Auch das noch: Jetzt kommen die versteckten Preiserhöhungen

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Berlin – Dieser Ukrainekrieg bringt wahrlich das Böse zum Vorschein: Verbraucherschützer erwarten eine Welle verdeckter Preiserhöhungen bei Produkten des täglichen Bedarfs. „Das Schrumpfen von Produkten und das gleichzeitige Anheben der Preise nehmen in den letzten Monaten deutlich zu“, sagte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg der „Bild-Zeitung“ (Freitag). Einzelhandel und Hersteller setzten darauf, dass Kunden diese Art der Verteuerung nicht bemerkten.

„Verbraucher werden doppelt abgezockt“, so Valet wörtlich. Ökonom Gunther Schnabl von der Universität Leipzig rät dazu, beim Einkauf im Supermarkt auf die Mengenangaben zu achten. „Die Hersteller versuchen, die Inflation zu verstecken, vor allem über weniger Inhalt in gleich großen Verpackungen“, so Schnabl.

Ein weiterer Inflationsphänomen sei die sogenannte „Qualitätsanpassung“ von Waren. „Viele Hersteller greifen auf billigere Zutaten zurück, verändern Rezepturen und verschlechtern die Qualität der Produkte.“ Für Verbraucher sei das noch schwerer zu erkennen.

Die Inflation äußere sich über höhere Preise, weniger Inhalt oder verminderte Produktqualität. „Manche Hersteller greifen sogar zu allen drei Tricks“, so Schnabl.

Es wird Zeit, dass diese Hersteller und die Händler, die solche Waren ins Regal stellen, boykottiert werden, dass man wieder auf Märkte geht und diesen miesen Supermärkten den Stinkefinger zeigt.

Aber natürlich ist das ein Luxusproblem. Es geht nämlich viel, viel schlimmere Auswirkungen:

Vor dem G-7-Agrarministertreffen am Freitag hat die Welthungerhilfe vor einem „noch drastischeren Anstieg“ der Zahl der Hungernden infolge des Ukraine-Krieges gewarnt. Um das zu verhindern, müssten die Agrarminister „schnellstmöglich angemessene Akuthilfen auf den Weg bringen“, sagte Welthungerhilfe-Vizepolitikchef Rafael Schneider der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Der Preisanstieg für Lebensmittel durch den Ukraine-Krieg treibe ansonsten die Zahl der Hungernden weiter in die Höhe.

Derzeit litten weltweit 800 Millionen Menschen unter Hunger, sagte Schneider der „NOZ“. Grund sei nicht nur der Krieg, sondern auch „Systemfehler“, die Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) und seine Kollegen dringend beheben müssten. Zudem dürften Maßnahmen gegen akute Versorgungsengpässe nicht auf Kosten des Umweltschutzes gehen.

Die Welthungerhilfe kritisierte insbesondere den Plan Özdemirs, den Weizenanbau zu erleichtern, um den Ausfall der Einfuhren aus der Ukraine zu kompensieren: „Auf ökologisch wichtige Brachflächen für den Getreideanbau in der EU zurückzugreifen ist sehr kurzfristig gedacht“, sagte Schneider. „Stattdessen muss die landwirtschaftliche Entwicklung im globalen Süden verbessert werden, regionaler Handel mit Agrargütern gestärkt, Importquellen ausgeweitet und Kleinbauern unterstützt werden.“

Die Globalisten, also diejenigen, die tatsächlich hinter der Katastrophe stecken, haben anderes im Sinn. Für sie gehört die Armut und damit der Hunger zu ihrem Plan, sich die ganze Welt untertan zu machen. (Mit Material von dts)