Boarding (Bild: shutterstock.com/Sorbis)
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Antisemitismus à la Lufthansa: Jüdischer Gruppe wird Weiterflug verweigert

Mehr als 100 orthodoxen Juden verweigerte die Lufthansa den Einstieg und somit den Anschlussflug nach Frankfurt. Der Grund: Einige davon hatten sich geweigert, Gesichtsmasken zu tragen. Jedoch wurden allen, die irgendwie jüdisch aussahen, der Weiterflug kollektiv untersagt.

Mehr als 100 orthodoxen Juden wurde der Einstieg in einen Lufthansa-Anschlussflug in Deutschland untersagt, weil einige der orthodoxen jüdischen Passagiere sich geweigert hätten, während ihres vorherigen Fluges den immer noch praktizierten Corona-Masken-Terror mitzumachen. Auf amerikanischen Flügen hat sich der Corona-Terror bereits erledigt, dort gibt es keine Maskenpflicht.

Der Vorfall habe sich laut der Nachrichtenseite New York Post  nach der ersten Etappe einer Pilgerfahrt vom New Yorker John F. Kennedy International Airport in die ungarische Hauptstadt Budapest mit Zwischenstopp in Frankfurt ereignet. Dort teilte eine Lufthansa-Vertreterin den Passagieren mit, dass die jüdischen Passagiere nicht weiterfliegen dürfen. Die Ansage des Lufthansapersonals: „Aufgrund betrieblicher Gründe auf dem Flug von New York müssen wir für alle Passagiere hier den Weiterflug streichen. Sie wissen, warum.“

 

Die Selektion des Lufthansa-Flugpersonals erstreckte sich auf erkennbar jüdischen Menschen. Diesen wurde kollektiv der Weiterflug verweigert. Der New Yorker berichtete, dass die Lufthansa nicht gezielt die Passagiere von der Beförderung ausgeschlossen habe, die keine Maske tragen wollten, sondern alle, die durch Hut und Schläfenlocken als Juden zu erkennen waren. Die Juden an Bord seien nicht einmal eine geschlossene Reisegruppe gewesen.

„Ist das eine Lufthansa-Entscheidung, dass alle Juden auf diesem Flug heute keinen anderen Flug mehr nehmen können?“ fragt der Mann ungläubig. „Weil dies 2022 ist und dies ein westliches Land ist. Das soll also an das obere Management gehen, weil dies ein [antisemitischer Akt] ist.“

 

Lufthansa wies die Vorwürfe in einer Stellungnahme zurück: „Wir halten die Behauptung des Antisemitismus für ungerechtfertigt und unbegründet“, sagte das Unternehmen. (SB)

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