Anwohner setzen sich gegen Straßenblockierer zu Wehr(Symbolbild: Imago)

Gagaland: Die letzte Generation und andere Merkwürdigkeiten

Nötigung im Straßenverkehr: Wenn Sie auf einer dreispurigen Autobahn in der Überholspur auf einen Schnarchzapfen auflaufen, der glaubt, er habe die Überholspur für sich gepachtet und sei im Besitz aller Umweltrechte, so daß niemand beanstanden dürfe, wenn er mit 2 km/h Differenzgeschwindigkeit bis zum Horizont alle „überholt“, die mit 110 Sachen die mittlere Spur dauerhaft blockieren … – wenn Sie dem nach zwei Kilometern Hinterhergezuckel Dauer-Lichthupe geben, dann ist das Nötigung. Sie sind dran.

von Max Erdinger

Sie dürfen einer solchen trüben Talgfunzel kein richtiges Licht aufgehen lassen. Sie hat das volle Recht auf Unterbelichtung. Sie sind aggressiv. Weil Sie aggressiv sind, fahren Sie auch einen BMW, Sie Unhold. Wenn es das als Extra gäbe, hätten Sie sich einen Laser aufs Dach bauen lassen, mit dem Sie solche Penner bei voller Fahrt rückstandsfrei vom Asphalt herunterbrennen können. Sie sind ein klassischer Nötiger. Keine Nachsicht mit Ihnen! Nachsicht mit anderen Nötigern!

Wenn Sie sich an einer Autobahnauffahrt ohne Auto mit Pattex auf dem Asphalt festkleben und so den ganzen Verkehr zum Stillstand bringen, dann sind Sie zwar auch ein Nötiger, aber ein guter! Die Justiz wird Ihnen mit Wohlwollen und äußerster Nachsicht begegnen. Aus dem Verkehrsministerium Ihres Bundeslandes wird ein Schreiben veröffentlicht werden, in dem steht, daß es strengstens verboten ist, den Umstand auszunützen, daß Sie sich auf dem Asphalt festgeklebt haben, um Sie grün & blau zu schlagen, da Sie ja vor den Schlägen nicht fliehen können, so lange die Pattex-Qualität hält, was sie verspricht. In Deutschland gilt also analog zu „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“: „Schlechter Nötiger, guter Nötiger“. Gefällt Ihnen das? – Mir auch nicht.

Dirk Engelhardt (48), Chef des Branchenverbands BGL laut der „Berliner Zeitung“ (BZ): „Die Politik muss ihren Feldzug gegen Autos und Lkw stoppen!“ Es gehe um Deutschlands wichtigste Branchen. „Wer sie verteufelt, spaltet das Land und will bewusst einen Großteil der Bürger ärmer machen.“ Engelhardt wirft u. a. Stadtbewohnern vor, sie wüssten nicht mehr, wie Deutschland funktioniert: „Städter und Umweltaktivisten gehen uns fürchterlich auf die Nerven.“ 70 Prozent der Güter würden per Lkw transportiert. Wer das nicht wolle, müsse halt „Lebensmittel selbst anbauen„.

Aber ist wirklich der Zeitverlust, der mit einer solchen Straßenblockade für termingeplagte Berufstätige und Lieferanten einhergeht, das ganz große Ärgernis, oder ist es mehr etwas anderes? Und was wäre das dann? Auf dem „Grande Racordo Annulare“ (GRA), einem knapp 70 Kilometer langen, mautfreien Autobahnring rund um die Stadt Rom, hatten sich kürzlich ebenfalls Nötiger auf dem Asphalt festgeklebt – und was sie an Reaktionen der blockierten Autofahrer einstecken mussten, war teils deutlich heftiger, als das, was man in Deutschland zu sehen gewöhnt ist. Meinereiner hatte in gewissen Zusammenhängen schon immer große Sympathien für die Römer, z.B. wenn sie sich voller Zuversicht in die eigene Kampfkraft von Asterix & Obelix verprügeln lassen oder zu einem Ausflug in den Teutoburger Wald aufbrechen. Also was stört mehr, als die Blockade selber? – Das Gewinsel der Blockierer, wenn man ihnen zu nahe tritt resp. fährt. Vom GRA gibt es ein Video, auf dem zu sehen ist, wie ein entnervter Autofahrer ganz dicht vor einen solchen Blockierer hin fährt, woraufhin der nichts besseres zu tun hatte, als seinen Fuß direkt vor das Vorderrad des Autos zu halten und im nächsten Moment ein Gezeter zu veranstalten, als sei er Julius Cäsar an den Iden des März und habe 150 Messer im Leib stecken. Allein dafür wäre meinereiner fast in den Monitor hineingesprungen und hätte die italienische Rotznase, die infantile, am liebsten maulschelliert, bis sie Lauscher gehabt hätte wie der Ohrencharlie, Prince of Wales. Es ist dieser Mindset, der nicht nur bei solchen Nötigern zu beobachten ist, welcher mein Blut zur Wallung bringt. Diese widerliche „Denke“: Ich mache mich erst selbst zum Opfer, konstruiere mir dadurch einen Täter –  und stimme als nächstes die große Jammerarie an. Das läßt sich übertragen auf andere, wichtigere Ereignisse.

Der fiese Wolodymyr

Der ukrainische Präsidentendarsteller („Diener des Volkes“, Fernsehserie im ukrainischen Fernsehen, Hauptrolle: Wolodymyr Selenskyj) tickt im Prinzip nicht anders, als die charakterlich völlig verwahrlosten Infantilisten von der „letzten Generation“. Nur die Folgen sind gravierender. Nicht eines seiner Wahlversprechen aus dem Jahr 2019 hat er gehalten, den Krieg gegen die russische Bevölkerung im Donbass nicht gestoppt, keine versöhnlicheren Töne angeschlagen, die weitverbreitete Korruption nicht bekämpft wie versprochen, sondern sich stattdessen als Profiteur selbst mit eingeklinkt ins ukrainische Kleptokratensystem, Oppositionsparteien verboten, kritische Fernsehsender geschlossen, die Minsker Abkommen gebrochen – und dann zu allem Überfluß auch noch bei der Münchener Sicherheitskonferenz 2021 Atomwaffen für die Ukraine gefordert, als ob es das Budapester Memorandum aus dem Jahr 1994 nie gegeben hätte.

Jetzt steht er da und jammert. Und die Westmedien haben nichts anderes zu tun, als ihn und die Ukrainer zu bedauern, während sie Putin als den wahren Gottseibeiuns porträtieren. Obwohl der seit mindestens anderthalb Jahrzehnten vor einer gefährlichen Entwicklung gewarnt hatte. Nach dem Euro-Maidan 2014, diesem hauptsächlich von den USA aus gesteuerten Putsch gegen die russlandfreundliche Regierung Janukowitsch: Der völlig unhaltbare Schnack von der russischen Annexion der Krim, die in Wahrheit eine Sezession gewesen ist. Was dachte man im Westen eigentlich? Daß Putin tatenlos dabei zusieht, wie ein antirussisches, amerikanisches Marionettenregime in Kiew zum Kontrolleur über die russische Schwarzmeerflotte in Sewastopol auf der Krim wird? Wie naiv kann man sein? Und nur, um den Schwarzen Peter so weit wie möglich von sich selbst weg – und Putin rüberzuschieben, dann das realitätsfremde Geplärr von der Annexion. Trotz Abstimmung der Krimbevölkerung. Und das auch noch unter Verschweigen der Tatsache, daß für die Krim eine ebenfalls von Kiew mißachtete Autonomieregelung seit 1991 bestand. Das ist kindisch!

Degeneration mit System

Meinereiner ist schwer dafür, jedes Malheur, das einem Verbrecher in Ausübung einer Straftat zustößt, ihm selbst anzulasten. Aber wie ist es? Wer im Besitz eines Waffenscheins und einer Schußwaffe den nächtlichen Einbrecher im eigenen Haus unschädlich macht, muß sich nachher vor Gericht verantworten, weil er eventuell die Verhältnismäßigkeit bei der Gegenwehr nicht gewahrt hat. Ob allerdings die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt, wenn Bürger von der Regierung mit lediglich theoretisch wirksamen, praktisch aber irrelevanten Maßnahmen zur „Rettung des Weltklimas“ gegängelt werden, als ob die individuelle Entscheidungsfreiheit keinerlei Rolle spiele, spielt plötzlich auch die Verhältnismäßigkeit keine Rolle mehr. Zahlen Sie die GEZ-Gebühren nicht, wandern Sie u.U. in den Knast. Verticken Sie im Görlitzer Park harte Drogen, bekommen Sie hingegen auch noch ein Denkmal gesetzt. Worauf läuft das hinaus? Auf kulturelle Degeneration. Auf Abschaffung der Eigenverantwortung und vor allem auf die Abschaffung der Fähigkeit des Einzelnen, selbst nach den Kriterien von Recht und Unrecht zu handeln. Er darf seinem eigenen Urteil nicht mehr trauen. Soll er auch nicht. Er soll nicht urteilen, sondern seinem eigenen Urteil mißtrauen – und lieber der Willkür gehorchen.

Diese letzte Klebegeneration ist lediglich eines von vielen Symptomen eines allgemeineren Kulturverfalls, der seinerseits durchaus als erstrebenswert propagiert wird. Die jungsche Luisa Neubauer kündigt die Sprengung einer Pipeline an und reibt sich verwundert die Augen darüber, daß sie sich dafür eine Strafanzeige einfängt. Da ist noch nicht einmal die Ankündigung des Sprengstoffanschlags das Alarmierendste, sondern das Erstaunen der jungschen Luisa über die Konsequenzen einer solchen Ankündigung! Man fragt sich mit Fug & Recht, was die noch im Kopf hat. Wenn allerdings friedliche Demonstranten vor das Haus eines Landespolitikers ziehen – boy-oh-boy – dann ist das aber sowas von eine Drohung gegen den Staat. Neuerdings ein „Randphänomen“ sogar: Delegitimierung des Staates. Kann mir irgendjemand erklären, was falsch sein soll an der verbalen „Delegitimierung eines Staates“ – und seiner öffentlich-rechtlichen Medien -, der solche Entwicklungen fördert? Erwachsene Frauen, die einvernehmlichen Geschlechtsverkehr hatten, können hierzulande Opfer einer ungewollten Schwangerschaft werden? – Wie das denn? Müssen Frauen nicht mehr wissen, daß sie Frauen sind? Und wieso soll das Ungeborene mit seiner eigenen Ermordung den Preis für eine derartige Gehirnerweichung bezahlen?

Überhaupt „Frauenrechte“: Wer würde denn diese Frauenrechte notfalls mit der Waffe in der Hand verteidigen müssen, sollten sie von weniger frauenrechtsaffinen Kulturen kriegerisch angegriffen werden? Anders gefragt: Was bilden sich Feministinnen mit ihrem permanenten Männerbashing eigentlich ein? Erst haben total mutige Kämpferinnen für Frauenrechte in Afghanistan „Männerbastionen erobert“ – und kaum waren die Männer weg, die ihre „eroberten Bastionen“ gesichert hatten, konnten die tapferen Heldinnen ihre „eroberten Bastionen“ nicht einmal mehr halten. Was also ist das feministische Männerbashing anderes, als die komplette Ausblendung der Realität? Und wieso soll man sich das eigentlich noch länger bieten lassen als Mann? Warum gilt nicht „keine Gewalt gegen irgendwen!“ als berücksichtigenswerter Slogan, „keine Gewalt gegen Frauen!“ hingegen schon? Weil Frauen so wahnsinnig selbständig funktionieren können in der Welt, oder weshalb? Kann es sein, daß der institutionalisierte Staatsfeminismus im Grunde nichts anderes ist, als ein Instrument zur Kleinhaltung derer, die eine Staatsmacht herausfordern könnten, wenn die ihre Macht mißbraucht? Ist Frauenermächtigung – per Quote z.B. – im Grunde nichts anderes als Staatsermächtigung? Das sind Fragen, die man stellen kann. Und wenn wir hierzulande nicht ganz genau aufpassen, dann werden das Fragen werden, die man früher einmal stellen konnte!

Was in der westlichen Welt läuft, ist die immer drastischer vollzogene Entmündigung des Einzelnen, der dazu angehalten wird, sich selbst permanent im Zustande der eigenen Schuldlosigkeit zu vermuten – und seine Eigenverantwortung anderen rüberzuschieben. Seine Rechte soll er kennen. Die Pflichten, an denen seine Rechte hängen, aber nicht. Das geschieht nicht nur beim Einzelnen, sondern die Politik selber hat sich das bereits angewöhnt. Kein Weizen aus der Ukraine für die hungernde Welt? – Putin ist schuld. Tatsächlich ist es Selenskyj, der mit den „Lieferschwierigkeiten“ weitere Waffenlieferungen erpressen will. Der darf aber nicht schuld sein. Politiker sind inzwischen Weltmeister in der Disziplin Verantwortungsverschiebung. Putin hat die Ukraine angegriffen, weil er einfach grundböse ist und an die moralische Höherwertigkeit westlicher Politiker nicht annähernd heranreicht? Wer soll diesen Schwachsinn glauben?

Merkwürdigkeiten

Hier ein paar Merkwürdigkeiten, die ich selbst ausdrücklich in keine Beziehung zueinander stelle. Jedenfalls nicht öffentlich. Möge sich der Leser seine eigenen Gedanken dazu machen.

Biolabs
Pentagon Biolabore – Screenshot YouTube
  • Nach Monaten, in denen die US-Regierung abgestritten hatte, daß in der Ukraine Biolabore für die „Gain-of-function“-Forschung betrieben wurden, welche in den USA selbst als „unethisch“ verboten ist, nun das Zurückrudern. Es gab 46 Biolabore in der Ukraine, die von US-Firmen & Institutionen betrieben wurden, wie das Pentagon einräumt. Was wurde dort erforscht?
  • Am Tag der russischen Invasion in die Ukraine, dem 24.02.2022, gab das ukrainische Verteidigungsministerium mit Beteiligung des Inlandsgeheimdienstes SBU die Anordnung heraus, daß alle persönlichen Unterlagen von Angestellten und Mitarbeitern des staatlichen „Zentrums für öffentliche Gesundheit“, einer Abteilung des ukrainischen Gesundheitsministeriums, rückstandslos zu vernichten seien, sofern sie sich auf eine Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der US-Firma „Metabiotic“ beziehen. Das ist eine Firma des „Präsidenten“-Sohnes Hunter Biden.
  • Am selben Tag, dem 24.02.2022 berichtete NBC vom Angriff der Russen auf die Ukraine. Die Auslandskorrespondentin war vor dem untenstehenden Hintergrundbild zu sehen: Es brennt etwas. Na ja, russischer Angriff eben. Dann ein Kamerazoom. Es handelt sich um ein unbeschädigtes Gebäude des ukrainischen Verteidigungs-Geheimdienstes. Mitarbeiter verbrennen vor dem Gebäude tonnenweise Papier.
NBC
NBC, 24.02.2022 „Russischer Angriff“ – da brennt’s. – Screenshot YouTube
NBC 2
Verbrennung von Dokumenten vor einem Gebäude des ukrainischen Militärgeheimdienstes in Kiew – Screenshot YouTube

NBC thematisierte das aber nicht. Während man also sehen konnte, daß Personal etwas verbrannte, ging es in der Reportage um einen russischen Hubschrauberangriff.  Eine solche Unachtsamkeit kann passieren bei der Auswahl des Bildmaterials zum Text. Und pfeilgerade passierte der Deutschen Welle (DW) am 24.02.2022 genau dasselbe Malheurchen, mit dem Unterschied, daß dort gesagt wurde, worum es ging. Die Verbrennung von Papier, bei NBC den Zuschauern verkauft als Feuer infolge eines russischen Hubschrauberangriffs, wie Clayton Morris berichtete.

DW NBC
DW, 24.02.2022: Verbrennung von Dokumenten – Screenshot YouTube
  • Eine US-amerikanische Marionette war der von 2004-2013 regierende Staatspräsident Georgiens, Michail Saakaschwili. Zum Ende seiner Amtszeit eröffnete das „Lugar Center“ in Tiflis, ebenfalls ein „Center for public health research“. Benannt ist es nach dem US-Senatoren Richard Lugar, von 2003 bis 2007 Vorsitzender des Senatsausschusses für Außenpolitik. Im zeitlichen Zusammenhang mit der teilweisen Eröffnung des „Lugar Centers“ in Tiflis verfügte Saakaschwili eine Massenimpfkampagne gegen Milzbrand für die Georgier. Nach Absetzen dieser Impfkampagne kam es in Georgien zu einer Welle von Milzbrand-Infektionen. Saakaschwili verließ 2013 Georgien und ging in die USA. Im Februar 2015 tauchte er in der Ukraine wieder auf, wurde dort Präsidentenberater für Poroschenko und kurz danach auch noch Gouverneur der Oblast Odessa. In Abwesenheit wurde Saakaschwili 2018 von einem georgischen Gericht zu sechs Jahren Haft verurteilt. Begründung: Als Präsident soll er 2005 angeordnet haben, daß ein Oppositionspolitiker verprügelt wurde. Merkwürdig: Wohlwissend, daß ihm in Georgien Haft droht, reiste Saakaschwili im Herbst 2021 freiwillig nach Georgien ein, wurde am Flughafen festgenommen und sitzt seither im Gefängnis. Warum ist er freiwillig eingereist?

Wikipedia: „Am 4. Januar 2004 wurde Saakaschwili mit 96 Prozent der Stimmen zum Staatspräsidenten Georgiens gewählt und am 25. Januar vereidigt. Er ließ sich von dem US-amerikanischen Politikwissenschaftler Daniel Kunin beraten. Dieser war früher Repräsentant des US-amerikanischen National Democratic Institute (NDI) in Georgien und steht der Demokratischen Partei der USA nahe. Ab 2008 kam Raphaël Glucksmann als Berater für EU-Fragen hinzu. (…) Der bewaffnete Konflikt um Südossetien im August 2008 hat eine breite innere Opposition gegen Saakaschwilis Politik hervorgerufen. Ihm wird vorgeworfen, mit einer Militäroffensive gegen die Provokationen der südossetischen Separatisten die massive militärische Intervention Russlands mitverursacht zu haben. Das habe die Aussichten auf eine Reintegration Südossetiens und Abchasiens drastisch verschlechtert.“ – Frage: Was ist eine Farbrevolution? Wer initiiert welche? Kommt der Initiator auch jedesmal durch damit? Vielleicht in Südossetien nicht – und in Kasachstan auch nicht? Was weiß Saakaschwili? Ist der Knast in Georgien inzwischen der einzige sichere Ort für ihn? Wird er von westlichen Geheimdiensten verfolgt? Hat jemand Angst, daß Saakaschwili auspackt? Wäre der russische Angriff auf die Ukraine wirklich der erste, der von jenseits des Atlantiks provoziert worden sein könnte? Und was hat es mit der Meldung aus dem georgischen Innenministerium auf sich, daß bei einem Hackerangriff auf das „Lugar Center“ in Tiflis im Herbst 2020 sämtliche „Covid-Dateien“ abhanden gekommen seien?

Die Prankster: Lexus & Vovan

Der ehemalige US-Präsident George W. Bush ist dieses Jahr einem Streich der russischen „Prankster“ Lexus & Vovan zum Opfer gefallen. Die zwei Russen hatten es tatsächlich geschafft, sich telefonisch bis zu Bush durchstellen zu lassen – und gaben sich ihm gegenüber als Selenskyi aus. Bush fiel darauf herein. Als sie Saakaschwili zur Sprache brachten, der ja zu Bushs eigener Amtszeit georgischer Präsident geworden war, fragte Bush nicht, wie es seinem alten Freund Saakaschwili geht, sondern er fragte – offenbar nicht wissend, daß Saakaschwili in Georgien im Knast sitzt – ob Saakaschwili denn in einer ukrainischen Uniform stecke. Bush wollte also wissen, ob die Möglichkeit besteht, daß Saakaschwili ums Leben kommt. Ausschnitt aus dem Gespräch (ganze Seite übrigens hochamüsant und entlarvend): „Wenn er seinen Wurzeln treu geblieben wäre, wäre er noch in Georgien, anstatt in der Ukraine und wo sonst noch herumzureisen. Wissen Sie, mich hat das enttäuscht. Ist er eigentlich noch in der Ukraine? Erlauben Sie mir, danach zu fragen. Ist er noch in der Ukraine?“, fragte Bush den angeblichen Selensky. – „Ja. Er hat die Staatsbürgschaft. Ich habe sie ihm wiedergegeben.“ –  „Hat er eine Uniform an? Wenn er die Staatsbürgerschaft hat, müsste er doch gegen die Russen kämpfen“, meinte Bush.“

Erwachsen statt künstlich infantil

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Wenn sich die deutschen Bürger und Wahlberechtigten nicht schleunigst darum kümmern, daß sie nicht permanent wie die Ochsen am Nasenring durch die Arena gezogen werden, dann wird es das gewesen sein mit Demokratie, Rechtsstaat und Freiheit. Und eine zentrale Frage, die sich bei allem empfiehlt, ist immer die: Was habe ich getan, daß ein Anderer so furchtbar böse auf mich werden musste? Die Ablehnung von Eigenverantwortung und eigener Entscheidungsfreiheit, das Verschieben der Verantwortung auf andere und dieser unbedingte Wille, nie an etwas selber schuld zu sein – durchaus auch übertragen auf die internationale politische Ebene („Ich (wir) heilig, Putin teuflisch“) – ist der Weg in die lebenslange Gefangenschaft von Leuten, die sich eine goldene Nase daran verdienen, alle anderen im Kerker zu halten. Werdet endlich wieder erwachsen, anstatt euch lauter lächerliche Figuren im Fernsehen als „Männer“ andienen zu lassen. Das sind nur vordergründig Clowns, diese Typen wie Böhmermann, Welke oder dieser Saalmoderator bei „Let’s Dance“, diese Männerdeppen in der Werbung, die sich von ihren eigenen kleinen Töchterleins belehren lassen müssen, um den Familienkasper abzugeben, während Mama die allerbeste ist, weil sie eine Tütensuppe in heißem Wasser verrühren kann – das alles dient nicht eurer Unterhaltung, sondern eurer Verblödung in die Infantilität hinein. Der Infant, das Kind. Das Kind hat eine Ampel als Erziehungsberechtigten und kann selbst nichts entscheiden. Und die Ampel wiederum hat ihre Chefs jenseits des Atlantiks (und in Brüssel). Und zwar ungewählte. Befreit euch endlich aus dieser Fata Morgana, in der ihr euch (noch) so wohlfühlt. Fangt endlich an, selber zu denken!

 

 

 

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