Inder (Bild: shutterstock.com/icsnaps)

So blöd muss man erst mal sein: Indien kauft russisches Öl und verkauft es uns teurer

Die EU und allen voran die Deutschen versuchen durch hirnlose und vor allem wirkungslose Embargos Russland zu sanktionieren. Nicht nur, dass Russland wegen gestiegener Preis mindestens genauso viel beim Verkauf von Gas und Öl verdient. Ganz dick im Geschäft sind nun die Inder. Diese kaufen russisches Öl auf und verkaufen es teurer den verblödeten Europäern. Was für ein Irrsinn.

Mit dem sechsten Sanktionspaket zu Monatsbeginn gegen Russland kauft die EU kein russisches Öl mehr ein. Ganz vorne beim Ölembargo mit dabei: die Deutschen. Obwohl zum Beispiel Berlin und Brandenburg aktuell zu 95 Prozent vom russischen Öl abhängig sind, beteuerte der Staatssekretär von unserem grünen Kinderbuchautor Robert Habeck, keinerlei Ausnahmen zuzulassen.

Anderen Länder ist indes klar, dass ein kompletter Verzicht auf russisches Öl nicht möglich ist und das Sanktionstheater keinerlei Wirkung zeigt, da Russland US-Medien zufolge durch den Verkauf von Gas und Öl dank der gestiegenen Preise mindestens genauso viel wie früher – selbst bei sinkenden Exporten – verdient, wie früher.

Ein Land, das nicht bereit ist, wie die Deutschen wirtschaftlichen Selbstmord zu begehen ist Indien. Wegen eines Überflusses auf dem heimischen Markt wird russisches Rohöl international gerade doch etwas billiger gehandelt als das Rohöl aus anderen Ländern. Die Inder – wie übrigens auch der Nato-Partner Türkei – weiteten Ende Mai ihre Ölkäufe aus Russland deutlich aus.

So hat Indien seit dem Kriegsausbruch allein bis Anfang Juni nach Reuters-Angaben rund 62,5 Millionen Barrel russisches Öl gekauft . Das ist dreimal so viel wie im Jahr 2021. Der russische Anteil an indischen Ölimporten konnte dadurch auf fast 25 Prozent gesteigert werden. Wie das Wall Street Journal berichtet, fluten private indische Ölliferanten den Weltmarkt mit Benzin und Diesel, die teilweise russisches Rohöl enthalten, ohne dabei die Herkunft des Rohöls preiszugeben. So seinen in den vergangenen fünf Monaten die indischen Kraftstofflieferungen weltweit wohl um 15 Prozent gestiegen.

Die täglichen Lieferungen in die EU sollen sich im Quartalsvergleich um ein Drittel erhöht haben – und jene in die USA um 43 Prozent. Der Wahnsinn daran: Die hohen Rabatte, die Indien beim Kauf von russischem Öl erhält, gibt es beim Verkauf natürlich nicht an die Europäer weiter. Diese zahlen für das boykottierte, russische Öl auf diesem Weg Horrorpreise. So blöd muss man erst einmal sein. (SB)

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