Lauterbach schwingt sich zum Ernährungscoach seiner Ministerkollegen auf



Nur noch irre: Lauterbach (Foto:Imago)

Karl Lauterbachs bisherige Bilanz als Gesundheitsminister ist nicht nur katastrophal, sondern grenzt geradezu ans Verbrecherische: Zahllose falsche Prognosen, das permanente Schüren einer durch nichts rational zu begründenden Corona-Hysterie, die völlig unsinnige Anschaffung aberwitziger Übermengen von Impfstoff in dreistelliger Millionenhöhe auf Steuerzahlerkosten oder das unbeirrte Verfechten einer möglichst allgemeinen Impfpflicht trotz inzwischen feststehender Wirkungslosigkeit und sogar Gefährlichkeit der Impfkampagne: Das alles wäre Grund genug, Lauterbach sofort seines Amtes zu entheben und in die Wüste zu schicken, wenn nicht gar seine Machenschaften juristisch zu überprüfen.

Weil davon jedoch nicht die Rede sein kann, sondern der wohl verhaltensauffälligste Neurotiker, der je in dieses Amt gelangt war, sich im Gegenteil einer grenzenlosen Narrenfreiheit erfreut, treibt Lauterbach es immer bunter – und weitet seine selektive Gesundheits-Paranoia, die Sonderform von politischem Münchhausen-Helfersyndrom auf weitere Bereiche aus, in denen er die Menschen bevormunden und ihre eigenverantwortliche Lebensweise bemäkeln kann.

Übergriffige Belehrungen zu „schädlichem“ Schokoriegel

Von diesem offenkundigen Komplex bleiben nicht einmal Lauterbachs eigene Fachkollegen im Kreis der deutschen Gesundheitsminister verschont: In einer Video-Vorbesprechung zur Gesundheitsministerkonferenz hatte Lauterbach unlängst die Hamburger Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard ungefragt und ungebeten getadelt, weil sie sich zur einen Stärkung einen KitKat-Schokoriegel gönnte. Wie „Bild“ berichtet, begann Lauterbach trotz der sichtlichen Pikiertheit und demonstrativen Unbehagens Leonhards, auf diese penetrant einzureden und sie über die nach seiner Meinung extrem gesundheitsgefährdenden und schädlichen Zutaten des Riegels („zu viel Zucker und Palmöl”) zu belehren. Die nonverbalen Metasignale Leonhards, die ihr Befremden über diese anmaßende Übergriffigkeit des Bundesministers deutlich zum Ausdruck brachte, nahm Soziopath Lauterbach natürlich nicht wahr – ebenso wenig, wie er die verheerenden psychosozialen Auswirkungen seiner ständigen Corona-Dauerpanikmache in der deutschen Bevölkerung wahrnimmt.

Doch die Minister schlugen subtil zurück: Bei der nächsten Digital-Konferenz solidarisierten sich ihre Amtskollegen dann mit Leonhard, indem sie vor laufender Kamera ebenfalls zu Schokoriegeln oder möglichst zuckerhaltigen Snacks griffen und diese vor Lauterbachs Augen demonstrativ verzehrten.

Infantile Symbolismen statt Rücktrittsforderungen

So „lustig” man diese Anekdote finden mag – sie zeigt in Wahrheit einmal mehr, welche Kollektivpsychiatrie aus Deutschland inzwischen geworden ist: Statt professionelle Konsequenzen aus einer untragbaren Situation zu ziehen, wie es in jedem Wirtschaftsunternehmen schon aus Selbsterhaltungsgründen unverzichtbar wäre, und eine offensichtliche, auf allen Ebenen tagtäglich durchschlagende Fehlbesetzung einer Schlüsselposition unverzüglich zu korrigieren, wird mit infantilen Symbolismen ein launiges „Zeichen“ gesetzt. Allerdings ist das Amt des Bundesgesundheitsministers zu wichtig und die Lage viel zu ernst, um einen charakterlich, zwischenmenschlich und übrigens auch fachlich offensichtlich unqualifizierten Eigenbrötler mit einer wahnhaften Agenda dort zu tolerieren. Dass sein Bevormundungs- und Sendungsdrang sogar das Verhalten seines kollegialen Umfeldes kontaminiert, führt jedoch nicht zu der einzig angemessenen Reaktion, dass die Gesundheitsministerkonferenz nämlich von Bundeskanzler Scholz die Entlassung Lauterbachs verlangt; stattdessen antworten sie auf seine Übertretungen mit einer Kindergartenaktion auf demselben Niveau.

Es war übrigens nicht das erste Mal, dass Lauterbach seine eigenen Essgewohnheiten zum Maß aller Dinge macht und er sein Umfeld aufdringlich zu missionieren versucht: Seit etwa 1989 lehnt er den Verzehr von Salz kategorisch ab und verlangt, wo immer er essen geht, wichtigtuerisch von den Köchen der von ihm heimgesuchten Restaurants, seine Gerichte „möglichst salzfrei” zuzubereiten.

Aufdringliches Missionieren

Auch vom Fleischverzehr, dem er in jungen Jahren offenbar sehr zugetan war, hat er sich abgewandt – weil dieser „in Deutschland ja in vielerlei Hinsicht vollkommen unvernünftig” sei, ja an „Wahn” grenze (damit kennt Lauterbach sich aus!), wenn man drüber nachdenke. Um das billige Fleisch herzustellen, würden die Tiere „in der Regel in Qual” leben, außerdem begünstige die Menge des hierzulande gegessenen Fleisches viele Krankheiten. Und schließlich betonte er noch, dass wir „hier durch die Rinderzucht die CO2- und auch die Methanfreisetzung haben, was viel schlimmer ist, und dann eben noch die schlechte Energiebilanz, die das Ganze hat – es ist einfach in jeder Hinsicht unvernünftig.

Diese Positionen sind zwar legitim, und werden von mittlerweile Millionen Deutschen – Vegetariern, Veganern, Tierschützern und so weiter – vertreten. Allerdings ist bei Lauterbach die stetige Schwelle zum beckmesserischen Bevormundungen und zum sturen Aktivismus überschritten. Solange er „nur“ – vor und erst recht seit Corona – von Talkshow zu Talkshow tingelte und die Möglichkeit bestand, ihn dort wenigstens wegzuzappen, konnte man darüber noch hinwegsehen. Im Amt des Gesundheitsministers jedoch ist diese Figur nicht nur eine Lachnummer, sondern geradezu gemeingefährlich. Höchste Zeit, dass dieser Minister entsorgt wird – und zwar noch rechtzeitig, bevor er das natürliche saisonale Erkältungsgeschehen ab Herbst zur Umsetzung seine nächsten Notstandsphantasien missbraucht!

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Karl Lauterbach (Bild: shutterstock.com/Juergen Nowak)
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