Diana Kinnert (Bild: IMAGO / Future Image)

Baerböckin bekommt Konkurrenz: Nächste Plagiats-Politikerin überführt

Und noch so ein Polit-Gewächs, das ungeniert das geistige Eigentum anderer geklaut und unter eigener Flagge verkauft hat: Diana Kinnert, als CDU-Nachwuchstalent gefeiert, soll plagiiert haben, was das Zeug hält und dürfte mit ihrer Betrügerei sogar die Baerböckin noch in den Schatten stellen.

Aufgefallen – wenn überhaupt – ist das angebliche CDU-Nachwuchstalent Diana Kinnert im besten Fall durch ihre wahnsinnig hippe Kopfbedeckung. Nun wird der „Unternehmerin und Kolumnistin“ (studiert hat die 30-Jährige – man ahnt es – Politologie und Philosophie) kurz aber nachhaltig Aufmerksamkeit zuteil.

Kinnert, die sich 2020 mit ihrer ganzen Kraft dafür einsetzte, dass Deutschland möglichst viele Migranten aus dem griechischen Lager Moria aufnimmt, via Podcast über Corona und Impfen philosophierte, die gestandene Kapitalismuskritikerin gibt und mit ihrem ideologischen Umweltgeheule besser bei den Grünen aufgehoben wäre, soll in zwei ihrer Bücher in erheblichem Umfang abgeschrieben – sprich betrogen haben.

In einer Pressemitteilung des Plagiatsgutachters Stefan Weber heißt es: „Die CDU-Nachwuchspolitikerin, Publizistin und Unternehmerin Diana Kinnert hat in ihren beiden Büchern ‚Für die Zukunft seh’ ich schwarz‘ (Rowohlt, 2017) und ‚Die neue Einsamkeit‘ (Hoffmann und Campe, 2021) in mehr als 200 Passagen mitunter großflächig plagiiert. Von Plagiaten betroffen sind Publizisten wie Ulf Poschardt oder Leander Scholz. In beiden Büchern wurde auch aus Wikipedia unzitiert abgeschrieben. Die Bücher enthalten Quellenverzeichnisse, die die Plagiatsquellen nicht erwähnen. Während sich das erste Buch durch großformatige, fast wortwörtliche Übernahmen auszeichnet, sind die Übernahmen im zweiten Buch kleinteiliger, aber dafür umso zahlreicher. Im ersten Buch konnten 22 Plagiatsfragmente, im zweiten 203 Plagiatsfragmente festgestellt werden. Bei vielen Plagiatsstellen sind auch Verletzungen der Urheberrechte der betroffenen Autoren anzunehmen. Beteiligt an der Aufdeckung war erneut mein Kooperationspartner Martin Jaksch aus München, der im vergangenen Jahr ehrenamtlich die Plagiate in Annalena Baerbocks Buch ‚Jetzt‘ sowie in ihren Reden und weiteren Texten umfassend dokumentiert hat.“

Die Hardcover- und Taschenbuch-Ausgaben von Die neue Einsamkeit wurde daraufhin vom Verlag aus dem Verkauf genommen. Auf Anfrage der FAZ zu den Vorwürfen entschuldigte sich Kinnert und räumte ein, nicht sorgfältig gearbeitet zu haben. Und wie die Betrügerin Baerbock gibt Kinnert an, dass der Diebstahl geistigen Eigentums „nicht mutwillig“ geschehen sei. „Bei der Recherche mag ich Textteile vermischt haben, Quellen in Entwurfsdateien kopiert haben, angenommen haben, dass ich schon korrekt paraphrasiert hatte“, so Kinnert in ihrem, mittlerweile üblich gewordener Rechtfertigungsgefasel. Sie bedauert natürlich ihre Verfehlungen.

Na dann kann´s ja – ganz im Baerbock-Stil – lustig und konsequenzfrei weitergehen. (SB)

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