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China geht auf Kinder los: Spielen im Park nur noch mit Covid-Test

China zeigt wieder einmal die grausame Seite der Null-Covid-Strategie. In der Hauptstadt Peking dürfen Kinder ab drei nur noch mit negativem Testergebnis die Parks betreten, um dort zu spielen. Außerdem müssen sie per Handy einen „grünen Sicherheitscode“ vorweisen. Das System kontrolliert ständig den Bewegungsradius des Besitzers innerhalb der Hauptstadt. Die kommunistische Regierung China zieht damit die Zügel weiter an.

China zwingt Kinder im Alter von drei Jahren, einen PCR-Test zu machen, um in Pekings Parks spielen zu können, teilte das Pekinger Stadtverwaltungszentrum für Parks laut MailOnline mit. Die Kleinen müssen ein negatives Testergebnis vorweisen, das nicht älter als 72 Stunden ist. Sie müssen außerdem einen grünen Gesundheitscode vorzeigen, das die Bewegungen von Menschen innerhalb der Stadt gemäß den Covid-Bestimmungen kontrolliert. Früher waren Kinder von Tests ausgenommen, solange die Eltern die Zugangsvoraussetzungen für Parks und andere öffentliche Orte erfüllten.

Die neue Regel kommt bei der chinesischen  Bevölkerung, die daran gewöhnt ist, dass ihr strenge und strenge Regeln auferlegt werden, offenbar schlecht an. Im Twitter-ähnlichen Weibo und anderen Poster-Netzwerken wird die Frage gestellt, wie nützlich diese Politik eigentlich ist.

Häufige Tests zur Identifizierung und Zerschlagung von Übertragungsketten, waren die bisher wichtigste Methode der Behörden zur Eindämmung von Covid. Dieser Ansatz erweist sich aber zunehmend als schwer durchzuhalten, da China gezwungen ist, sich vom Rest der Welt zu isolieren, um seine No-Covid-Strategie angesichts der leicht übertragbaren neuen Varianten wie Omikron durchzuhalten.

Im Rahmen der Massentestpolitik werden im ganzen Land Abstrichkabinen eingerichtet, beginnend mit den Großstädten, um das Regierungsversprechen halten zu können,  daß die Bewohner immer nur 15 Minuten zu Fuß von einem Abstrichpunkt entfernt sind.

Neuesten Daten zufolge sind inzwischen über 95 Prozent der chinesischen Kinder zwischen drei und 17 Jahren vollständig geimpft.

Bisher ist es in Peking gelungen, die jüngsten Ausbrüche ohne harte gefängnisartige Regeln wie in Shanghai einzudämmen, aber der Erfolgsdruck ist groß, denn in der zweiten Jahreshälfte findet der Kongress der Kommunistischen Partei Chinas statt, bei dem sich der chinesische Ministerpräsident Xi Jinping offenbar eine beispiellose dritte Amtszeit als Parteivorsitzender sichern will. (MS)

 

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