Blumen vor dem Tatort in Oslo - Foto: Imago

Terror: Iranischer Norweger erschießt zwei Homosexuelle und verletzt viele weitere

Wer hätte nicht bereits vom Attentat im Vorfeld des „Christopher Street Day“ von Oslo gelesen? Aber kann man sich auf die Informationen in den Mainstream-Medien auch verlassen? Unsere eigenen Recherchen, welche wir regelmäßig nicht nur am Dienste unserer Leser durchführen, haben ergeben: Nein, die Schilderung des Attentats in den deutschen Mainstream-Medien ist unvollständig, irreführend und tendenziös. Eine Richtigstellung.

Um festzustellen, inwieweit die Berichterstattung in den deutschen und österreichischen „Qualitätsmedien“ mit der Wirklichkeit in Übereinstimmung zu bringen ist, war es unerläßlich, auf norwegische Quellen zurückzugreifen. Üblicherweise heißt es in deutschen und östereichischen „Qualitätsmedien“, der Täter sei dann, wenn er islamischer Sozialisation ist, traumatisiert gewesen oder er habe sich in einer psychischen Ausnahmesituation befunden, welcher er selbst hilflos ausgeliefert gewesen sei. Bei dem Täter von Oslo handelt es sich um den 42-jährigen Iraner Zaniar Matapour, wie wir auf der norwegischen Seite „NRK.no“ erfahren haben. Auch in Norwegen melden viele Zeitungen die ursprüngliche Herkunft solcher Täter nicht, um keine Vorurteile zu schüren.

Warum Zaniar Matapour kurz vor der Eröffnung des norwegischen „Christopher Street Day“ zwei Homosexuelle in einem Nachtclub erschoß und 12 weitere seiner mutmaßlich norwegischen Mitbürger zum Teil schwer verletzte, ist mit seinen religiösen Überzeugungen nicht hinreichend zu erklären, da Homosexualität im Islam nicht ausdrücklich verboten ist und jahrhundertelang auch geduldet wurde. Experten vermuten, die Tatsache, daß der Iraner mit dem norwegischen Paß seine Opfer erschossen hat, hänge damit zusammen, daß er als Iraner keinen Baukran zur Verfügung hatte und deshalb auf eine automatische Schußwaffe ausweichen musste. Homosexuelle werden im Iran üblicherweise an Baukränen aufgehängt. Automatische und halbautomatische Waffen sind in Norwegen jedoch verboten. In Deutschland gibt es sogar Waffenverbotszonen in den Innenstädten, wo keine Messer mitgeführt werden dürfen. Diese Verbote dienen einer Erhöhung der Sicherheit, weil sich Kriminelle erfahrungsgemäß kaum über ein Verbot hinwegsetzen.

Stutzig machen dennoch einige Details der Vorgeschichte des Terroraktes von Oslo, wie „NRK.no“ insinuiert. Der Täter habe nach Auskunft des polizeilichen Sicherheitsdienstes PST bereits 2015 dessen Aufmerksamkeit erregt, nachdem er in den Jahren zuvor immer wieder mit diversen Straftaten hervorgetreten war. So sei er bereits im Jahr 1999 durch eine Messerstecherei auffällig geworden. Außerdem seien ihm in der Vergangenheit Drogenbesitz und schwere Körperverletzung vorzuwerfen gewesen. Im Lauf der Jahre habe er auch eine 10-monatige Haftstrafe erhalten, die jedoch auf 30 Tage ermäßigt worden – und ersatzweise durch eine hohe Geldstrafe kompensiert worden sei. Insgesamt hatte er zum Zeitpunkt der schrecklichen Tat am 24. Juni jede Menge Einträge in seinem Vorstrafenregister. Die Sorge des Sicherheitsdienstes der Polizei, so „NRK.no“, habe seit dem Jahr 2015 darin bestanden, daß sich der iranischstämmige Täter Zaniar Matapour radikalisiert und einem islamistischen Kontaktnetzwerk in Norwegen zuwenden könnte.

Matapour lebte seit dem Jahr 2013 von der staatlichen Fürsorge. Es steht zu vermuten, daß die Informationen über die Herkunft und seine kriminelle Vorgeschichte nur deshalb so vergleichsweise detailliert bei „NRK.no“ ausgebreitet wurden, weil seine jüngsten Opfer einer linken Lieblingsminderheit angehören. Die weitere Berichterstattung erschöpfte sich dann auch in den üblichen Erklärungsmustern. So habe auch Matapour an einer psychischen Störung gelitten und sei auf die Einnahme starker Medikamente angewiesen gewesen. Er sei depressiv gewesen und habe an einer paranoiden Schizophremnie gelitten. Wahnvorstellungen und Konzentrationsschwierigkeiten samt einer Gewaltneigung hätten ihn obendrein noch belastet. Anläßlich eines Gesprächs mit der Polizei im vergangenen Jahr habe er jedoch zugesichert, keinerlei gewalttätige Absichten zu verfolgen.

Die norwegischen Bürger sind von derlei selbstexkulpatorischen Erklärungen seitens Presse und Polizei inzwischen so angefressen wie die deutschen und die österreichischen. Sie sprechen von Verantwortungslosigkeit derjenigen, die für die innere Sicherheit in ihren Ländern zuständig sind. (RB)

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