Kriegsszene; Bild: Shutterstock

Deutsche Durchhalteparolen für den Ukraine-Krieg

Während Putins Armee sich langsam aber sicher die Ukraine einverleibt, kommen aus Deutschlands politischen „Führungsbunker“ die bekannten Durchhalteparolen. Kennt man ja, ist ja nichts Neues:

Der frühere NATO-General Hans-Lothar Domröse erwartet durch die ausländischen Waffenlieferungen an die Ukraine im Spätsommer einen Wendepunkt im Krieg mit Russland. „Bisher ist Russland überlegen, aber über kurz oder lang kommen die in große materielle Not“, sagte Domröse den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben). „Im Spätsommer kann es durch die Unterstützung der Ukraine mit schweren Waffen zu einem Wendepunkt im Kräfteverhältnis kommen: Dann sind die ukrainischen Soldaten gut ausgebildet an westlichen Systemen, während Russland die Sanktionen spürt und nicht mehr in dem bisherigen Maße Panzer und Munition bauen kann.“

Domröse fügte hinzu: „Dann kann sich die Ukraine erfolgreich gegen die russischen Angriffe verteidigen und es besteht die Aussicht auf einen Waffenstillstand.“

Träum weiter Ex-General!

Derweil warnt die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), davor, sich von Drohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin verunsichern zu lassen. „Putins Drohung entspringt seinem Narrativ, dass es sich in der Ukraine nur um eine ‚militärische Aktion‘ handelt, und nicht, dass Russland die Ukraine überfallen hat“, sagte die FDP-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben). Putin wolle den Westen verunsichern und Hilfslieferungen an die Ukraine, die sich auf Basis des Völkerrechts zur Wehr setzt, verhindern.

„Wir sollten uns davor hüten, sich dieses russische Narrativs zu bedienen“, sagte Strack-Zimmermann. Putin werde nur ins Gespräch mit der Ukraine eintreten, wenn er militärisch merke, auf Dauer nicht erfolgreich sein zu können. Als Reaktion auf Pläne der USA, Mehrfachraketenwerfer an die Ukraine zu liefern, hatte der russische Präsident angekündigt, in einem solchen Fall würden Ziele angegriffen, die bisher nicht angegriffen werden.

Am Montag erklärte auch Großbritannien, dass es Mehrfachraketenwerfer liefern wolle. „Der Westen steht zusammen und unterstützt die Ukraine“, sagte Strack-Zimmermann. „Denn es geht am langen Ende auch um unsere aller Demokratie in Freiheit.“

Nicht die Ukraine oder der Westen eskaliere, Russland sei der Aggressor, der die Ukraine von der Landkarte tilgen will und nicht davor zurückschrecke, Tausende von unschuldigen Menschen umzubringen. „Putin kann sich umgehend zurückziehen. Das wäre eine wahre Eskalationsvermeidung.“

So labern nur kriegsgeile Politiker, die es nicht abwarten können, dass hier alles eskaliert und es endlich zum Dritten Weltkrieg kommt.

Hochinteressant ist dabei die neue Denke der Kirche:

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat nach den Worten der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche, Annette Kurschus, das sicherheitspolitische und friedensethische Denken in Deutschland verändert. Nicht zuletzt mit Blick auf die Kirchen stellte die Theologin in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Dienstagausgabe) die Frage, „ob und wie einem Aggressor Einhalt zu gebieten ist, der das Recht mit Füßen tritt, sowohl die internationale Ordnung als auch die Rechte der Einzelnen“. Kurschus, die auch Präses der Evangelischen Kirche in Westfalen ist, machte kein Hehl aus der Spannung zwischen dem Eintreten der Kirchen für Frieden und Verständigung unter Völkern und einer skeptischen Sicht auf den Menschen.

So könne sie nicht einmal einen Verteidigungskrieg gutheißen, sondern ihn allenfalls als unvermeidlich anerkennen und als geringeres Übel für vertretbar halten. Zweifellos sei es aber für einen Christen „geboten, der Sünde in Form von brutaler Gewalt und verbrecherischem Unrecht entgegenzutreten. Die Hilfe für Menschen in höchster Not, gerade auch für die Schwachen, fordert, Angriffe auf ihr Leben, ihre Würde und ihre Freiheit nicht tatenlos hinzunehmen.“

Androhung und Ausübung von Gewalt seien aus Sicht des christlichen Glaubens strikt an die Aufgabe gebunden, für Recht und Frieden zu sorgen, so die EKD-Ratsvorsitzende.

Das sollten sich mal die Menschen hinter die Ohren schreiben, die solch eine Gewalt tagtäglich ertragen müssen, vielleicht gäbe es dann weniger Vergewaltigung- und Messeropfer.

Wie war das noch mal mit den Waffengesetzen? (Mit Material von dts)

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