Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: Fußball-WM in Katar fällt aus

+++ Das Spiel ist aus! Aus! Aus! Der Gewinner des WM-Titels in Katar steht fest: Die Ukrainer fegen den Rest der Welt mit 312 : 0 vom Platz. Ein fulminanter Sieg. Das ist wunderbar, meine Damen und Herren! Sie brauchen nicht mehr vor den Fernsehgeräten zu hocken und auf den Anpfiff zum ersten Spiel warten. Die Weltmeisterschaft ist bereits gelaufen. Gehen Sie lieber raus, ins Freibad, grillen Sie, oder gehen Sie mit Ihrem Hund spazieren. +++

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Ukrainische Nationalmannschaft siegt in Unterzahl: Fußball-WM Katar 2022 – Screenshot YouTube

+++ René Hildbrand berichtet in der „Weltwoche“ aus der Schweiz. Im Züricher Stadtparlament wird ein Genderwatch-Protokoll eingeführt, schreibt er. Damit solle sichergestellt werden, daß Männer und Frauen gleich lange reden. Ein inexistenter Experte für Bauernschlauheiten aller Art weist darauf hin, daß es sich auch Hildbrand nicht ersparen konnte, eine Frage zu stellen, die keine ist, da sie Interesse an einer Antwort heuchelt, das es nicht gibt. Es gebe niemanden, dem die richtige Antwort auf die Frage, wer „eigentlich mehr quasselt“ nicht geläufig wäre. Nicht umsonst heiße es „Ein Mann, ein Wort“ – und – „Eine Frau, ein Wörterbuch“. Außerdem bezögen sich die Wörter „Kaffeeklatsch“, „Waschweiber“ und „Tratschtanten“ ganz eindeutig auf das kommunikationsfreudigere Geschlecht. +++

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„Kommunikatives Geschlecht“ – Foto: Imago

+++ „Nachdem Baerbock in einer Kirche eine Kerze entzündet hatte, sagte sie, man glaube, in einer ganz normalen Kirche zu sein. Zugleich sei dies ein Ort, an dem ‚die schlimmsten Verbrechen, die man sich nur vorstellen kann, nicht nur sichtbar geworden sind, sondern passiert sind‘. Der größte Wunsch der Menschen sei es, der Welt deutlich zu machen, welche Verbrechen passiert seien und wie groß der Schmerz sei.“, heißt es in der „FAZ„. Ein inexistenter Experte für Hormonstörungen und gefühligen Bullshit erklärte dazu, genau das sei das Desaster, welches mit der ubiquitären Weibsenermächtigung in öffentlichen Angelegenheiten einhergegangen sei: So, wie die meisten Männer den Unterschied zwischen einem inszenierten weiblichen „Gefühlsausbruch“ und einem authentischen schon im Privatleben nicht erkennen könnten, gehe es ihnen auch bei Weibspersonen in öffentlichen Ämtern. Er hoffe dennoch, die deutsche Außenministerin habe nicht ausgerechnet dem ukrainischen Präsidenten ein Lichtlein aufgesteckt. +++

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Der heilige Westwert-Wolodymyr – Screenshot Facebook

+++ „Lügenpresse“ war falsch. Man hätte die Mainstream-Medien niemals so nennen dürfen, meinte ein inexistenter Experte für Präzision & Wortklauberei. „Verschweigepresse“ wäre es gewesen. Wäre die Geschichte um Hunter Bidens Laptop weltweit veröffentlicht worden, als sie bekannt geworden war, in der heißen Phase des US-Wahlkampfs 2020 nämlich, hätten vermutlich nicht einmal mehr alle anderen Tricksereien – wie etwa die „2000 Mules“ – ausgereicht, um Joe Biden ins Weiße Haus zu hieven. Veröffentlicht hatte die Story im Oktober 2020 als einzige die „Washington Post“ – und bezog übel Prügel dafür. Im Mai 2022 steht fest, daß die Story stimmte. Keine „seriöse Verschweigepresse“ bestreitet das mehr. Wer allerdings ab Oktober 2020 in den sozialen Medien zum Artikel der „Washington Post“ auch nur verlinkte, der wurde gelöscht. Die Rede war von einer „Verschwörungstheoretikern“, eine Titulierung, die schon deswegen dämlich ist, weil sie insinuieren soll, es gebe keine Verschwörungen. Evident wimmelt es aber in der Menschheitsgeschichte nur so vor Verschwörungen, so daß die pejorative Bezeichnung einer Person als „Verschwörungstheoretiker“ nichts anderes transportiert, als die Aufforderung, die Protagonisten einer Verschwörung gefälligst für grundanständige Leute zu halten. Tatsächlich erhält jede Verschwörungstheorie ihre Berechtigung dadurch, daß es evident Verschwörungen gab und gibt – und daß es nicht den geringsten Grund zu der Unterstellung gibt, sämtliche Verschwörer seienen heutzutage ausgestorben, respektive zu Heiligen geworden. Unterstellt, daß die Story um Hunter Bidens Laptop also rechtzeitig bekannt geworden wäre, und daß sich die ganze Welt das Maul darüber zerrissen hätte, weswegen dann Donald Trump US-Präsident geblieben wäre, dann darf man als gesichert annehmen, daß es den Ukrainekrieg nicht gegeben hätte. Inzwischen ist nämlich ein Zitat von Joe Biden aus dem Jahr 1997 aufgetaucht, in dem er sagt, die einzige Möglichkeit, Russland einen Krieg aufzuzwingen, sei, die NATO bis an die russischen Grenzen auszudehnen. Bei FOX-News räumte dieser Tage der Pressesprecher des Pentagon, John Kirby, ein, daß die USA die Ukraine seit Jahren auf den gegenwärtig stattfindenden Waffengang gegen Russland vorbereitet hätten. In der Schweizer „Weltwoche“ wies Guy Mettan in einem hervorragenden Artikel mit dem Ttel „Geschichte eines vermeidbaren Kriegs“ auf den alten Montesquieu hin, der im 18. Jahrhundert bereits zu bedenken gegeben hatte, „(erstens) … dass man in Sachen Krieg die offensichtlichen Ursachen nicht mit den tieferen Ursachen verwechseln darf; und zweitens, dass man diejenigen, die ihn ausgelöst haben, nicht mit denjenigen verwechseln darf, die ihn unvermeidlich gemacht haben.“ Damit liegt Montesquieu mit Friedrich dem Großen auf einer Linie. Der wusste: „Angreifer ist, wer seinen Gegner zwingt, zu den Waffen zu greifen.“ Ein inexistente Experte für Präzision & Wortklauberei äußerte deshalb dieser Tage: Wenn man sich ansieht, wie die deutsche Debatte um den Ukrainekrieg geführt wird, und wie welche Nasen in der „seriösen Verschweigepresse“ ihren Senf dazu geben -, wenn man sehe, wie hierzulande in der „Bild“, in ARD & ZDF schamlos geronzheimert werde, mit welcher Perfidie bekannte Tatsachen ausgeblendet und verschwiegen werden – , dann brauche man sich über den Bewußtseinszustand der deutschen Opfer der „Qualitätsmedien“ nicht mehr zu wundern. Diesen Opfern habe man das Hirn mit der Phrase „Putins Angriffskrieg“ ganz leicht waschen können. Deshalb könne man diesen Opfern der „Verschweigepresse“ auch eine Annalena Baerbock in der Kirche als glaubhaft andrehen, ohne daß jemand an eine schmierige Inszenierung denkt. Freiheit, Demokratie und „westliche Werte“ seien im Grunde genommen wegen dieser „Verschweigepresse“ zu einer Farce geworden. Das lasse sich schon daran erkennen, daß jemand, der sich mit seinen Milliarden und der gesamten Einflußnahme auf die Politik östlich von Polen aufhält, als Oligarch tituliert wird, während ein und derselbe Menschentyp ab der polnischen Ostgrenze nach Westen hin als Philanthrop bezeichnet wird. Der Oligarch besteche die Leute, der Philanthrop hingegen unterstütze die löbliche Arbeit gewisser Leute mit großherzigen Spenden. Der Oligarch schmiere beispielsweise korrupte Medienleute, Bill Gates jedoch unterstütze den unabhängigen Journalismus. Wer allerdings nicht auf die Presse als Gradmesser einer allgemeinen Verblödung zurückgreifen wolle, der habe massenhaft andere Auswahlmöglichkeiten. Der Satz: „Kunden, die das geglaubt haben, glauben auch das hier“, eigne sich hervorragend als Teaser, um das Leserinteresse vom Ukrainekrieg oder der „vulnerablen Gruppe“ auf das nächste Thema zu lenken: Wie umweltrettend ist das technische Wunderwerk namens Elektroauto? Sollte sich das deutsche Volk, so der inexistente Experte für Präzision & Wortklauberei, jemals dazu entschliessen, wieder zum Volk der Dichter & Denker, der Erfinder & Ingenieure zu werden, würde es sich wohl behutsam erst einmal an kleine Schritte gewöhnen müssen und sich an der Klugheit der Schildbürger ein Beispiel nehmen. Bei denen hätte eine Frau Baerbock als Außenministerin nicht den Hauch einer Chance gehabt, so schnell wäre sie selbst von den Schildbürgern noch als mindertalentierte Schauspielerin erkannt worden. +++

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„Verschweigepresse“ – Foto: Imago

+++ Die FDP-Landtagsfraktion in Bayern bei Facebook: „Laut Recherchen der „Süddeutschen Zeitung“ soll sich auch Ministerpräsident Markus Söder selbst für den Kauf chinesischer Atemschutzmasken eingesetzt haben. Für unser Mitglied im Landtags-Untersuchungsausschuss Helmut Kaltenhauser MdL ein weiterer Beweis, dass die CSU verantwortungslos mit politischer Macht umgeht.“ Ein inexistenter Experte für Maulschellen & mittelalterliche Kriminalgeschichte erklärte, daß die CSU verantwortungslos mit politischer Macht umgehe, sei keine Neuigkeit, die er sich ausgerechnet von der FDP erzählen lassen wolle. Es sei völlig wumpe, wen die FDP der Verantwortungslosigkeit im Umgang mit politischer Macht bezichtige. Allerdings sei schon wieder bezeichnend, daß dem Fußpilz der Parlamente als erstes die CSU einfalle und nicht die Grünen, die SPD oder gar der Fußpilz selbst. Im mittelalterlichen Kriminalmuseum zu Rothenburg ob der Tauber gebe es allerlei nützliches Folterwerkzeug zu bestaunen, das damals zur Aufrechterhaltung von Tugendhaftigkeit und Wahrheitsliebe Verwendung gefunden habe. Wenn er an einen FDP-Politiker denke, der sich über den miesen Charakter von Mitgliedern anderer Altparteien auslasse, falle ihm die Zungenschraube ein – und was sich einer alles gefallen lassen muß von denen, die vor Wut auf ihn bald platzen, wenn er mit seiner Zunge in der Zungenschraube recht saublöd aus der Wäsche glotze. Es sei generell ein Jammer, daß man sich heute jede Lüge und jede Unverschämtheit als „gleichberechtigte Meinung“ andienen lassen müsse.  +++

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