedacht, weswegen sie in Indien garantiert für Klimaanlagen ausgegeben werden. Daß die Inder die deutschen zehn Milliarden ausgeben würden, um russisches Öl zu kaufen, ist einfach eine bösartige Unterstellung. Der Inder als solcher ist ein redlicher Mensch. Der nimmt einfach andere zehn Milliarden, keine deutschen Klimaentwicklungs-Hilfsmilliarden, um russisches Öl zu kaufen. Weil wir uns sonst blöd vorkommen müssten. Schließlich hätten wir für die zehn Milliarden selber russisches Öl kaufen können, um das Klima zu schützen.

Die Milliarden der Entwicklungspolitik

Bestimmt habt ihr schon einmal etwas von der feschifenimimi … feministischen Entwicklungspolitik gehört, liebe Kinder. Sehen wir uns einmal an, was das genau sein soll. Das ist nämlich ein schwieriges Thema, mit dem sich nur mordsgescheite Blitzbirnen auskennen, die „feministische Entwicklungspolitik“ flüssig aussprechen können, ohne sich zu verhaspeln. So eine mordsgescheite Person ist unsere verehrte Frau Bundesentwicklungshilfeministerin von der spezialdemokratischen Partei (SPD). Sie heißt Svenja Schulze und ist blond. Auf der Internetseite ihres Ministeriums sieht man sie mit einer Brille auf der Nase. Daneben steht folgender Satz: „Die Hälfte der Weltbevölkerung ist weiblich.“ Da hat sie bloß ein bißchen geflunkert, um uns keine Albträume zu machen. Tatsächlich ist es nämlich ein bißchen mehr als die Hälfte. In absoluten Zahlen ausgedrückt, handelt es sich sogar um einen einzigen Horror für alle Weltmänner. Aber egal. Die femsinischtische Frau Entwicklungshilfeministerin: „Gleichstellung ist ein Menschenrecht„. Warum das so sein soll, können wir nicht nachvollziehen, weil wir noch nicht so blitzgescheit sind wie unsere blonde Frau Femsibimsmusentwicklungshilfeministerin. Daß alle Buben & Männer blöd werden müssen, wird sie wohl nicht gemeint haben.

Es ist nämlich so: Es gibt viele „die Menschen“ auf unserem weltklimabedrohten Planeten – den man auch „Planetin“ nennen dürfte, „ganz wie man möchte„, wie uns die femsinsi … feministische Kollegin der Frau Schulze von den Grünen, die überaus kluge Frau Göring-Eckardt erlaubt hat -, die überhaupt nicht der Ansicht sind, daß Gleichstellung ein Menschenrecht sei. Der Taliban in der Straßenbahn von Kabul in Afghanistan zum Beispiel glaubt das nicht. Der ist sogar extrem anderer Ansicht. Wahrscheinlich ist er aber bloß ein fieser Rechtsbrecher. Was ein Menschenrecht ist, das wissen nämlich nur femsimini … feministische Blitzbirnen aus Deutschland. In Afghanistan gibt es auch nicht so viele blonde Frauen mit Brille. Na ja, vielleicht schon. Aber seit die dort alle mit einer Burka umeinanderlaufen müssen, sieht man es halt nicht mehr so deutlich. Weil der Taliban leider-leider extrem durchsetzungsfähig ist.

Deswegen, liebe Kinder, müssen wir uns einfach darauf verlassen, daß es sinnvoll ist, wenn eine femsimischtisch – egal jetzt -gescheite Blitzbirne aus Deutschland zehn Milliarden deutsche Euros nach Indien schickt, damit sich die Inder vor ihrem Klima schützen, anstatt das ganze schöne Geld für russisches Öl auszugeben, das sie sowieso nicht zum Heizen brauchen, weil es in Indien auch ohne Öl schon recht heiß ist. Was lernen wir, liebe Kinder? Froh und dankbar müssen wir sein für den unermüdlichen fensimimi … also den unermüdlichen Einsatz blonder Frauen mit Brille in Deutschland zur klimatischen und auch sonst jeder Verbesserung bei den Entwicklungsgehemmten unserer schönen Welt. Wie unermüdlich sie dabei sind, solche blonden Frauen, wollt Ihr wissen? Die Frau Bundesfeminentwicklungsministerin: „Das klar­zu­stellen und Be­wusst­sein hier­für zu schaffen, bleibt eine fort­wäh­ren­de Aufgabe.

Schon haben wir den Salat, liebe Kinder. Die blonde Frau Schulze, Svenja, mit der Brille in Berlin, die mordsgescheite, ist nicht nur mordsgescheit, sondern sie ist sogar supermordsgescheit, weil sie sonst nicht wissen könnte, daß es noch lange dauern wird, bis wir verstanden haben, was sie gemeint hat. Femsibimsi ist nichts für so trübe Talgfunzeln wie uns. Da werden wir uns noch ganz gehörig entwickeln müssen. Am besten lassen wir uns ebenfalls 10 Milliarden überweisen. Damit wir uns schneller femnischinschisch entwickeln zu unserem und dem Besten des Weltklimas.

Woher kommt das Geld?

Das ist ein heikles Thema, liebe Kinder, das sich mit der Blume und der Biene nicht so einfach abhandeln läßt. Da spielt nämlich auch der Femsibim .. äh … Dingsbums eine Rolle. Das hat mit der Europäischen Zentralbank zu tun. Deren Chefin ist auch eine Frau, eine grauhaarige. Die hat ebenfalls manchmal eine Brille auf, aber nicht immer. Sie hat eine Nase wie ein Adlerschnabel und heißt Christine Lagarde. Das muß man „Lagaaahd“ aussprechen, weil sie sonst sauer wird. Aber egal.

Also mit den zehn Milliarden für die Klima-Inder ist es so: Wenn sich die Banknoten-Presse und das Papier so richtig liebhaben, dann entstehen viele bunte Baby-Geldscheine, die allesamt auf den Namen Euro hören. Die Banknotenpresse und das Papier haben sich verdammt lieb, seit die grauhaarige Frau Lagaaahd Präsidentin der Europäischen Zentralbank geworden ist. Das kann ich euch sagen, liebe Kinder. Zehn Milliarden bunte Euros für die entwicklungsgehemmten Klima-Inder flutschen da nur so aus der Presse heraus, daß alle Zeugen der Geldgeburt tropfnasse Augen haben vor lauter Rührung. Deswegen sagt man auch, jemand sei flüssig, wenn er viele Euros hat. Im Moment weinen alle Inder vor Glück. Weil sie sich Klimaanlagen kaufen können mit den frischen Euro-Babies und nicht länger mehr fürchterlich schwitzen müssen beim beschwerlichen Öleinkauf in der Hitze. Und schon haben wir wieder etwas gelernt, liebe Kinder. Nicht nur in der Entwicklungshilfepolitik -, nein, auch in der Währungspolitik ist Femsibimsmus ein wahrer Segen. Und weil unser Glück noch nicht groß genug ist, liebe Kinder, gibt es bei uns den Femibimsimus auch noch in der Außenpolitik.

Feministische Außenpolitik

Femsibimschische Außenpolitik erkennt man daran, daß sie Frieden schafft. Frauen sind nämlich das empathischere Geschlecht. Unsere Außenministerin ist die friedlichste von allen, die es jemals in der femischistischen Welt gegeben hat. Sie gehört der grünen Partei an, wo sogar die Männer femsimistische Frauen sind. Wenn sie nicht gleich etwas ganz anderes sind. Hinübergeschlechtliche zum Beispiel. Was das für welche wären, darüber unterhalten wir uns vielleicht einmal, wenn ihr groß seid, liebe Kinder.

Wie schafft es nun unsere Frau Außenministerin Annalena Baerbock, so eine wundervoll friedfertige Welt zu schaffen, daß sich die Druckerpresse und das Papier bei der Frau Lagaaahd gar nicht mehr beherrschen können vor lauter Fortpflanzungsbereitschaft?  Sie läßt Waffen in ein Kriegsgebiet verschicken, obwohl ihre grüne Partei im Wahlkampf vor einem halben Jahr noch behauptet hat, Grüne würden sich strikt für Waffenexportverbote in Kriegsgebiete einsetzen. Aber das macht nichts. Gottseidank gibt es den Femsibimsmus. Wenn man irgendwo eine Lüge hat, die einem nicht gefällt, dann zieht man ihr mit dem Femsibimsmus eine drüber und schon ist die gräßliche Lüge mausetot. Femsibimsmus schlägt alles.

Segensreiche Synergien im Feminismus

Wahrscheinlich könnt ihr euch schon denken, liebe Kinder, was passiert, wenn sich drei Femsibimsinnen, zwei davon mit Brille, eine blond, über die Weltverbesserung unterhalten. Da spratzelt es vor Zerebralenergie wie bei einem Kurzschluß im Umspannwerk. Da zucken Blitze! Und so kommt es, daß die entwicklungsgehemmten Inder zehn druckfrische Milliarden von der deutschen Femsibimsi-Entwicklungshilfe bekommen, um kein russisches Öl zu kaufen, sondern sich vor dem indischen Klima zu schützen, während wir in Deutschland im Winter für die Freiheit frieren sollen, obwohl wir keine Atomwaffen und kein eigenes Raumfahrt-Programm haben, wodurch wir uns die zehn Milliarden ersparen, mit denen wir das russische Öl kaufen könnten, das die Entwícklungsinder von unserem Geld nicht kaufen, sondern von anderen zehn Milliarden. Und die Waffen, die wir in Kriegsgebiete liefern, weil der Femsibimsmus jede Lüge schlägt, schaffen Frieden dadurch, daß mit ihnen alle diejenigen unfemsibimsischen Krieger getötet werden, die nicht friedlich sein wollen. Weil sie keine Frauen sind. Habt ihr das verstanden, liebe Kinder? – Nicht? Da könnt ihr mal sehen, wie mordsgescheit unsere Frau Bundesfeminentwicklungsministerin Schulze ist. Die weiß, daß die Sache mit der Gleichstellung und dem Femsibimsmus eine „fortwährende Aufgabe“ ist. Da werden wir noch lange dazulernen müssen, liebe Kinder, bis wir so blöd geworden sind, daß die Gleichstellung als abgeschlossen betrachtet werden kann.

Aber regen wir uns erst einmal lieber nicht auf, weil das alles hier schließlich auf den Tweet von einem FDP-Politiker zurückgeht, weswegen wir davon ausgehen müssen, daß es sowieso gelogen war und daß es nicht mehr lange „fortwähren“ wird, bis die Lügen von FDP-Politikern allesamt vom Femsibimsimus eliminiert worden sind.

 

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