Polizei setzt „Phase 1“ in Kraft: „Wirrer“ Deutsch-Armenier rast in Menschenmenge

In Berlin ist nahe des Breitscheidplatzes im Bezirk Charlottenburg ein Auto in eine Menschenmenge auf dem Bürgersteig gefahren und zur Hälfte in einem Ladengeschäft zum Stehen gekommen. Dabei kam eine Person ums Leben, mehrere Menschen wurden verletzt, fünf schweben in Lebensgefahr. Beim dem Fahrer soll es sich um einen 29-jährigen „Deutsch-Armenier“ handeln. Bei der Festnahme habe der Fahrer wirre Bemerkungen gemacht, heißt es aus Polizeikreisen.

In der westlichen Berliner Innenstadt ist am Mittwochmorgen ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gefahren. Dabei wurde nach ersten Angaben der Feuerwehr ein Mensch getötet. Mehrere Menschen wurden verletzt, zum Teil schwer. Die Polizei sprach von mindestens zwölf Verletzten, darunter fünf mit lebensbedrohlichen und drei mit schweren Verletzungen. Zuerst hatte die Feuerwehr von 30 Verletzten berichtet.

Laut Polizei ist noch unklar, ob es sich um eine Vorsatztat oder einen Verkehrsunfall handelt. Der mutmaßliche Fahrer sei festgenommen worden, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz vor Ort. Er wird derzeit mit einer Kopfverletzung im Krankenhaus behandelt. Der Mann sei zunächst von Passanten festgehalten worden. Zufällig habe sich eine Polizeikraft in der Nähe befunden. Bei der Festnahme habe der Fahrer wirre Bemerkungen gemacht, heißt es aus Polizeikreisen.

Der Vorfall ereignete sich nahe der Gedächtniskirche und dem Ku‘damm. Nach Informationen von WELT ist bei der Polizei die sogenannte Phase eins in Kraft getreten. Dies ist immer dann der Fall, wenn es zu größeren Schadensfällen kommt.

Der Bereich Kurfürstendamm/Rankestraße/Tauentzienstraße wurde gesperrt. Der Vorfall weckte zunächst Erinnerungen an den islamischen Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche im Dezember 2016. Damals war der islamische Terrorist Anis Amri in unmittelbarer Nähe mit einem Sattelzug in eine Menschenmenge auf dem Breitscheidplatz gefahren. Beim Attentat und als dessen Folge starben insgesamt 13 Personen, darunter der beim Raub des Sattelzugs ermordete Fahrer. Mindestens 67 weitere Besucher des Marktes wurden zum Teil schwer verletzt.

(SB mit dts)

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