Selenskiy (Bild: shutterstock.com/Alexandros Michailidis)

Die plötzliche Verlegenheit der Selenskyj-Fans

Es steht militärische nicht gut um die Streitkräfte der Ukraine. Unabhängig von der westlichen Falsch- und Nichtberichterstattung steigt die Zahl der toten und verletzten ukrainischen Soldaten, immer mehr von ihnen geraten in russische Gefangenschaft.

Ein Facebookbeitrag von Wolfgang Hübner

Im Donbas droht die nächste, wahrscheinlich schon entscheidende Niederlage nach Mariupol. Hieß es nicht kürzlich aus dem Mund eines hohen amerikanischen Militärs, die russische Armee gehe „auf den Knien“? Und hat nicht erst vor ein paar Tagen Präsident Selenskyj davon fantasiert, die Ukraine habe die russische Armee „gebrochen“, auch noch für lange Zeit? Und wo sind jetzt jene „Experten“, die durchaus einen Sieg der Ukraine für gut möglich hielten und damit die westlichen Waffenlieferungen für Kiew zusätzlich anstachelten?

Doch es macht keine Freude, mit den Bedenken gegen die idiotische neue Kriegsbegeisterung in Deutschland und hysterische Ukraine-Euphorie Recht zu behalten. Denn es sterben auf ukrainischer Seite gerade so viele junge Menschen, die von einer korrupten Regierungsclique in Kiew skrupellos für eine verlorene Sache geopfert werden. Vom „Helden“ der westlichen Welt namens Selenskyj ist nicht mehr zu erwarten, dass er endlich Realitätssinn zeigt und der tatsächlichen Lage im Land Tribut zollt. Stattdessen schwadronieren er und seine Kumpane immer noch vom Endsieg und davon, selbst die Krim wieder den Russen zu entreißen. Und keine Rede davon, wie katastrophal die ökonomische Lage der Ukraine (oder was von ihr übrigbleibt) auf unabsehbare Zeit bleiben wird.
Doch in Kiew, das so viele hohe westliche Besucher zu vermelden hat, lebt es sich ja auch noch ganz angenehm, jedenfalls für Selenskyj und Co.

Denn im Gegensatz zu den inzwischen von russischen Truppen besetzten oder teilbesetzten Provinzen im Osten und Süden, deren Bruttoinlandsprodukt zwischen 650 Euro (Luhansk) und 3162 Euro (Saporischschja) beträgt, beträgt dieses für Kiew 11.096 Euro. Keine andere ukrainische Provinz kommt auch nur annähernd an diese Zahl heran, die davon zeugt, was die Hauptstadt Kiew ist: Der wohlhabende Wasserkopf eines unnötig sehr armen Landes mit vielen intelligenten, gut ausgebildeten Menschen und den fruchtbarsten Böden Europas.

Welch ein Wahnsinn, welch ein Verbrechen, dass so viele junge Männer nun sterben statt ihr Land zu bebauen und wohlhabender zu machen! All die Merz, Strack-Zimmermann, Baerbock oder Hofreiter, die dieses Sterben und Leiden der einfachen Soldaten politisch befeuert haben und immer noch weiter antreiben – wie können diese verachtenswerten Sesselkrieger noch in einen Spiegel schauen?

Wolfgang Hübner

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