Wollen die uns jetzt Gas und Öl abdrehen?

Berlin – In ihrem Kriegswahn riskieren die verantwortlichen Politiker wirklich alles, vor allen Dingen aber den Wirtschaftsstandort Deutschland und den gesellschaftlichen Frieden:

Die Energiewirtschaft reagiert mit Kritik auf eine Forderung des Bundeswirtschaftsministeriums, jetzt mit den Planungen zum „Rückbau“ der Gasverteilnetze zu beginnen. „Es ist nicht zielführend, so mir nichts, dir nichts den Rückbau der Gasverteilnetze in den Raum zu stellen“, sagte Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), der „Welt am Sonntag“. „Damit würde eine bestehende Infrastruktur entwertet, die mehrere hundert Milliarden Euro wert ist.“

Eine entsprechende Forderung hatte der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Patrick Graichen, auf einer Stadtwerke-Konferenz in Berlin erhoben. Gasverteilnetze könnten auch bei einer klimaneutralen Energieversorgung „eine wichtige Rolle spielen, indem sie etwa Wasserstoff oder andere klimaneutrale Gase zu den Endkunden transportieren“, sagte Liebing, in dessen Verband mehr als 900 Stadtwerke organisiert sind. Die Brancheninitiative „Zukunft Erdgas“ weist darauf hin, dass die Transportkapazität des 500.000 Kilometer langen Gasnetzes die des Stromnetzes um ein Vielfaches übertrifft.

„Während die Strominfrastruktur ihren Ausbauplänen hinterherhinkt, steht mit den Gas-Verteilnetzen eine leistungsfähige Infrastruktur bereits zur Verfügung“, sagte Geschäftsführer Timm Kehler. Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) lehnt den Plan ab. „Ein Rückbau der Verteilnetze zum jetzigen Zeitpunkt wäre vor allem mit Blick auf die Vielzahl dort angeschlossener Gewerbe- und Industriekunden absolut kontraproduktiv“, sagte BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae.

Die Netze seien ein essenzieller Bestandteil „unseres zukünftigen Energiesystems“. Ziel müsse es sein, „jetzt Schritt für Schritt Erdgas durch Wasserstoff und andere klimaneutrale Gase zu ersetzen“, sagte die frühere Grünen-Politikerin Andreae.

Wie absurd das ganze geworden ist, zeigt sich in dieser Aussage. Hier wird der Spieß einfach umgedreht und aus einem Embargo ein Lieferboykott gemacht:

Der Vorstandschef des Energiekonzerns RWE, Markus Krebber, geht davon aus, dass Russland die Gas-Lieferungen nach Europa allmählich reduziert. „Wir befinden uns in einem Wirtschaftskrieg, und die Russen nutzen jede Möglichkeit, es für uns schwerer zu machen, indem sie die Liefermengen reduzieren, was zu höheren Preisen führt“, sagte Krebber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). „Ich rechne mit einer weiteren Verknappung der Gaslieferungen und nicht damit, dass jemand den Gashahn komplett zudreht.“

Deutschland könne bis Frühjahr 2025 von russischem Gas unabhängig sein, wenn die Infrastruktur zügig ausgebaut wird. „Einigermaßen handhabbar wären die Versorgungsprobleme vielleicht schon ein Jahr vorher.“ Für den Fall eines Gasmangels plädierte Krebber dafür, die Verteilung des Gases weitgehend dem Markt zu überlassen.

„Wir brauchen ein dreistufiges Verfahren: Es gibt bestimmte Kunden, die absolut schützenswert sind, etwa im Gesundheitssektor. Zweitens sind Preissignale auch in Mangelsituationen das beste Mittel, um ein knappes Angebot effizient zu verteilen“, sagte er. „Es kann ja nicht sein, dass derjenige das Gas kriegt, der am lautesten schreit. Drittens brauchen wir Anreize zur Substitution und zum Sparen.“ Privathaushalte könnten nicht zu Einsparungen gezwungen werden. „Das Problem ist: Bei Privatkunden müsste jemand hinfahren und im Keller den Gashahn zudrehen. Das geht nicht.“

Geht alles. Dann wird eben die Gas-Stasi gegründet. Aber nicht nur beim Gas wird es eng, auch Öl könnte bald knapp werden:

Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Katharina Barley, hat sich für ein EU-Ölembargo gegen Russland ohne Ungarn ausgesprochen. Sie sehe nicht, wie der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban dem geplanten Ölembargo zustimmen würde, „wenn er nicht sehr viel Geld bekommt“, sagte Barley im Deutschlandfunk. „Alle wissen wo dieses Geld hingeht“, sagte sie.

Darauf solle sich die EU nicht einlassen, denn Orban gehe es nur darum, EU-Gelder in die Kanäle seiner „Familie und Clans“ fließen zu lassen. Die übrigen 26 EU-Staaten sollten nun ein Ölembargo ohne Ungarn auf den Weg bringen, auch wenn das „natürlich nicht optimal“ sei. Ungarn hatte im Gegenzug für eine Zustimmung zum sechsten EU-Sanktionspaket gegen Russland Entschädigungen in Milliardenhöhe für sämtliche Verluste und Folgekosten gefordert, die für Ungarn durch ein Ölembargo entstehen würden.

Das würde die deutsche Regierung natürlich nie machen. Die Sorgen und Nöte ihrer Bürger sind ihr nämlich egal – im Gegensatz zu Orban. Und genau deswegen ist dieser volksfreundliche Politiker auch so verhasst bei den EU-Faschisten. (Mit Material von dts)

 

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