Die neue "Mannschaft" (Symbolfoto: Alex Kravtsov/Shutterstock)

Neue Regelungen bei der frauenfeindlichen FIFA: Männer, die sich als „Frau“ fühlen, dürfen im Frauenfußball mitspielen

Die FIFA plant ein neues Regelwerk, das es Trans-Frauen ermöglicht, im Frauen-Fußball mitzuspielen. Die neuen Regeln, die vom internationalen Fußballverband FIFA vorgeschlagen werden, zielen darauf ab, die Testosteronanforderungen zu beseitigen und damit jedem Athleten den Zutritt zur Frauenmannschaft zu ermöglichen, der sich selbst als „Frau“ identifiziert. 

Ein neuer Rahmenentwurf der FIFA hebt den Testosteron-Schwellenwert für Transgender-Frauen auf, berichtet die Daily Mail. Er soll es allen Männern, die sich als „Frau“ fühlen, ermöglichen, im Frauenfußball mitzuspielen. Die aktuellen Regeln der Organisation verlangen von Trans-Sportlerinnen einen Testosteronspiegel von fünf Nanomol pro Liter. Darüber hinaus müssen sie sich 12 Monate lang einer Testosteronunterdrückung unterzogen haben, bevor sie der Liga als „Frau“ beitreten können. Diese Voraussetzung  soll nun der Vergangenheit angehören. Damit positioniert sich die FIFA genau entgegengesetzt zum Schwimmverband, der am Wochenende ankündigte, daß für Transsportler mehr Teilnahmebeschränkungen gelten sollen.

Auch der Radsportverband UCI hat in den vergangenen Woche seine Zulassungskriterien für die Frauenkategorie verschärft. Der Fall der britischen Transradfahrerin Emily Bridges hatte zu einer Überprüfung geführt. Der UCI senkte den Testosteron-Grenzwert von fünf auf 2,5 nMol/l pro Liter und verdoppelte die Zeitspanne, für die eine Trans-Athletin ihren Testosteronspiegel innerhalb dieses Bereichs unterdrücken muss, von 12 Monaten auf zwei Jahre. Dort sollen Transgender-Frauen nicht in der weiblichen Kategorie antreten dürfen, wenn sie sich aufgrund der männlichen Pubertät einen Wettbewerbsvorteil bewahrt haben. Wie das bestimmt werden soll, ist noch unklar. Ein Gremium unabhängiger Experten aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Recht und Menschenrechte soll in Zukunft jeden Einzelfall beurteilen.

Bei der FIFA hingegen will man offenbar die Testosteronschwelle für Transgender-Frauen komplett abgeschaffen und es so jedem Fußballer ermöglichen, unter seinem selbst identifiziertes Geschlecht an Wettkämpfen teilzunehmen.  Das neue Reglement befindet sich noch in der Konsultationsphase und löst eine heftige Kontroverse aus.

Laut Daily Mail zeigen sich einige Sportfunktionäre über den Vorschlag der FIFA schockiert. Professor Jürgen Steinacker, Vorsitzender der World Rowing’s Sports Medicine Commission, prophezeit das Ende des Frauensports, wenn ein solches Regelwerk sportübergreifend eingeführt werde. Denn dann laufe alles auf den Punkt zu, wo Sportler durch Anthropometrie kategorisiert werden würden, die Praxis des Vermessens des menschlichen Körpers, was das Ende des Frauensports bedeuten würde.

In einem Positionspapier schließt sich ihm eine Gruppe von 38 medizinischen Experten an. Für sie ist die Verwendung eines „selbstidentifizierenden“ Kriteriums nicht „wissenschaftlich oder medizinisch fundiert“ und unfair gegenüber natürlich geborenen Frauen.

„Der Ausgangspunkt, dass Transfrauen berechtigt sind, in einer Sportart wie Fußball in der weiblichen Kategorie zu spielen, widerspricht der logischen Schlussfolgerung aus dem Berg an Beweisen, die zeigen, dass diejenigen, die als Männer geboren wurden und die normale männliche Pubertät durchlaufen, mehrere körperliche Vorteile gegenüber den weiblich Geborenen haben,“ heißt es in ihrer Stellungnahme, in der sie auch auf ein höheres Verletzungsrisiko für Frauen hinweisen, wenn sie ihn Körperkontakt mit selbsternannten Frauen kommen.

Die Frage, ob sogenannte Trans-Sportlerinnen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber natürlich geborenen Frauen haben, wird nicht mehr auf Faktenbasis entschieden, sondern wird politisch korrekt gelöst. Schlechte Aussichten für alle echten Frauen, die nun aufgrund ihres natürlichen Geschlechts das Nachsehen im Sport haben werden. Der umgekehrte Fall, in dem Frauen, die nun „Männer“ sind, in den Männersport drängen, ist jedenfalls selten bis kaum zu beobachten. (MS)

 

 

 

 

 

 

 

 

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