Ernsthafte Frage: Merkt hierzulande noch jemand etwas?

Ein Phänomen, das mir inzwischen ernsthafte Sorgen macht, ist, daß sich nur so wenige meiner Landsleute angesichts der unübersehbaren Symptome eines allgemeinen Niedergangs fragen, was wohl die Ursachen dafür sein könnten. Es herrscht eine erschreckende Apathie. Warum?

von Max Erdinger

Zeitlebens habe ich mich geweigert, mir Denkaufträge erteilen zu lassen. Das ging in der Schule schon los. Was mich nicht interessiert hat, fand keinen Eingang in meinen Schädel. Ein Beispiel: Mathematik war ein Haßfach. Binomische Formeln: Es hat mich damals nicht interessiert und es interessiert mich heute nicht, weshalb a²+b² im Ergebnis (a+b)²-2ab sein soll. Ich wusste damals bereits, daß das in meinem Leben keinerlei Relevanz haben wird. Was ich nicht wissen will, das will ich nicht wissen. Es konnte mich auch nie jemand motivieren, eine Czerny- oder Bartok-Etüde auf dem Klavier zu üben. Wozu? Mir gefiel die Musik nicht. Binomische Formeln, Czerny und Bartok interessierten mich nicht. Bis heute nicht. Mich interessieren ausschließlich Antworten auf Fragen, die ich mir selbst stelle. Das können auch solche sein, die zuerst jemand anders gestellt hat, wenn ich finde, daß das eine interessante Frage ist. Es ist mein Leben. Meines! Was habe ich mich bereits als friedfertiger Achtjähriger über die unverschämte Zumutung aufgeregt, mich auch nachmittags noch mit Dingen zu beschäftigen, die mich schon am Vormittag nicht interessiert haben. Hatte ich denn nicht schon genug Kompromissbereitschaft um des lieben Friedens Willen gezeigt, dadurch, daß ich meine Vormittage an die saudumme Schule abtrat? Musste ich mir da die Nachmittage auch noch mit blöden Hausaufgaben versauen lassen? – Nein! Es gab Wichtigeres: Leben! Selberdenken! Selbst herausfinden! Experimentieren, auf die Schnauze fallen oder eben nicht. Was geht? Wo sind die Grenzen? Und die daraus resultierenden Konflikte aushalten oder auskämpfen. Bis zum heutigen Tag empfinde ich es als einen Angriff auf meine Person, wenn mir jemand vorschreiben will, wie und was ich zu denken habe, oder welche Wörter ich verwenden darf und welche nicht. Und ich stelle fest, daß es verdammt viele Zeitgenossen gibt, die Übergriffigkeiten auf ihr Leben und ihr Denken hinnehmen, als seien sie irgendwann einmal so narkotisiert worden, daß sie bis ans Ende ihrer Tage wie die Betäubten durch die Gegend rennen. Ich habe mal versucht, eine Antwort zu finden auf die Frage, was wohl der allerletzte Beruf ist, der für mich in Frage gekommen wäre. Erste Feststellung: Jeder Beruf, bei dem ich tagtäglich ein bestimmtes Zimmer in einem bestimmten Gebäude aufzusuchen gehabt hätte. Finanzbeamter im Innendienst zum Beispiel. Für absolut wahnsinnig halte ich jemanden, der sich dafür entscheidet, Justizvollzugsbeamter zu werden. Geht’s noch? Jeden Tag freiwillig in den Knast gehen? Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen? Was für ein Leben, um Himmels Willen? So einer muß doch schon zu seiner Schulzeit bei lebendigem Leib verstorben sein!? Nicht, daß „man“ keine Justizvollzugsbeamten bräuchte. Braucht „man“ schon. Aber wieso braucht der Justizvollzugsbeamte, daß er einer ist? Ich kann es nicht nachvollziehen.

Bin ich deswegen ein asozialer Eigenbrötler? – Ich denke nicht. Ich kann schon mitfühlen. Meiers Hund todkrank? Müllers Katze überfahren? Die Oma gestorben? Der Hof abgebrannt? Das Leben ist hart genug. Bringe die Leute zum lachen. Mache das Unabänderliche erträglicher. Tu ihnen etwas Gutes. Hilf ihnen, wenn du kannst. Aber sei nicht doof dabei. Und doof müsste ich sein, wenn ich einen Feind nicht identifizieren könnte. Der ist allerweil eindeutig identifiziert. Das ist jeder, der die grundsätzliche Friedfertigkeit der Betäubten ausnützt, um sie Länge mal Breite um ihr Leben zu bescheißen, anstatt sie zufrieden lächeln zu lassen. Der Oberbegriff: Ideologen. Eine pestilenzartige Ansammlung von Klugscheißern, eine selbsternannte Priesterkaste der Zivilreligion, die sich für auserwählt hält, das Lebensglück aller anderen in eine verheißungsvolle Zukunft zu verschieben und zu diesem Zweck die Gegenwart zu porträtieren als ein unvollkommenes Jammertal, in dem niemand mehr das Recht hat, zufrieden sein Leben selbst zu gestalten, Freude zu haben an Dingen und Sachverhalten, die von ihnen selbst als unvernünftig, umweltschädlich oder gesundheitsschädlich definiert werden, auf daß ein schlechtes Gewissen die Lebensfreude ersetze. Ideologen, die zur Erreichung ihrer vorgeblichen Ziele Angst und Panik schüren in dem Wissen, daß der ängstliche Mensch am leichtesten zu manipulieren ist. Glasklar: Das sind Feinde. Politisch betrachtet haben die eine Farbe. Meistens rot oder grün, zunehmend aber auch schwarz und gelb. Und ihr desaströses Wirken zeigt sich eben an einer Vielzahl von Symptomen des allgemeinen Niedergangs, die inzwischen so groß ist, daß man einen ganzen Artikel allein schon mit der Auflistung dieser Symptome füllen könnte, ohne dabei noch ein Wort über die Ursachen jener kollektiven Apathie verloren zu haben, welche die Ideologen durchmarschieren läßt wie die heiße Machete durch die Buttercremetorte. Messermorde, Inflation, Kriegshetze, Verbots- und Vorschriftenorgien usw.usf. – alles bekannt. Verfallserscheinungen, deren Existenz auich von den Betäubten nicht zu bestreiten ist. Interessant ist deshalb die Suche nach einer Antwort auf die Frage, was wohl die Ursachen für jene Apathie sein könnten, die es den Ideologen erlaubt, sich mit einer solchen Leichtigkeit zu den Herrschern über das Leben aller anderen aufzuschwingen.

Schmerzhafte Selbsterkenntnis

Zu beobachten ist, daß sich zwar zunehmend Widerstand regt – längst nicht in ausreichendem Maße -, daß sich dieser Widerstand aber Schuldige sucht, die immer irgendwelche Anderen sind. Politiker und Journalisten werden gern als Schuldige identifiziert, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Die halbe Wahrheit ist genau gar keine Wahrheit. Es gibt keine halbe Wahrheit. Es gibt Sachverhalte, die unvollständig dargestellt werden – weshalb die Darstellung auch nicht viel taugt. Was wahr ist: Mehr Zeitgenossen als je zuvor halten es für einen Ausweis ihrer eigenen Schlauheit, zu behaupten, es gebe gar keine objektive Wahrheit. Das ist so eine Art pseudointellektueller Selbstentwaffnung. Wenn es nämlich – gern genommen: „für mich“ – keine objektive Wahrheit mehr gibt, dann gibt es logischerweise auch niemanden mehr, der mich objektiv anlügt. Dann gibt es nur noch Leute, die mich meiner eigenen Wahrnehmung nach angelogen haben. Die eigene Wahrnehmung darf aber unter keinen Umständen mehr begriffen werden als „die Wahrheit“. Weil es keine gibt. Beim Schach nennt man das „schachmatt“. Das „gesellschaftspolitische“ Stichwort dazu: Sozialpsychologie. Genauer: Das erste Axiom der Sozialpsychologie, demzufolge sich jeder Mensch seine eigene Realität „konstruiert“. Die Folge davon: Wer politisch etwas bewirken will, muß sich „Gleichgesinnte“ suchen, die sich ihre je eigenen Wahrheiten in mindestens ähnlicher Weise konstruieren. Wahrheit wird so zu einer Frage von Mehrheit. Nun ist es aber so, daß sich historisch recht eindrücklich belegen läßt, wie das mit der Mehrheit ist: Sie hatte noch nie recht. Recht hatten retrospektiv immer nur Einzelne oder vergleichsweise kleine Gruppen.

Wahr ist, was eben wahr ist. Ob jemand erkennen kann, was jeweils wahr ist, spielt nicht die geringste Rolle dabei. Es ist, wie es ist. Wie ist es? Das ist die Frage, nicht, wie kommt mir vor, daß es wohl sei? Das ubiquitäre „für mich“ (sieht es so und so aus) ist im Grunde nichts anderes als das Bekenntnis, seiner eigenen Wahrnehmung nicht zu trauen bei der Antwort auf die Frage, wie es ist. Und seltsamerweise ist „ich weiß es nicht“ dennoch eine Antwort, die immer seltener zu hören und zu lesen ist. Daß das „ich weiß es nicht“ auf dem Rückzug zu sein scheint, ist ein Indiz dafür, daß eine zunehmende Zahl von Zeitgenossen inzwischen ihr „für mich“ – ihre je persönlich konstruierte Realität also – für die „gleichberechtigte Wahrheit“ neben allen anderen „Wahrheiten“ hält. Die Wahrheit als solche gibt es aber nicht im Plural. „Wahrheiten“ sind nichts anderes, als verschiedene Sachverhalte, die von verschiedenen Leuten für wahr gehalten werden. Wie etwas „für mich“ ist, hat höchstens einen Entertainmentwert. Einen Erkenntniswert hat nur die Frage danach, wie etwas „für sich“ ist. Welche und wieviele Meinungen es dazu gibt, spielt überhaupt keine Rolle.

Das Bemerkenswerteste ist ja, daß dieses von Sozialpsychologen so bezeichnete „1. Axiom der Sozialpsychologie“ nichts anderes ist, als das, was jedes Axiom eben ist: Ein als absolut richtig erkannter Grundsatz. Eine gültige Wahrheit, die keines Beweises bedarf. Beim Axiom handelt es sich um die aus dem Blauen heraus gemachte Aussage eines Wissenschaftsbereichs, aus der andere Aussagen deduziert werden. Was dem zivilreligiösen Anspruch der Sozialpsychologie das Axiom ist, könnte man also sagen, ist in der katholischen Glaubenslehre das Dogma. Selbst dem Narkotisiertesten unter den Betäubten sollte eigentlich auffallen, daß die Aussage, jeder Mensch konstruiere sich seine je eigene Realität, dann, wenn sie wahr wäre, unbedingt auch auf diejenigen zutreffen müsste, die diese Behauptung als Axiom – als Ausgangsbasis für alles weitere also – installiert haben, und daß es deshalb, obwohl es Axiom ist, niemals die „objektive Wahrheit“ sein kann. Die nächste Frage wäre dann, was es stattdessen ist. Ein Herrschaftsinstrument! Das 1. Axiom der Sozialpsychologie ist nichts weiter als ein Herrschaftsinstrument derjenigen, die es in den Rang eines Axioms erhoben haben. Wer das genau gewesen ist, wer ihnen folgte und noch folgt, um seine „gesellschaftlichen Wahrheiten“ als „objektive Gewißheiten“ zu installieren, läßt sich herausfinden. Dann hat man Namen. Dann hat der Feind der kreatürlichen Freiheit einen Namen. Oder mehrere.

Verschiedenheit statt Gleichheit

Wenn jemand wüsste, daß er seiner Herrschaft einen Irrtum als Basis zugrundegelegt hat, – was müsste er dann tun, um seine Herrschaft nicht in Frage stellen zu lassen? Er müsste alle diejenigen angreifen, die behaupten, er wüsste das. Sie hätten ihn schließlich implizit als Betrüger bezeichnet. Unter diesem Gesichtspunkt könnte die Vehemenz zu betrachten sein, mit der die herrschende Ideologenklasse jeden bekämpft, der den von ihr so häufig beschworenen „gesellschaftlichen Zusammenhalt“ als unrealistisches Ziel unter den tatsächlichen – den falschen Voraussetzungen also – bezeichnet. Woher soll der gesellschaftliche Zusammenhalt denn kommen in einer Gesellschaft, in der sich jeder mit demselben Recht wie jeder andere seine eigene Realität konstruiert? Wo es keinen gesellschaftlichen Zusammenhalt geben kann, dort kann es natürlich auch dann keinen gesellschaftlichen Widerstand geben, wenn jeder dieselben Symptome eines allgemeinen Niedergangs sieht. Den Verlust an innerer Sicherheit (Messerattacken, Auto-Attentate, Bahnsteigschubsereien etc.) kann doch niemand wegdiskutieren? Die Inflation läßt sich doch nicht „wegmeinen“ und zu einem je persönlich konstruierten Wahrheitskonstrukt umdefinieren? Andererseits: Wenn man schon voraussetzt, daß die Konstruktion einer je eigenen Realität laut dem 1. Axiom der Sozialpsychologie „normal“ sei, woher nähme man dann die Rechtfertigung, von „Klimaleugnern“ und „Coronaleugnern“ zu reden – und sie auch noch im Verfassungsschutzbericht einer zu beobachtenden Gruppe zuzurechnen, Daten über sie zu speichern und unter Verdacht zu stellen? Voraussetzung dafür wäre doch die Behauptung von „Volksvertretung“ und „Verfassungsschutz“, man selbst sei im Besitz jener allgemeingültigen, objektiven Wahrheit, die sich – da Realität ein Synonym für Wahrheit ist – jeder andere selbst konstruiert. Wahr ist wohl: Niemand konstruiert sich seine je eigene Realität, sondern es gibt Unterschiede bei der je individuellen Fähigkeit, die objektive Wahrheit zu erkennen. Wenn jemand die Fähigkeit hat, einen Lügner wahrhaftig als Lügner zu identifizieren, dann ist der dem Lügner natürlich ein gewaltiger Dorn im Auge, weil er seine Herrschaft gefährdet.

Eine kleine Anekdote

Beim heutigen Mittagessen brach ich in schallendes Gelächter aus. Meine Schwiegermutter (87) ist eine herzensgute, ganz einfache Frau, die – ohne jemals eine weiterbildende Schule oder gar eine Universität von innen gesehen zu haben – ganz genau weiß, was man tut, was man nicht tut, was sich gehört und was sich nicht gehört. Sie sorgt sich sehr darum, daß es jedem ihrer Kinder, ihrer Enkel und Urenkel gutgeht. Gesprächsthema war: Es wird alles so teuer. Dem hielt ich entgegen, daß die Dinge nicht teurer würden, sondern daß das Geld immer weniger wert werde. Jedenfalls kam es dann zu folgendem Dialog. Sie: – „Der N. ist auch so einer, der immer bei den gescheiten Leuten mitredet.“ – Ich: „Stimmt’s, du magst keine gescheiten Leute?“ – Sie: „Nein„. Sie mag keine „gescheiten Leute“.

Ich habe mich gebogen vor Lachen über eine so entwaffnende Ehrlichkeit. Ausgelacht habe ich sie deswegen nicht. Ich musste einfach über die Gelassenheit lachen, mit der meine liebenswerte Schwiegermutter etwas sagte, für das sie niemals eine objektiv wahre Begründung liefern könnte. Sie hat mit „gescheite Leute“ einfach einen Typ Mensch bezeichnet, den sie nicht mag, weil sie instinktiv weiß, daß die „gescheiten Leute“ in ihrer eigenen Wahrnehmung lästige, verlogene Spinner sind, die Leuten wie ihr auf die Nerven gehen. Ich musste sie einfach einmal kurz in den Arm nehmen und drücken. Das ist es nämlich, was sie sind, diese Plärrer in den progressistischen Parteien und vielen Medien: Lästige Spinner, die in dem Wahn leben, sie hätte das Recht, ihren Zeitgenossen den letzten Nerv und die ganze Lebensfreude zu rauben mit ihrem Herrschaftsanspruch in der Besserwisserei. Wahre Weltenzerdenker sind das, in deren Erwägungen die Endlichkeit eines jeden Lebens keine Rolle mehr zu spielen scheint. Gauck: Wir können auch einmal ein paar Jahre verzichten zugunsten … – Merkel: Nur zwei Wochen … – Der Rest: Wir müssen, wir brauchen und wir dürfen nicht. Kindheit hinter der Maske, eingesperrt zuhause? Sollen die Kinder ihre Kindheit eben später erleben! Am Arsch die Räuber!

Eine Frage der Selbstachtung

Es kann doch nicht wahr sein, daß meine Landsleute es sich gefallen lassen, von einer Frau Ricarda Lang, einer Frau Claudia Roth, einer Frau Baerbock und so vielen anderen im Angesichte des Desasters, für das Leute dieser Couleur verantwortlich sind, ständig die Welt erklärt zu bekommen? Zwischen einem hochgebildeten Professor Curio und einer ungebildeten Emilia Fester gibt es derartig gravierende Intelligenzunterschiede, daß man wahnsinnig sein müsste, die Ansichten der jungen Grünfrau – („grüne Jungfrau“ darf man ja nicht einmal mehr schreiben) – gleichberechtigt neben die von Professor Curio zu stellen, und zwar ganz egal, wie sehr man der Ansicht zustimmt, jeder konstruiere sich seine „eigene Realität“. Es gibt eben Leute, bei denen aufgrund der Beschränktheit ihrer Mittel, Realität festzustellen, irrelevant ist, welche Realität sie sich selber konstruieren. Das können sie machen, solange sie das für sich tun. Solche Leute allerdings in Regierungs- und Parteiämter zu hieven, ist nichts anderers als ein ideologisch begründeter Bombenabwurf auf die Gesellschaft insgesamt. Es gibt Unterschiede. Nicht der Depp ist das Problem, sondern der Herrschaftsanspruch des Deppen ist eines. Und die ständigen Versuche des Deppen, zur Sicherung seiner Herrschaft alle anderen bis auf sein eigenes Niveau herunter zu verblöden, ist ein kulturelles Verbrechen. Deswegen müssen diese Deppen weg von den Schalthebeln der politischen und der medialen Macht. Die Mittel, die zu ihrer Vertreibung angewandt werden dürfen, werden automatisch durch diejenigen Mittel legitimiert, die sie ihrerseits anwenden, um ihre Deppenherrschaft zu sichern.

Auf das utilitaristisch verwendete Geschwätz der Deppen von „Demokratie“, „westlichen Werten“ und „Rechtsstaatlichkeit“, die zu beachten seien, kann man nichts mehr geben angesichts der Tatsache, daß sie selbst nur noch insofern etwas darauf geben, als daß sie glauben, die Beschwörung dieser Vokabeln sei ihrer eigenen Agenda dienlich, die selbst allerdings überhaupt nichts mehr mit „Demokratie“, „westlichen Werten“, „Aufklärung“ und „Rechtsstaatlichkeit“ zu tun hat. Die könnten auch gleich behaupten, wahr sei, daß sie allen anderen ständig aufs Maul geben -, die anderen aber nicht zurückschlagen dürften. Die deutsche Gesellschaft ist weit über den Punkt hinaus, an dem sich die Frage noch stellt, wer Recht hat. Weswegen sie dann auch in einem ach-so-löblichen „gesellschaftlichen Diskurs“ zu klären sei. Die ist ist insofern geklärt, als daß feststeht, wer auf jeden Fall nicht rechthat. Bereits dieser offiziell immer noch als notwendig deklarierte Diskurs wird nach Kräften unterbunden, indem Andersdenkende einfach als UNpersonen „gelabelt“ werden. Die Frage ist, wer die Macht hat. Und die muß jetzt unter allen Umständen so entschieden werden, daß sie das durchideologisierte Deppentum hernach auf jeden Fall nicht mehr hat. Wie die entschieden wird, ist inzwischen – leider,leider – nachrangig geworden. Weil hierzulande sonst wirklich alle Lichter ausgehen und alles im Chaos versinkt. Da ist inzwischen „Freestyle“ angezeigt.

Werdet euch endlich einig, liebe Landsleute, anstatt weiterhin eure je eigenen Realitäten zu konstruieren und euch so in der Masse selbst zu entmachten. Den Luxus Eurer je selbstkonstruierten Realität könnt ihr euch leider nicht mehr erlauben. Eure je „eigenkonstruierte Realität“ ist eine, die schon längst von ganz anderen als euch selbst konstruiert wird. Ihr werdet nach Strich und Faden angelogen und Länge mal Breite verarscht! Das ist die Wahrheit. Wollt ihr das weiterhin mit euch machen lassen? – Na also. Da gibt es nichts mehr zu diskutieren.

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