Affenpocken (Bild: shutterstock.com/Sergey Uryadnikov)

Die nächste Panik: RKI warnt vor Affenpocken aus Afrika

Nachdem Corona irgendwie die Luft ausgeht, wird jetzt an einer neuen Virus-Panik gebastelt: Die Affenpocken – ein Mitbringsel aus Afrika. In Großbritannien sind bislang sieben Fälle gemeldet – bei vier Fällen handele es sich um Männer, die sexuellen Kontakt mit anderen Männern hatten, was auch immer das zu bedeuten hat. Das RKI alarmiert schon mal. Ob Biontech und Co. schon einen neue experimentelle Impfung mit begrenzter Zulassung in der Mache haben, ist bislang nicht bekannt.

Wie der britische „Guardian“ berichtet, sei der erste Fall bei einer Person nachgewiesen worden, die zuvor aus Nigeria in das Vereinigte Königreich eingereist sei. Die WHO teilte dann auch schon am Montag in einem Bericht mit, alle Infizierten hätten sich mit der westafrikanischen Variante des Virus angesteckt. Diese verläuft in den meisten Fällen mild und wird nicht behandelt. Symptome sind zunächst Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Nach wenigen Tagen entwickeln sich Bläschen und Pusteln, die im weiteren Krankheitsverlauf verkrusten.

Die am Montag bekannt gegebenen Fälle seien allesamt bei homo- oder bisexuellen Männern aufgetreten, teilte die britische Gesundheitsbehörde UKHSA mit. Besonders Menschen aus diesen Gruppen sollten in den nächsten Tagen und Wochen „wachsam“ sein und auf Ausschlag oder Bläschen am Körper achten.

RKI schaltet schon mal in Vor-Panikmodus

Angesichts der Fälle im Vereinigten Königreich sollten Affenpocken auch bei uns bei unklaren pockenähnlichen Hautveränderungen als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden. Dazu mahnt das Robert-Koch-Institut (RKI) in einer Mitteilung. Die leitende medizinische Beraterin der UKHSA bespielt die Affenpocken-Virus-Angst schon mal auf der Insel: „Das ist selten und ungewöhnlich“. Aktuell sei die Behörde damit beschäftigt, die Kontakte der Infizierten nachzuverfolgen. Weil die Zahl der Pockeninfektionen und -ausbrüche aus ungeklärten Gründen ansteigt, gilt die Krankheit als potenzielle globale Gefahr.

Ob Karlchen Lauterbach schon vor lauter Vorfreude wie ein Rumpelstilzchen um seinen Corona-Altar hüpft oder Biontech und Co. bereits einen neue experimentelle Impfung mit begrenzter Zulassung in der Mache haben, ist bislang nicht bekannt. Und offen ist auch die Frage, wie sich die Affenpocken auf den Menschen überträgt, oder warum das Virus „Affenpocken“ heißt. (SB)

 

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