Henry Kissinger (Bild: shutterstock.com/Truba7113)
Henry Kissinger (Bild: shutterstock.com/Truba7113)

Ukraine: Henry Kissinger rät zur Gebietsabtretung an Russland

Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger warnt den Westen davor, in den Ukraine-Krieg einzugreifen und die Machtposition Russlands in Europa zu unterschätzen. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos forderte der Realpolitiker die Ukraine zu Verhandlungen auf und hatte vorgeschlagen, die Ukraine sollte Gebiete an Russland abgeben, um so den Krieg zu stoppen. 

Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger sagte am Montag beim Weltwirtschaftsforum in Davos, dass der Westen nicht zur Niederlage Russlands beitragen solle. Während ausländische Medien wie „The Telegraph“ zeitnah berichteten, schwiegen sich die deutschen Mainstreammedien zur der Aussage des 98-jährigen Friedensnobelpreisträger aus.

Die Ukraine sollte laut Kissinger mit Verhandlungen beginnen, „bevor es zu Aufruhr und Spannungen kommt, die nicht leicht zu überwinden sind“. „Idealerweise wird die Grenze wiederhergestellt, wie sie einmal war“, so der Realpolitiker, der damit andeutete, dass die Ukraine auf die, mehrheitlich durch russisch-stämmige Bürger bewohnten Gebiete der Krim und Teile des Donbass verzichten solle. Zudem dürfe man die Machtposition Russlands innerhalb Europas nicht vergessen. Kissinger warnte den Westen vor einem weiteren Eingreifen in den Krieg.

Die ukrainische Empörung folgte unmittelbar. Ein Berater des ukrainischen Präsidenten beschwerte sich via Twitter. „So einfach, wie Herr Kissinger vorschlägt, Russland einen Teil der Ukraine zu geben, um den Krieg zu beenden, würde er auch erlauben, Litauen und Polen abzugeben“ und postete ein auf dem Kissinger dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Hand schüttelt:

Zu den Äußerungen von Henry Kissinger teilt der außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Petr Bystron, mit:

„Mit Henry Kissinger mahnt innerhalb weniger Tage bereits das zweite politische Schwergewicht aus den USA, dass der Westen nicht zur Niederlage Russlands beitragen dürfe. Als erste hatte die einflussreiche New York Times am 19. Mai in einem Leitartikel des editorial boards die Kehrtwende des westlichen Vorgehens in der Ukraine gefordert.

Außenministerin Annalena Baerbock und die ganze Bundesregierung wären gut beraten, über die Mahnung des Friedensnobelpreisträgers nachzudenken. Immerhin sprechen aus Kissinger mehr Jahrzehnte außenpolitischer Erfahrung, als alle Minister der deutschen Regierung zusammen auf die Waagschale legen können. Statt des bisherigen emotionsgefärbten Schaufenster-Aktionismus‘ sollte wieder realpolitischer Sachverstand zum Leitmotiv deutscher Außenpolitik werden.

Die AfD-Fraktion fordert bereits seit Wochen, dass die Bundesregierung das diplomatische Gespräch mit beiden Seiten sucht, um die Möglichkeiten für einen Waffenstillstand und eine Friedenslösung auszuloten.“ (SB)

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